Glatte Straßen, hohe Risiken: Wie Sie Blitzeis erkennen und meistern
VonSimon Mones
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Während der Winter mit einer idyllischen Schneedecke lockt, verbirgt sich darunter eine unsichtbare Gefahr: Blitzeis. Mit einigen Tipps kommen Sie dennoch sicher ans Ziel.
Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Für Autofahrer bringt die kalte Jahreszeit zahlreiche Herausforderungen mit sich. Vor allem Schneefall und Glätte machen Ihnen das Leben schwer. Aber auch Blitzeis ist ein Problem, denn es bildet sich innerhalb weniger Augenblicke und ist kaum zu erkennen.
Immerhin: manchmal kündigt der Wetterdienst das Blitzeis an. Oftmals entsteht es aber völlig ohne Vorwarnung, was es für Autofahrer noch herausfordernder und zu einer großen Gefahr macht. Es bildet sich immer dann, wenn Regentropfen auf den gefrorenen Boden treffen und dort festfrieren. Binnen weniger Sekunden entsteht so eine spiegelglatte Eisfläche. Was also tun, wenn man unterwegs von Blitzeis überrascht wird?
Blitzeis droht: Fahren Sie vorsichtig und vorausschauend
Im Grunde hilft es nur, vorsichtig und vorausschauend zu fahren. Das heißt konkret: Behalten Sie die Temperaturanzeige im Blick. Schon ab einer Temperatur von drei Grad kann es gefährlich werden. Das gilt insbesondere für Brücken oder Schneisen im Wald. In vielen Autos wird daher ab drei Grad eine Warnung vor Glätte angezeigt.
Zudem sollten Sie den Verkehr um sich herum beobachten. Beginnt ein anderes Fahrzeug zu rutschen, sollten Sie sofort vom Gas gehen. Wichtig ist es zudem, in regelmäßigen Abständen den Zustand der Fahrbahn zu prüfen. Halten Sie dazu das Lenkradfest und bremsen kurz ab. Merken Sie, dass die Fahrbahn glatt ist, vergrößern Sie den Sicherheitsabstand zu ihrem Vordermann. Wenn Sie bremsen müssen, tun Sie das gefühlvoll. Vermeiden Sie zudem hektische Lenkbewegungen.
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Gefahr von Blitzeis: ADAC rät dazu, Auto stehenzulassen
Wenn Sie bei Blitzeis auf der Autobahn und auf mehrspurigen Straßen unterwegs sind, halten Sie möglichst die Spur, rät T-Online.de. Auf Überholmanöver sollten Sie bei diesen widrigen Witterungsbedingungen verzichten. Gleiches gilt auch für die Nutzung von wenig befahrenen Nebenstrecken. Diese werden oftmals erst später vom Streudienst befahren.
Der ADAC geht sogar noch einen Schritt weiter und rät: „Wenn Sie unterwegs vom Eisregen überrascht werden, sollten Sie lieber eine Pause einlegen und im Zweifel auf den Streudienst warten.“ Der Grund für die Warnung des Automobilclubs: Bei richtigem Blitzeis helfen weder ABS noch ESP. Entsprechend wichtig ist es, dass der Winterreifen genug Restprofil hat.