Gut geprüft ist die halbe Ernte

Geht mein altes Saatgut noch auf? Machen Sie die Keimprobe

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Ob das noch was wird? Bevor man ältere Samen einpflanzt und später enttäuscht ist, wenn keine Pflanzen sprießen, sollte man eine Keimprobe machen.

Wenn das Saatgut schon etwas länger in der Schublade liegt oder die selbst geernteten Samen versehentlich nicht beschriftet sind, lohnt sich im Zweifel ein Test, ob und wie viele der Samen denn keimen. Denn sonst geht schnell wertvolle Zeit für den Gemüseanbau oder die Blumenrabatte verloren.

Keimprobe machen: Ist das alte Saatgut noch haltbar?

Eine Keimprobe von Saatgut ist einfach und man benötigt nur wenig Zubehör.

Wenn man eine Keimprobe machen möchte, sollte man noch genug Samen der Pflanze vorliegen haben. Denn einmal gekeimt, sind diese nicht mehr verwendbar, erklärt Biologin Claudia Heger im NDR1-Gartenblog Alles Möhre, oder was?! Das wäre vor allem um seltenes oder besonderes Saatgut schade, für das jede Pflanze zählt. Für Gemüse wie lange keimfähige Tomaten oder Chilipflanzen, die man meist sowieso in größerer Zahl vorzieht, lohnt sich eine Keimprobe unter Umständen weniger – irgendwas wird schon aufgehen.

Um eine einfache Keimprobe zu machen, geht man folgendermaßen vor:

  • Man nimmt eine kleine Plastikschachtel, beispielsweise einen Frischkäsebecher, und legt eine Lage feuchtes Küchenpapier hinein.
  • Die Samen locker hineinstreuen und die Schachtel mit dem passenden Klarsichtdeckel verschließen oder mit Frischhaltefolie überziehen, in die man kleine Luftlöcher ritzt. Die Schale an einen warmen Ort stellen.
  • Nach etwa zehn Tagen – bei gekauftem Saatgut gibt die Verpackung Aufschluss über die Keimdauer – sollten die ersten Keime sprießen.

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Mit dem Auspflanzen der Saat nach draußen sollte man noch bis nach den Eisheiligen warten, denn auch in einem sonnigen März,, der den meteorologischen und kalendarischen Frühlingsanfang vorgibt, kann es noch plötzlich frostig und kühl werden.

Das Keim-Ergebnis auswerten

Man sollte nicht zu vielen Samen verwenden, um das Ergebnis besser überschauen oder gar zählen zu können. Mindestens die Hälfte der Samen sollte aufgehen, sonst ist es die Mühe im Beet meist nicht wert. Zumindest, was Gemüse betrifft. Bei Blumen, deren Anzahl oft nicht akribisch geplant wird, könnte man das lockerer sehen. Dennoch muss man die Samen nicht entsorgen, stattdessen einfach bei der Aussaat etwas großzügiger verteilen.

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Eine Frau erntet die ersten reifen Radieschen
Radieschen haben den Vorteil, dass sie wenige Wochen nach der Saat schon erntereif sind.  © Countrypixel/Imago
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Natürlich Kartoffeln: Je nach Sorte liefern sie von Frühjahr bis in den Herbst Nährstoffe. Leicht anzubauen. © Martin Wagner/Imago
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Topinamburknollen liegen in und um ein Säckchen mit einem Messer
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Ein Säulenobst-Birnbaum an einer Hauswand
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Eine Frau pflückt Himbeeren
Beeren wie Himbeeren, Erd- oder Brombeeren haben zwar nicht so lange Saison, sind aber perfekt zum Einmachen. © Cavan Images/Imago

Damit Saatgut lange haltbar bleibt, sollte man es an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort auf, wie einer Schublade, im Keller oder im Hausflur aufbewahren.

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