So einfach geht‘s

Ölstand beim Auto messen: Fünf Schritte sollten befolgt werden

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Der TÜV rät dazu, alle 14 Tage den Ölstand zu kontrollieren. Doch wie geht das eigentlich richtig? Und was sollte man beachten?

Damit der Motor des Autos richtig rund läuft und keine Schäden nimmt, braucht er Öl. Nur dann läuft er wie geschmiert. Das wissen die meisten Autofahrer. Etwas schwieriger wird es bei der Frage, welcher Schmierstoff es denn sein soll und wie oft es gewechselt werden muss. Und auch das Messen des Ölstands will gelernt sein.

Mit der richtigen Vorbereitung ist die Kontrolle tatsächlich gar nicht so schwer, allerdings ist das richtige Vorgehen wichtig. „Bevor man mit der Messung startet, sollte man sich ein passendes Öl mit richtiger Freigabe besorgen und Lumpen sowie idealerweise einen Trichter bereithalten“, rät der ADAC. Zudem muss das Auto grade stehen, da sonst die Messung verfälscht wird.

Wer den Ölstand ablesen will, sollte auf das richtige Vorgehen achten.

Ölstand beim Auto messen: Fünf Schritte sollten befolgt werden

Ist die Vorbereitung abgeschlossen, kann die Messung starten. Dabei sollten folgende fünf Schritte befolgt werden:

  1. Ölmessstab herausziehen
  2. Ölmessstab mit dem Lumpen säubern
  3. Ölmessstab wieder ganz hineinstecken: Häufig ist ein Einrasten zu hören oder zu spüren
  4. Erneut herausziehen und ablesen
  5. Bei Öl-Mangel: korrekte Spezifikation mithilfe eines Trichters nachfüllen

Bei Unsicherheiten hilft zudem ein Blick in die Bedienungsanleitung. Dort wird erklärt, wie der Ölstand beim jeweiligen Fahrzeug korrekt abgelesen wird. Idealerweise sollte der Motor warm sein, aber auch schon einige Minuten stehen. Das liegt daran, dass das Schmiermittel nach dem Betrieb des Motors erst wieder in der Ölwanne zusammenlaufen muss.

Kontroll- und Warnlampen im Auto: Wenn es rot leuchtet, sollten Sie sofort anhalten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

Ölstand beim Auto messen: TÜV rät, alle 14 Tage zu kontrollieren

Ob noch genug Öl vorhanden ist, erkennt man an zwei Markierungen im Messstab. Die untere Linie zeigt den minimalen, die obere den maximalen Ölstand. Im Idealfall liegt der Ölfilm zwischen den beiden Markierungen. Der Abstand zwischen den beiden Linien entspricht dabei etwa einem Liter Öl.

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Muss nachgefüllt werden, spielt es keine Rolle, ob der Motor noch heiß ist. Beim Öffnen und Schließen des Deckels besteht jedoch Verbrennungsgefahr. Die Ölstandbestimmung bei heißem, gerade erst abgestelltem Motor ist indes problematisch. Der TÜV rät im Übrigen dazu, alle 14 Tage den Ölstand zu kontrollieren. Alle 15.000 bis 40.000 Kilometer sollte zudem ein Ölwechsel erfolgen – je nach Intervall.

Rubriklistenbild: © Joko/Imago

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