Gefahr im Winter

Glatte Straßen, hohe Risiken: Wie Sie Blitzeis erkennen und meistern

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Während der Winter mit einer idyllischen Schneedecke lockt, verbirgt sich darunter eine unsichtbare Gefahr: Blitzeis. Mit einigen Tipps kommen Sie dennoch sicher ans Ziel.

Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Für Autofahrer bringt die kalte Jahreszeit zahlreiche Herausforderungen mit sich. Vor allem Schneefall und Glätte machen Ihnen das Leben schwer. Aber auch Blitzeis ist ein Problem, denn es bildet sich innerhalb weniger Augenblicke und ist kaum zu erkennen.

Immerhin: manchmal kündigt der Wetterdienst das Blitzeis an. Oftmals entsteht es aber völlig ohne Vorwarnung, was es für Autofahrer noch herausfordernder und zu einer großen Gefahr macht. Es bildet sich immer dann, wenn Regentropfen auf den gefrorenen Boden treffen und dort festfrieren. Binnen weniger Sekunden entsteht so eine spiegelglatte Eisfläche. Was also tun, wenn man unterwegs von Blitzeis überrascht wird?

Blitzeis droht: Fahren Sie vorsichtig und vorausschauend

Im Grunde hilft es nur, vorsichtig und vorausschauend zu fahren. Das heißt konkret: Behalten Sie die Temperaturanzeige im Blick. Schon ab einer Temperatur von drei Grad kann es gefährlich werden. Das gilt insbesondere für Brücken oder Schneisen im Wald. In vielen Autos wird daher ab drei Grad eine Warnung vor Glätte angezeigt.

Blitzeis kommt überraschend – und ist oft nur sehr schwer zu erkennen. (Symbolbild)

Zudem sollten Sie den Verkehr um sich herum beobachten. Beginnt ein anderes Fahrzeug zu rutschen, sollten Sie sofort vom Gas gehen. Wichtig ist es zudem, in regelmäßigen Abständen den Zustand der Fahrbahn zu prüfen. Halten Sie dazu das Lenkradfest und bremsen kurz ab. Merken Sie, dass die Fahrbahn glatt ist, vergrößern Sie den Sicherheitsabstand zu ihrem Vordermann. Wenn Sie bremsen müssen, tun Sie das gefühlvoll. Vermeiden Sie zudem hektische Lenkbewegungen.

Autobahnen der Extreme: In Deutschland ist keine Strecke länger als die A7 – eine andere hört einfach auf

Autobahn A7 bei Hamburg.
Autobahn A7: Mit einer Länge von 962,2 Kilometern ist die A7 die mit Abstand längste Autobahn der Bundesrepublik und nach der Autovía 7 in Spanien auch die zweitlängste Fernstraße Europas. Die A7 führt von Flensburg-Handewitt bis ins südliche Bayern. Seit 2012 läuft der Ausbau der Schnellstraße auf acht Spuren.  © Lobeca/Imago
Stau auf der Autobahn A3 in der Nähe von Köln.
Autobahn A3: Mit 769 Kilometern Länge muss sich die Fernstraße der A7 knapp geschlagen geben. Dafür ist die A3 die meist befahrene Autobahn in Deutschland. Laut der Straßenverkehrszählung 2021 sind alleine zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und dem Dreieck Köln-Heumar täglich mehr als 166.000 Autos unterwegs. © NurPhoto/Imago
Die Autobahn A1 in Richtung Fehmarn
Autobahn A1: Mit 749 Kilometern Länge ist die A1 nur etwas kürzer als die A3. Dafür dürfte es sich wohl um eine der längsten Baustellen Deutschlands handeln. Im Vergleich zur A1 wirken die 14 Jahre Bauzeit des BER wie ein Augenzwinkern. Denn der erste Spatenstich für die Autobahn wurde 1934 getätigt. Fast 80 Jahre später klafft in der Eifel immer noch eine 25 Kilometer lange Lücke. Wann diese geschlossen wird ist unklar. © Panthermedia/Imago
Fahrzeuge sind auf der Autobahn 4 in Höhe des Rasthofes Frechen in Richtung Köln und Olpe unterwegs.
Autobahn A4: 583 Kilometer Länge reichen für Platz vier im Ranking der längsten Autobahnen. Doch die A4 zeichnet sich auch durch ein besonders hohes Nebelrisiko auf dem viel befahrenen Streckenabschnitt zwischen Aachen und Köln aus. Am 20. Dezember 1987 musste die Strecke nach dem Aufkommen einer Nebelbank mit Sichtweiten von weit unter 30 m erstmals voll gesperrt werden. Inzwischen wurde dort eine Nebelwarnanlage installiert. © Mangold/Imago
Vor der Ausfahrt Köln-Rodenkirchen hat sich auf der Autobahn A555 in Fahrtrichtung Köln ein erheblicher Stau gebildet.
Autobahn A555: Mit grade einmal 18 Kilometern Länge zählt die Fernstraße zwischen Köln und Bonn zu den kürzeren Strecken. Doch historisch ist die A555 von größter Bedeutung, denn es ist die erste und älteste Autobahn der Bundesrepublik. 1932 wurde die Schnellstraße vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eingeweiht. Sie trägt bis heute zudem den Spitznamen Diplomatenrennbahn. © Future Iamge/Imago
Seitenstreifen eines A8-Teilstücks freigegeben.
Autobahn A831: Die mit Abstand kürzeste Fernstraße befindet sich in Baden-Württemberg und trägt die Bezeichnung A831. Sie ist grade einmal 2,3 Kilometer lang und besitzt fünf Ausfahrten. Die Autobahn startet und endet in Stuttgart.  © Marijan Murat/dpa
Frankfurter Kreuz der Autobahn A5.
Autobahn A5: Mit 440 Kilometern ist die A5 verhältnismäßig kurz. Dennoch ist eine der meist befahrenen Straßen Hessens. Künftig könnte sie auch eine von Deutschlands breitesten Autobahnen sein, denn in der Nähe von Frankfurt ist ein Ausbau auf zehn Spuren geplant. Das Projekt ist jedoch sehr umstritten. © Schöning/Imago
Baustelle A 49.
Autobahn A49: Ähnlich wie die A1 ist auch die A49 in Hessen noch im Bau. Zudem stellt sie den am seltensten befahrenen Autobahnabschnitt. Bei Ansbrach wurden im Rahmen der Straßenverkehrszählung 2021 grade einmal 819 Auto pro Tag gezählt.  © Uwe Zucchi/dpa
Stau auf der A114.
Autobahn A114: Auf dieser Fernstraße brauchten die Autofahrer bis zum Oktober 2022 starke Nerven. Satte 95 Prozent (15 von 16 Kilometern) der A114 Kilometer waren Baustelle. Inzwischen ist die Autobahn im Nordosten Berlins wieder komplett befahrbar. Überraschenderweise fielen die Baukosten sogar niedriger aus als zunächst geplant. © Soeren Stache/dpa
Kochertalbrücke der Autobahn A6 über das Kochertal.
Autobahn A6: Die A6 ist wohl eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen und das über die deutschen Grenzen hinaus. In dieses Ranking hat sie es aber nicht wegen ihrer Länge von 484 Kilometer geschafft, sondern wegen der Kochertalbrücke. Dabei handelt es sich nämlich um Deutschlands höchste Autobahnbrücke. In 185 Metern Höhe verläuft die A6 über 1,1 Kilometer durch das Kochertal. Damit ist sie 27 Meter höher als die Moseltalbrücke auf Platz zwei. © Arnulf Hettrich/Imago

Gefahr von Blitzeis: ADAC rät dazu, Auto stehenzulassen

Wenn Sie bei Blitzeis auf der Autobahn und auf mehrspurigen Straßen unterwegs sind, halten Sie möglichst die Spur, rät T-Online.de. Auf Überholmanöver sollten Sie bei diesen widrigen Witterungsbedingungen verzichten. Gleiches gilt auch für die Nutzung von wenig befahrenen Nebenstrecken. Diese werden oftmals erst später vom Streudienst befahren.

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Der ADAC geht sogar noch einen Schritt weiter und rät: „Wenn Sie unterwegs vom Eisregen überrascht werden, sollten Sie lieber eine Pause einlegen und im Zweifel auf den Streudienst warten.“ Der Grund für die Warnung des Automobilclubs: Bei richtigem Blitzeis helfen weder ABS noch ESP. Entsprechend wichtig ist es, dass der Winterreifen genug Restprofil hat.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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