Bio oder kein Bio

Diesel B7 und B0: Was ist der Unterschied zwischen den Kraftstoffen?

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Diesel gibt es sowohl als B7 als auch als B0-Variante. Doch wo liegt der Unterschied und was muss man beachten, wenn man die Kraftstoffe tankt.

Wer sein Auto tankt, hat an der Zapfsäule oft die Qual der Wahl: den Standard-Kraftstoff oder doch das Premium-Produkt der Tankstelle? Und dann gibt es ja noch verschiedenste Sorten an Sprit. Bei Benzin etwa Super E5 oder die günstigere Bio-Version E10. Beim Diesel haben Autofahrer die Auswahl zwischen B0 und B7. Doch was verbirgt sich hinter den Kürzeln und wo liegt überhaupt der Unterschied?

Grundsätzlich sind B0 und B7 das Diesel-Gegenstück zu Super E5 und E10. Der Bio-Kraftstoff für Benziner ist seit Ende 2010 in Deutschland erhältlich. Die ressourcensparende Dieselvariante B7 gibt es seit 2009 an den Tankstellen. Das B steht dabei für Bio-Kraftstoff.

Diesel B7 und B0: Was ist der Unterschied zwischen den Kraftstoffen?

Der Biodiesel wird erneuerbaren Quellen erzeugt, wie t-online.de berichtet. Dazu werden etwa Abfallstoffe aus der Landwirtschaft genutzt. So werden nicht nur die CO₂-Emissionen reduziert, sondern auch weniger Trinkwasser verschmutzt. Die Zahl weist dabei auf den Anteil des Biodiesels im Kraftstoff hin, dieser liegt bei sieben Prozent.

B7-Diesel ist für die Fahrzeuge unbedenklich.

Der B0-Diesel kommt hingegen ohne den Biozusatz aus. Dadurch ist er auch bei Temperaturen von bis zu -28 Grad einsetzbar. Er eignet sich also auch für härteste Einsatzbedingungen in der Landwirtschaft oder im Baugewerbe. Zeitgleich liefert er mehr Leistung, bei weniger Verbrauch.

Spritschleudern der Autogeschichte: 43,5 Liter auf 100 Kilometer

Ein Chevrolet Camaro.
Mit dem Camaro reagierte Chevrolet Ende 1966 auf den beleibten Ford Mustang. Das Muscle Car aus Detroit erwies sich mit dem V8-Motor und 7 Litern Hubraum jedoch als sehr durstig: Bis zu 43,5 Liter auf 100 Kilometern waren keine Seltenheit. © Chevrolet
Ein roter Lamborghini Countach.
Im Heck des ersten Lamborghini Countach verrichtete ein V12-Motor mit 5 Litern Hubraum seinen Dienst. Mit bis zu 33,5 Litern auf 100 Kilometern war der Sportwagen jedoch alles andere als sparsam. Die Neuauflage dürfte dank Hybrid-Antrieb deutlich weniger verbrauchen. © Thomas Zimmermann/Imago
Rolls Royce Corniche Cabrio Baujahr 1984
Der Rolls-Royce Corniche ist mit rund drei Tonnen wahrlich kein Leichtgewicht. Kein Wunder also, dass sich auch der V8-Motor mit 7 Litern Hubraum als Schluckspecht erwies. Bis zu 29 Liter gönnte sich der edle Brite auf 100 Kilometer. © Sebastian Geisler/Imago
Ein Dodge Charger.
Auch der Dodge Charger ist ein Klassiker der amerikanischen Automobil-Geschichte. Getreu dem Motto „Höher, schneller, weiter“ fällt auch sein Spritverbrauch üppig aus. Bei frühen Modellen waren bis zu 27 Liter auf 100 Kilometer möglich. © Panthermedia/Imago
Aston Martin Lagonda
Optisch kann man vom Aston Martin Lagonda halten, was man möchte. In Sachen Spritverbrauch zählt der Brite, mit bis zu 26,1 Liter auf 100 Kilometern, aber zu den durstigsten Autos, die jemals gebaut wurden.  © Tim Graham/Imago
Hummer H1
Der Hummer H1 wurde ursprünglich vom US-amerikanischen Militär-Herstellers AM General gebaut. Dieser verkaufte die Markenrechte schließlich an General Motors. So wuchtig wie der Geländewagen aussieht, war auch sein Verbrauch, der bei bis zu 24,5 Liter auf 100 Kilometer lag. Die Neuauflage des Klassikers ist im übrigen rein elektrisch unterwegs. © Sebastian Geisler/Imago
Bentley Arnage
Bis 2010 baute Bentley den 2,6 Tonnen schweren Arnage, auf dem auch die State Limousine der verstorbenen Königin Elisabeth II basierte. Mit dem größten Motor war ein Verbrauch von 24,2 Liter auf 100 Kilometer möglich.  © Sebastian Geisler/Imago
Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport L Edition Type 35
Der Bugatti Veyron war eines der ersten Autos mit Straßenzulassung, das mehr als 1000 PS unter der Haube hatte. Der Motor des „Super Sport“ leistete sogar 1.200 PS. Die Folge: ein Verbrauch von durchschnittlich 24,1 Litern auf 100 Kilometer. Innerorts sind sogar bis zu 37,2 Liter möglich. © Sebastian Geisler/Imago
Dodge Challenger RT
Neben dem Charger eroberte Dodge auch mit dem Challenger den US-Muscle-Car-Markt. Letztere zeigte sich mit einem Verbrauch von 23,5 Litern auf 100 Kilometer etwas „sparsamer“. © Andre Poling/Imago
Dodge Viper RT10
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Das gilt auch für Dodge, denn auch die Viper erweist sich als besonders durstig: bis zu 21,1 Liter auf 100 Kilometer waren möglich. Gebaut wurde der Sportwagen von 1992 bis 2017. © Eibner/Imago

Diesel B7 und B0: Regelmäßiger Ölwechsel wichtig

Dafür ist der B7-Kraftstoff die günstigere Option und kostet rund zehn Cent weniger als der B0-Diesel. Eine gesonderte Auszeichnung des B0-Kraftstoffs an den Tankstellen ist gesetzlich jedoch nicht vorgesehen. An vielen Zapfhähnen findet sich jedoch ein Hinweis darauf, dass es sich um B7-Diesel handelt.

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Anders als reiner Biodiesel ist das B7-Gemisch für alle Fahrzeuge unbedenklich. Allerdings sollten Autofahrer auf einen regelmäßigen Ölwechsel achten, da der zugesetzte Biokraftstoff die Schmierfähigkeit des Motoröls verringert. Wer sich aber an die Intervalle für die Inspektion hält, braucht sich keine Sorgen zu machen.

Rubriklistenbild: © Manfred Segerer/Imago

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