Neun Modelle bis 2030

Audi stellt Elektroautos mit SAIC her – aber ohne die vier Ringe auf dem Kühlergrill

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Audi und sein Partner SAIC lancieren neue Elektroautos auf dem chinesischen Markt. Erstaunlich: Die vier Ringe könnten abwesend sein. Und das aus einem guten Grund.

Die Elektromobilität steckt in Deutschland in der Krise. Auch im Juli wurden weniger Elektroautos neu zugelassen als im vergangenen Jahr. In China boomen die Stromer indes weiter. Auch Audi setzt dort weiterhin voll auf das Elektroauto und will mit seinem Partner SAIC weitere Modelle auf den Markt bringen. Das hatten beide Marken im Mai verkündet. Die markanten vier Ringe könnte man dann jedoch vergeblich suchen.

Zusammenarbeit mit SAIC: Audi-Logo soll von neuen Modellen verschwinden

Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Personen mit direkter Kenntnis der Pläne. Demnach sei der Verzicht auf die vier Ringe auf „Überlegungen zum Markenimage“ zurückzuführen, so eine der Personen. Wie Motor1 berichtet, soll es sich zudem um eine Wertschätzung der langjährigen Zusammenarbeit des Volkswagen-Konzerns mit SAIC handeln.

Ein Audi ohne Ringe ist nur schwer vorstellbar, könnte aber bald Realität werden.

Wie Reuters schreibt, spiegelt der Verzicht auf das Audi-Logo auch die Verwendung einer gemeinsamen Plattform wider. So sollen die neuen Modelle auf der chinaspezifischen „Advanced Digitalized Platform“ basieren, wie Auto, Motor und Sport schreibt. Diese nutzt SAIC bereits für den L7 und den L7-SUV.

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

Elektroautos ohne Logo: Audi lehnt Kommentar ab

Das erste gemeinsame Modell, das auf den Markt kommen soll, trägt intern den Codenamen „Purpel“. Ob es dann ein anderes Logo oder nur den Schriftzug Audi trägt, ist laut Reuters unklar. Audi bezeichnete die Aussagen als Spekulationen und lehnte daher einen Kommentar gegenüber der Nachrichtenagentur ab. SAIC betonte lediglich, dass es sich um „echte Audi mit authentischer Audi-DNA“ handeln würde.

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Einen Vorgeschmack auf die neuen China-Audis soll es noch in diesem Jahr geben. Im November soll ein erstes Konzeptfahrzeug vorgestellt werden. Insgesamt sollen bis 2030 neun Modelle auf den Markt kommen. Die Entwicklung, die speziell auf die Bedürfnisse des chinesischen Marktes abgestimmt ist, erlaubt es Audi, modernste Funktionen in ihre Elektroautos zu integrieren. Gleichzeitig können sie damit eine enorme Kundenzahl erreichen und ihre Verkaufszahlen steigern. Somit könnten die Ingolstädter wieder zu den Konkurrenten Zeeker und Nio aufschließen. Diese haben in den sechs Monaten des Jahres 2024 etwa achtmal so viele Autos verkauft wie Audi.

Rubriklistenbild: © Audi

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