Von wegen Winterschlaf

Marderschaden am Auto: auch im Winter können Nager-Bisse zum Problem werden

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Auch im Winter drohen Marderschäden am Auto, denn das Tier hält keinen Winterschlaf. Die Gefahr ist jedoch geringer als im Frühjahr.

Endlich Winter, diesen Gedanken wird wohl so mancher Autofahrer – trotz unliebsamer Aufgaben wie Eis kratzen – in der kalten Jahreszeit haben. Der Grund: Die Gefahr von Marderbissen ist gebannt, da die nervigen Tiere Winterschlaf halten. Dieser Irrglaube ist zumindest weitverbreitet, dabei ist das Gegenteil der Fall.

Der Marder ist nämlich auch im Winter aktiv, auch wenn es ihm dann wesentlich schwerer fällt an Nahrung zu kommen. Heißt: Die Gefahr eines Bisses bleibt weiterhin zu bestehen. Auch wenn die Chance für Marderschäden am Auto deutlich geringer ist als während der Paarungszeit, wie marder-vertreiben.com berichtet.

Mader sind über das gesamte Jahr aktiv.

Marderschaden am Auto: Biss-Gefahr im Winter nicht gebannt

Doch woher kommt der Irrglaube unter Autofahrern, dass Marder im Winter nicht aktiv seien? Ein Grund dafür könnte sein, dass die Tiere nachtaktiv sind. Sehen Marder doch mal einen Menschen, nehmen sie schnell Reißaus. Zudem verstecken sich Marder im Winter gerne an warmen und geschützten Orten – wie zum Beispiel dem Motorraum des Autos.

Top 10: Das sind die meistgebauten Autos aller Zeiten

BWM 3er-Reihe
Platz 10: BMW 3er-Reihe. 16 Millionen mal wurde BMWs beliebte Mittelklasse seit 1975 gebaut – in mehreren Karosserievarianten wie dem im Foto gezeigten Kombi Touring, und auch als Cabrio. Der BMW 3er wird aktuell in siebter Generation produziert, und auch bald voll elektrifiziert. Die Erfolgsstory kann also weitergehen. © Fabian Kirchbauer/BMW
Ford Model T
Platz 9: Ford Model T. Längst Geschichte, doch mit 16,5 Millionen produzierten Einheiten noch immer in den ewigen Top 10. Die 1908 vorgestellte „Tin Lizzie“ startete 1910 auf dem weltweit ersten Fließband in die Serienproduktion, und hielt mit nur wenigen Modifikationen (zu denen auch ein Panzer gehörte) und der Mono-Farbe schwarz bis 1927 durch. © Joseph Sohm/Imago
Lada 1200
Platz 8: Lada 1200. Oder Schiguli. Oder VAZ 2101. Der klassische russische (oder sowjetische) Pkw war unter vielen Namen bekannt und brachte es von 1966 bis 2007 auf 17,3 Millionen Einheiten. Er basierte auf dem Fiat 124, wies aber eine robustere Karossiere und weniger Komfort auf. © National Motor Museum/Imago
Toyota Hilux
Platz 7: Toyota Hilux. Der Pick-up-Truck ist vor allem in den USA begehrt, was für mittlerweile über 18 Millionen gebaute und verkaufte Exemplare reicht. Seit 1968 schätzen ihn seine Fahrer als robustes Allwege-Gefährt, auf dessen Pritsche afrikanische Warlords auch mal ein Maschinengewehr installieren. Derzeit ist die achte Generation unterwegs. © Toyota
VW Käfer
Platz 6: VW Käfer. Etwa 21,5 Millionen mal wurden VW 1200 und andere Versionen produziert, bis zum Wachwechsel durch den VW Golf war der originale Käfer hierzulande der Bestseller – aber auch in aller Welt beliebt. Entstanden aus dem 1938 für das Nazi-Reich entwickelten KdF-Wagen, wurde der VW noch 2003 in Mexiko produziert. © Gottfried Czepluch/Imago
Honda Civic
Platz 5: Honda Civic. In Europa nur ein weiterer VW-Golf-Gegner, ist dieser Kompaktwagen in den USA und in Japan seit Jahrzehnten ein Megaseller. Seit 1972 wurden über 27,5 Millionen Einheiten produziert, derzeit steht Generation Nummer elf bei den Händlern. © Honda
VW Passat Variant
Platz 4: VW Passat. Vielleicht etwas überraschend, aber auch der brave Mittelklassewagen hat es seit seinem Debüt 1973 auf über 30 Millionen Exemplare gebracht – allerdings inklusive der deutlich anderen US-Version. In Europa dominiert klar die Kombi-Variante, die neunte Generation ab 2023 wird es als Stufenheck gar nicht mehr geben. © Ingo Barenschee/VW
VW Golf
Platz 3: VW Golf. Auch wenn der gefühlt ewige Liebling der Deutschen derzeit gegen Tesla und den internen Konkurrenten T-Roc zu kämpfen hat: An über 35 Millionen produzierten Autos seit 1974 muss man erst mal vorbeikommen. Ob die derzeit aktuelle achte Generation noch einen Nachfolger bekommt, ist allerdings unsicher. Als elektrischer ID. Golf könnte der Inbegriff des Kompaktwagens aber trotzdem weiterleben. © Martin Meiners/VW
Ford F-150
Platz 2: Ford F-Serie. In den USA ist Pick-up-Truck Ford F-150 aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken, er und seine noch größeren F-Brüder verkörpern perfekt den American Way of Driving. Die elektrische Version Lightning beschert dem seit 1948 über 40 Millionen mal gebauten Nutz- und Lifestyle-Laster weiteren Zulauf. © Mark Phelan/Imago
Toyota Corolla
Platz 1: Toyota Corolla. Was den Deutschen der VW Golf ist, das ist für Amerikaner, Japaner und viele Europäer der Toyota Corolla. Seit 1966 wurden über 50 Millionen dieses Kompaktwagen gebaut, seine zwölfte Generation ist mittlerweile auch als Cross-Version zu haben. Das Maximum der Elektrifizierung ist allerdings ein Plug-in-Hybrid. © Slavko Midzor/Imago

Allerdings können sich Autofahrer im Winter den Schnee zunutze machen und darin nach Spuren von Mardern Ausschau halten. Auch auf dem Auto können sich Pfotenabdrücke eines Tieres befinden. In diesen Fällen ist eine Kontrolle des Isoliermaterials unter der Motorhaube ratsam. Ist dieses zerfetzt, sollte jeder Winkel des Motorraums abgesucht werden.

Marderschaden am Auto: Elektroschocks schützen vor unliebsamen Besuchern

Insbesondere für Besitzer eines Elektroautos kann ein Marderschaden verheerende Folgen haben. Anders als bei Diesel oder Benziner muss dann oft der gesamte Kabelbaum ersetzt werden, auch wenn nur ein einziges Kabel betroffen ist. Kostenpunkt dafür: mindestens 7.000 Euro.

Wer sich gegen einen Marderschaden schützen will, hat unterschiedliche Möglichkeiten. Viele Hausmittel können dabei aber nach hinten losgehen, wie die Zeit berichtet. An Geruchsmittel oder Sprays mit Geschmacksstoffen gewöhnen sich die Tiere wiederum schnell und zeigen sich unbeeindruckt. Gleiches gilt auch für Ultraschallgeräte. Einen guten Schutz bietet derweil ein Stück Maschendrahtzaun, das man unter dem Auto platziert.

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Zudem könnte man dem Tier den Zugang zum Motorraum versperren. Hier bietet beispielsweise Volkswagen eine entsprechende Lösung an. Ebenfalls sehr effektiv gegen Marderschäden: Elektroschocks. Dazu werden an den Einstiegsstellen der Tiere Metallplatten montiert und unter Strom gesetzt. Berührt der Mader diese, bekommt er einen ungefährlichen Stromschlag und sucht das Weite.

Rubriklistenbild: © Imagebroker/Imago

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