Günstig oder teuer?

E-Auto aufladen: Das kostet das Laden eines Stromers

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Beim Laden des Elektroautos an öffentlichen Ladesäulen unterscheiden sich die Preise extrem. (Symbolbild)
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Die Anzahl der Elektroautos auf den Straßen nimmt zu. Doch viele potenzielle Käufer stellen sich die Frage: Wie teuer ist das Aufladen eigentlich?

Wer wissen möchte, was ein Liter Benzin oder Diesel kostet, der muss einfach nur bei der Tankstelle einen Blick auf die Preistafel werfen. Beim Elektroauto ist es nicht ganz so einfach. Es gibt zahlreiche verschiedene Betreiber öffentlicher Ladesäulen – und jeder hat meist sein eigenes System mit Apps, Ladekarten und Verträgen. Richtig teuer wird es häufig an Schnellladesäulen. Gerade Elektroauto-Einsteiger sollten daher die wichtigsten Abkürzungen und Begriffe wie AC, DC und Ladeleistung kennen. In unserem E-Auto-Guide für Anfänger, den Sie kostenlos als PDF herunterladen können, erklären wir die Zusammenhänge.

Extreme Preisunterschiede beim E-Auto-Laden an öffentlichen Säulen

Wie viel eine „Ladung“ Strom kostet, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Hat das Fahrzeug eine größere Batterie (hohe kWh-Zahl), passt mehr Energie hinein und die Ladung wird entsprechend teurer. Entscheidend ist aber natürlich der Strompreis. Und der kann sich an Ladesäulen wesentlich stärker unterscheiden als die Preise an Sprit-Tankstellen. Grundsätzlich ist das Laden eines Elektroautos in der heimischen Garage in aller Regel am günstigsten.

Während an der Wallbox daheim Laden für 30 Cent/kWh oder sogar weniger möglich sein kann, sind an Schnellladesäulen bis zu 90 Cent/kWh fällig – der VDA kritisierte die hohen Preise kürzlich als „überteuert“. An den öffentlichen Ladesäulen unterscheidet sich der Preis oft danach, ob man einen Vertrag mit dem Anbieter (und entsprechender Grundgebühr) hat und dann günstigere kWh-Preise bekommt oder eben nicht.

Elektroauto für Einsteiger – die wichtigsten Fragen und Antworten

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Eine „Ladung“ Strom fürs E-Auto: So viel kostet sie

Im Folgenden finden Sie einige Rechenbeispiele zu Preisen für eine „Ladung“ Strom. Damit sich alles gut vergleichen lässt, gehen wir von einer eher unrealistischen Ladung von 0 auf 100 Prozent aus. In der Regel tanken die viele E-Autofahrer (an öffentlichen Säulen) bei zehn oder 20 Prozent Akkustand auf höchstens 80 Prozent – denn danach sinkt das Ladetempo meist sehr deutlich.

Akkukapazität (Batteriegröße)StrompreisKosten für eine Ladung (0 – 100 Prozent)
50 kWh0,30 € / kWh15 Euro
50 kWh0,45 € / kWh22,50 Euro
50 kWh0,70 € / kWh35 Euro
70 kWh0,30 € / kWh21 Euro
70 kWh0,45 € / kWh31,50 Euro
70 kWh0,70 € / kWh49 Euro
90 kWh0,30 € / kWh27 Euro
90 kWh0,45 € / kWh40,50 Euro
90 kWh0,70 € / kWh63 Euro

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Welche Kosten beim Laden sonst noch auf E-Auto-Fahrer zukommen

Dazu kommen aber eventuell noch weitere Kosten. In den meisten Fällen braucht es einen Vertrag, um beim jeweiligen Anbieter an einen möglichst günstigen kWh-Preis zu kommen. Grundsätzlich gilt: je höher die monatliche Grundgebühr, desto günstiger die kWh-Preise. Nutzt man eine Ladesäule, die zu einem Partnernetzwerk des Anbieters gehört, wird oft eine Roaming-Gebühr fällig. Damit die Ladesäulen-Plätze nicht zu lange belegt sind, verlangen inzwischen viele Anbieter auch Blockiergebühren (pro Minute) – und die können ziemlich hoch ausfallen. Darüber sollte man sich im Vorfeld informieren. Falls dies der Fall ist, sollte das E-Auto direkt nach Ende des Ladevorgangs weggefahren werden.

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