Erhöhtes Unfallrisiko

Sicher durch den Herbst: Tipps für Autofahrer bei Nebel und Glätte

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    Susanne Herrenbrück
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Im Herbst steigt die Zahl der Verkehrsunfälle. Nebel und Glätte sind oft die Ursache. Wie Sie sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen, erfahren Sie hier.

Herbstwetter ist oft unbehaglich und stürmisch. Besonders Nebel und glatte Fahrbahnen können in der Herbstsaison zu einer erhöhten Anzahl von Verkehrsunfällen beitragen. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) treten schwere Verkehrsunfälle durch Nebel vorwiegend im letzten Vierteljahr auf.

Nebelbedingungen mit Sichtweiten unter 50 Meter werden laut dem Internetportal weather.com als gefährlich eingestuft. Ab diesem Punkt sollte man die Nebelschlussleuchte und die Nebelscheinwerfer einschalten. Allerdings unterschätzen viele Fahrer die Risiken. Es gibt jedoch einige Hinweise und Vorschriften, die bei schlechter Sicht für mehr Sicherheit sorgen können. Auch beim Einsatz des Fernlichts gilt es einiges zu beachten.

Nebel und Glätte auf der Straße: Erhöhtes Unfallrisiko

Spezifische Fahrweisen anderer Straßenbenutzer können die Geduld auf die Probe stellen und gelegentlich zu Verkehrsunfällen führen. Insbesondere Auffahrunfälle sind weit verbreitet und laut dem Automobil-Club Verkehr (ACV) zählen sie zu den häufigsten Unfallarten auf deutschen Straßen. Neue Vorschriften beim Führerschein sollen die Sicherheit auf Europas Straßen erhöhen.

Nebel und Glätte kann für Autofahrer gefährlich werden.

„Langsam fahren, Abstand halten und Licht an – so lauten die goldenen Regeln für den Herbst“, so Andreas Müller, Leiter der Abteilung Verkehr und Technik beim ADAC Südbaden, laut einer Pressemitteilung. Das Navigieren im Nebel erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Fokus. Um Autofahrern eine sichere Fahrt durch den Nebel zu gewährleisten, sollten sie die folgenden Richtlinien befolgen:

  • Vermeiden Sie Ablenkungen wie laute Musik oder Telefonate.
  • Passen Sie Ihre Geschwindigkeit an und halten Sie ausreichend Abstand. Eine einfache Regel lautet: Der Mindestabstand entspricht der Geschwindigkeit. Das bedeutet, bei einer Geschwindigkeit von 50 sollten Sie mindestens 50 Meter Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten.
  • Verzichten Sie auf Überholvorgänge.
  • Bei starkem Nebel ist es ratsam, sich am rechten Fahrbahnrand und den Leitpfosten zu orientieren.
  • Um besser sichtbar zu sein, sollten Autofahrer das Abblendlicht manuell aktivieren.
  • Schalten Sie regelmäßig die Scheibenwischer ein.
  • Reinigen Sie Ihre Scheinwerfer.
  • Bei anstrengenden Nebelfahrten ist es sinnvoll, eine Pause zu machen, wenn die Augen müde werden.
  • Quelle: ADAC, weather.com, ndr.de

Sicher durch den Herbst: Nebelschlussleuchte vs. Nebelscheinwerfer

Der ADAC weist auf strikte Regeln für den Einsatz der Nebelschlussleuchte hin. Fachleute betonen, dass diese nur bei Sichtweiten von weniger als 50 Metern aktiviert werden darf. Bei klarerer Sicht muss die Nebelschlussleuchte wieder deaktiviert werden, um zu vermeiden, dass die nachfolgenden Fahrzeuge geblendet werden. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld von 20 Euro geahndet werden.

Es besteht oft Verwirrung unter den Autofahrern in Bezug auf den Einsatz von Nebelscheinwerfern. Doch laut Paragraf 17 Absatz 3 der Straßenverkehrsordnung dürfen Nebelscheinwerfer immer dann aktiviert werden, wenn Nebel, Schneefall oder Regen die Sicht stark einschränken. Sobald sich die Sichtverhältnisse verbessern, sollten die Nebelscheinwerfer wieder ausgeschaltet werden.

Redakteurin Susanne Herrenbrück hat diesen Artikel verfasst und dabei auch Anwendungen genutzt, die auf künstlicher Intelligenz (KI) beruhen.

Rubriklistenbild: © DALL-E/Susanne Herrenbrück

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