Autofahrer stoppt Suff-Fahrt: „Würde ihn am liebsten ausbremsen“
VonSimon Mones
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Mit 2,6 Promille fuhr ein 41-Jähriger durch den Landkreis Osnabrück. Ein anderer Autofahrer beendete die Suff-Fahrt mit viel Zivilcourage.
Wer zu tief ins Glas geguckt hat, sollte nicht mehr Autofahren. Denn Alkohol beeinträchtigt die Fähigkeit ein Fahrzeug zuführen massiv. Nicht ohne Grund gibt es in Deutschland die 0,5-Promille-Grenze. Die Mehrheit der Bundesbürger spricht sich sogar dafür aus, diese auf null Promille zu senken. Warum das sinnvoll sein kann, zeigt ein Fall aus dem Landkreis Osnabrück. Dort stoppte ein mutiger Autofahrer die Suff-Fahrt eines 41-Jährigen.
Diese hielt sein Beifahrer auf Video fest, das die Polizei Osnabrück mit dem Notruf des Autofahrers auf Twitter teilte. Der Kleinwagen fiel dem Mann in der Gemeinde Badbergen auf und folgte dem Daihatsu auf die Bundesstraße 68 Richtung Quakenbrück.
Autofahrer stopp Suff-Fahrt: Schlüssel an roter Ampel gezogen
Unterwegs kam es immer wieder zu gefährlichen Situationen. So kollidierte die betrunkenen 41-Jährige mit seinem Kleinwagen beinahe mit einem Traktor. Zudem gerät er immer wieder in den Gegenverkehr. „Also ich würde ihn am liebsten ausbremsen, weil das geht gleich echt in die Hose“, hört man den Anrufer sagen.
Letztlich nutzte er eine rote Ampel, um den betrunken 41-Jährigen zu stoppen. „Aussteigen. Schlüssel abziehen, fertig”, hört man den verfolgenden Autofahrer im Video sagen. Und das macht er dann auch. Kurz darauf trifft dann die Polizei ein und stellt bei dem Daihatsu-Fahrer einen Wert von 2,6 Promille fest. Der Führerschein wurde beschlagnahmt.
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Der Vorfall hat sich laut dem Tweet der Polizei „neulich“ ereignet. Vermutlich am 10. Juni dieses Datum ist jedenfalls kurz in dem Video zusehen. „Danke an den Anrufer für die Zivilcourage!“, schreibt die Polizei Osnabrück auf Twitter. Eine Meinung, die auch die Twitter-Nutzer teilen:
Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
„Danke an den Anrufer, der das Schlimmste verhindern konnte.“
„So hätte ich auch gehandelt. Gibt halt nur wenige, die Arsch in der Hose haben und auch mal in der Not mit „anpacken“! Danke!“
„Kann auch gefährlich sein und dieser Idiot kann ausrasten. Aber besser als jemanden totzufahren. Danke für den Einsatz.“
„Wunderbar geklärt, Respekt! Ein wahrer Macher und kein Schnacker, Danke!“