Insektenstiche meiden

Asiatische Tigermücke aus dem Garten vertreiben: So halten Sie sie in Schach

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Die Asiatische Tigermücke wird auch als das „tödlichste Tier der Welt“ bezeichnet.
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Die Asiatische Tigermücke kommt eigentlich aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Doch auch in Deutschland fühlt sie sich mittlerweile wohl.

Nicht nur heimische Stechmücken werden im Sommer zur Plage. Die Asiatische Tigermücke wurde erstmals 2007 in Deutschland nachgewiesen. Seitdem verbreitet sich das schwarz-weiße Insekt in zahlreichen Bundesländern, darunter Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Thüringen aus. Unter Umständen kann die Stechmücke* Viren und Erreger übertragen. Doch Hobbygärtner haben eine Möglichkeit, die exotische Stechmücke fernzuhalten.

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Was macht die Asiatische Tigermücke so gefährlich?

Die Asiatische Tigermücke ist besonders aggressiv und auch tagsüber auf der Suche nach neuen Opfern. Während das Männchen sich von Nektar ernährt, braucht das Weibchen Blut für die Eier. Es sind also nur die Weibchen, die Menschen stechen. Dabei können gefährliche Krankheitserreger und Viren übertragen werden. Darunter auch das West-Nil-, Dengue- oder Chikungunya-Virus. Alle drei können schlimmstenfalls tödlich enden. In Deutschland herrscht allerdings ein geringes Risiko, sich mit einem dieser Viren anzustecken.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 30. Juni 2021 veröffentlicht. Da er für unsere Leser noch immer Relevanz besitzt, hat die Redaktion ihn aktualisiert.

Ursprünglich kommt die Asiatische Tigermücke aus subtropischen Gebieten. Aufgrund der Klimaerwärmung und durch internationalen Handel und Personenverkehr ist der Blutsauger aber nach Europa gelangt. In einigen Ländern hat sich die Mücke schon fest etabliert. Auch in Deutschland wird dies wohl bald der Fall sein. Immerhin hat sie schon einige kalte Winter überlebt.

Im Video: Neuartige Mücke vermehrt in Deutschland – Überbringer neuartiger Krankheiten

So halten Sie die Asiatische Tigermücke von Ihrem Garten fern

Weibliche Tigermücken halten sich gern in der Nähe von Gewässern und feuchten Stellen auf. Diese brauchen sie für die Brut. Damit es sich die Stechmücke in Ihrem Garten nicht zu bequem macht, sollten Sie also offene Wasserstellen vermeiden. Dazu gehören auch Regentonnen und andere mit Wasser befüllte Behälter. Jedes stehende Gewässer ist ein potenzieller Lebensraum für Stechmücken. Wollen Sie auf Regentonnen und Vogelbäder nicht verzichten, sollten Sie das Wasser mindestens einmal die Woche ausleeren beziehungsweise austauschen. Andere Behälter sollten Sie fest verschließen, damit die Mücken weder rein noch raus können. (cw) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Blutrünstige Plagegeister: Kleine Mückenkunde

Je feuchter und wärmer der Sommer, desto besser vermehren sich Mücken. Eine Pfütze reicht ihnen schon. Doch nur die Weibchen stechen zu. Eine kleine Mückenkunde:
Je feuchter und wärmer der Sommer, desto besser vermehren sich Mücken. Eine Pfütze reicht ihnen schon. Doch nur die Weibchen stechen zu. Eine kleine Mückenkunde: © dpa
Warum stechen Mücken? Stechmücken ernähren sich von zuckerhaltigen Pflanzensäften. Für die Reifung der Eier bei der Vermehrung braucht das Weibchen allerdings eiweißreiche Nahrung. Nur darum saugt es Blut - bei Tier und Mensch.
Warum stechen Mücken? Stechmücken ernähren sich von zuckerhaltigen Pflanzensäften. Für die Reifung der Eier bei der Vermehrung braucht das Weibchen allerdings eiweißreiche Nahrung. Nur darum saugt es Blut - bei Tier und Mensch. © dpa
Ein Mückenweibchen kann nach einer Blutmahlzeit bis zu 300 Eier legen. Die Vermehrung von Mücken ist temperaturabhängig und dauert im Sommer nur wenige Tage.
Ein Mückenweibchen kann nach einer Blutmahlzeit bis zu 300 Eier legen. Die Vermehrung von Mücken ist temperaturabhängig und dauert im Sommer nur wenige Tage. © dpa
Mücken: Die lästigen Biester sorgen jedes Jahr für Juckalarm.
Mückenweibchen besitzen für das Blutsaugen einen hochspezialisierten Rüssel. Beim Blutsaugen wird Speichelflüssigkeit abgegeben, die unter anderem die Stichstelle betäubt. Das Speichelsekret wird in der Regel erst nach dem Stich vom Immunsystem des Gestochenen erkannt. Es löst den Juckreiz und kleine Schwellungen aus. © dpa
Können Mücken Krankheiten übertragen? Für unsere Breiten ist das nicht bekannt. Vor allem in den Tropen gelten Mücken aber als Überträger zahlreicher Krankheitserreger wie Viren, Einzeller und Fadenwürmer.
Können Mücken Krankheiten übertragen? Für unsere Breiten ist das nicht bekannt. Vor allem in den Tropen gelten Mücken aber als Überträger zahlreicher Krankheitserreger wie Viren, Einzeller und Fadenwürmer. © dpa
Gefährliche Krankheiten, die mit Stechmücken in Zusammenhang stehen, sind die Malaria oder das Gelbfieber. Doch nicht jede Mückenart kann jeden Erreger übertragen.
Gefährliche Krankheiten, die mit Stechmücken in Zusammenhang stehen, sind die Malaria oder das Gelbfieber. Doch nicht jede Mückenart kann jeden Erreger übertragen. © dpa
Wie schützt man sich am besten vor Mücken?Wer keine Plagegeister mag, sollte auf dünne Kleidung und nackte Haut verzichten. Da viele Mückenarten die Schwüle und die Dämmerung lieben, empfiehlt es sich, im Haus zu bleiben. Dort können Fenstergitter Mücken fernhalten. Haut mit natürlichen und synthetischen Abwehrstoffe einschmieren oder auch damit die Kleidung imprägnieren. 
Wie schützt man sich am besten vor Mücken?Wer keine Plagegeister mag, sollte auf dünne Kleidung und nackte Haut verzichten. Da viele Mückenarten die Schwüle und die Dämmerung lieben, empfiehlt es sich, im Haus zu bleiben. Dort können Fenstergitter Mücken fernhalten. Haut mit natürlichen und synthetischen Abwehrstoffe einschmieren oder auch damit die Kleidung imprägnieren. © dpa
Oberstes Gebot ist beim Mückenstich: nicht kratzen! Durch das Kratzen verlängert sich nicht nur der Heilungsprozess, sondern es kann auch zu bakteriellen Sekundärinfektionen kommen, die sich zu bösen Entzündungen entwickeln können. Durch Einreiben mit alkoholischen Lösungen kann man die Stichwunde desinfizieren. Kühlung hilft, den Juckreiz zu unterdrücken. Nach einigen Tagen sollten Juckreiz und Quaddel verschwunden sein.  
Oberstes Gebot ist beim Mückenstich: nicht kratzen! Durch das Kratzen verlängert sich nicht nur der Heilungsprozess, sondern es kann auch zu bakteriellen Sekundärinfektionen kommen, die sich zu bösen Entzündungen entwickeln können. Durch Einreiben mit alkoholischen Lösungen kann man die Stichwunde desinfizieren. Kühlung hilft, den Juckreiz zu unterdrücken. Nach einigen Tagen sollten Juckreiz und Quaddel verschwunden sein. © dpa

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