Pflegeleicht und anspruchslos

Winterharte Stauden für Kübel: In der Sonne und im Schatten – so bekommen Sie Ihre Stauden durch die kalte Jahreszeit

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Stauden sehen die meisten nur im Garten, auf dem Balkon sind die Pflanzen aber genauso eine wunderbare Ergänzung. Sie sind anspruchslos und oft winterhart.

Putlitz – Aus dem Garten sind winterharte Stauden nicht wegzudenken, von einem Staudengarten träumen viele. Aber auch den Balkon verwandeln die Gartenpflanzen im Winter in eine bunte und blühende Landschaft – auch im Winter. Manche Sorten wachsen niedrig und sind immergrün, einige lieben den Schatten, andere sind ausschließlich für sonnige Standorte geeignet. Sie passen sich also perfekt an den meist beschränkten Balkonplatz an.

BezeichnungStaudengewächse
Art der PflanzenAusdauernde, krautige Pflanzen
Überdauernsspanne von StaudenIn der Regel mehrere Jahre
Staude des Jahres 2024Blutweiderich
Vegetationsgebiete, in denen Stauden nicht vorkommenKeine
Extrem giftige StaudenEinige - unter anderem Fingerhut, Eisenhut oder Bilsenkraut

Einige Stauden blühen auch im Winter: Die Übersicht

Wer es pflegeleicht und ganzjährig grün haben möchte, der kauft am besten winterharte mehrjährige Stauden. Darunter fallen zum Beispiel auch Polsterstauden und Bodendecker-Stauden. Folgende Staudengewächse passen gut auf den Balkon:

  • Gelber Sonnenhut
  • Glockenblume
  • Christrose
  • Pfingstrose
  • Katzenminze
  • Kugeldistel
  • Kaukasusvergissmeinnicht
  • Herbst-Astern
  • Küchenschelle
  • Farne
  • Polsterphlox

Grundsätzlich unterscheiden Gärtnerinnen und Gärtner Stauden in sonnenliebend, schattenverträglich und schattenliebend. Winterharte Stauden für sonnige Standorte sind zum Beispiel der gelbe Sonnenhut und der Polsterphlox. Ebenso der Polsterphlox, der niedrig bleibt und es sonnig mag. Winterharte Stauden, wie die immergrüne Christrose, stehen hingegen am liebsten in einem Gemisch aus Sonne und Schatten. Farne bevorzugen den Schatten und kommen auch mit entsprechender Feuchtigkeit gut zurecht. Vor dem Pflanzen muss also klar sein, ob es sich um Schattenpflanzen oder Sonnenliebhaber handelt.

Stauden können auch im Winter ihre Blütenpracht entfachen

Stauden, die ganzjährig blühend sind, gibt es nicht. Wohl aber Gärtnerinnen und Gärtner, die die Staudenarten geschickt mischen und so das ganze Jahr über blühende Pflanzen auf dem Balkon haben. Denn auch bei Stauden blühen die meisten im Sommer, ein paar Ausnahmen gibt es aber doch. So spielt auch die Gartenpflege im Frühling eine große Rolle. Dann nämlich startet zum Beispiel die Blütezeit der Bergenien, Küchenschellen und Elfenblumen. Im Sommer übernimmt dann der Großteil der Stauden wie die Sorten Gelber Sonnenhut, Schafgarbe oder die Katzenminze.

Beliebte Staude: Die Christrose blüht auch im Winter (Symbolbild).

Beginnt der Herbst, zeigen dann blaue Herbst-Astern, weiße Herbst-Anemone, Fetthenne oder die Silberkerze, wie schön ihre Blüten sind. Astern haben sogar einen Platz in der Literatur bekommen. Gottfried Benn (70, † 1956), geboren in Mansfeld in Brandenburg, schrieb über sie das expressionistische Gedicht „Kleine Aster“. Die weißen und blauen Stauden sehen besonders gut nebeneinander im Kübel aus. Winterharte Stauden, die in den kalten Monaten blühen, sind zum Beispiel folgende:

  • Christrosen
  • Kaschmir-Bergenien
  • Golderdbeere
  • Woll-Ziest
  • Palmlilie
  • Elfenblume

Bodendecker, wie die Elfenblume, sehen dabei nicht nur schön aus, sondern sind auch gut gegen Unkraut und wachsen niedrig. Aber Vorsicht: Einige Sorten sind immergrün und breiten sich schnell aus, Balkonfreunde müssen den niedrigen Bodendecker auf dem Balkon gut in Schach halten. Winterharte Stauden für sonnige Standorte sind zum Beispiel der Woll-Ziest oder der gelbe Sonnenhut.

Auch Stauden benötigen zum Wachstum von Zeit zu Zeit Pflege

Stauden sind sehr genügsam, kommen meist mit wenig Wasser und trockenen Böden gut zurecht und brauchen selten einen Rückschnitt. Aber ein klein wenig Aufmerksamkeit fordern blühende und hohe Stauden sowie Bodendecker und niedrig wachsende, winterharte Stauden von Zeit zu Zeit doch.

Natürliche Schönheit im eigenen Garten: Ideen für einen blühenden Präriegarten mit Stauden

Riesen-Steppenkerze (Eremurus robustus)
Die Riesen-Steppenkerze zeigt im Hochsommer ihre schönen Blütenkerzen. Eine Augen- und eine Bienenweide. © imagebroker/Imago
Blühender Zierlauch
Die meisten Zierlauch-Arten (Allium) mit ihren riesigen Blütenköpfen lieben einen sehr sonnigen Standort, der auch eher trocken sein sollte. © IMAGO/bodenseebilder.de
Gelbe Taglilien (Hemerocallis) an Zaun
Je mehr Sonne sie bekommen, desto mehr prachtvolle Blüten bilden die Taglilien, die es in unzähligen Sorten gibt. © Design Pics Editorial/Imago
Steppensalbei (Salvia nemorosa)
Als Solitär wirkt der Steppensalbei etwas unscheinbar, aber in der Gruppe gepflanzt ist er ein Hingucker und eine exzellente Bienenstaude. Ideal für steinige Böden. © blickwinkel/Imago
Prachtkerze (Gaura lindheimeri)
Die Prachtkerze blüht an einem sonnigen, nährstoffreichen Standort bis Oktober. © agefotostock/Imago
Kompasspflanze (Silphium laciniatum)
In den Prärien Nordamerikas zeigte die Kompasspflanze den Ureinwohnern die Himmelsrichtung an: Die Blattspitzen stehen in der Regel in Nord-Süd-Richtung. © Shotshop/Imago
Ährige Prachtscharte (Liatris spicata)
Die Ährige Prachtscharte akzeptiert fast alles, nur keine Staunässe. © IMAGO/McPHOTO
Blüte der Nachtkerze
Die Nachtkerze bevorzugt sandig-lehmige Böden. In der Dämmerung entfaltet sie innerhalb von wenigen Minuten ihre Blüten mit intensivem Duft. © Shotshop/Imago
Blausternbusch (Amsonia tabernaemontana)
Der Blausternbusch blüht im Frühsommer himmelblau bis weiß, benötigt aber etwas Zeit, um seine volle Schönheit zu entfalten. © agefotostock/Imago
Teppich-Phlox (Phlox subulata)
In der Masse klasse: Der flachwüchsige Teppich-Phlox ist ein sonnenverwöhnter Bodendecker für steinige Bereiche. © Panthermedia/Imago

Wann sehen Sie Stauden am liebsten beim Blühen zu? Stimmen Sie ab!

Laut Norddeutschem Rundfunk (NDR) ist das wachstumsanregende regelmäßige Teilen der Stauden ein wichtiger Bestandteil ihrer Pflege. Stauden, die bereits im Frühling blühen, sollten erst nach ihrer Blütezeit geteilt werden; Sommer- und Herbstblüher schon im Frühjahr. Für die Teilung die Stauden vorsichtig aus dem Kübel oder Topf lösen und die Wurzeln der Pflanze möglichst wenig verletzen. Den Wurzelballen abschütteln und dann in zwei bis drei etwa tennisballgroße Stücke mit Blättern und Knospen teilen – wenn das nicht von alleine geht, darf ruhig ein Messer helfen.

Die vertrockneten Pflanzenteile in der Mitte sollten Balkonbesitzer anschließend herausschneiden und auf dem Kompost entsorgen. Die Stauden sollten dann schnell wieder zurück in den Kübel, brauchen eine große Portion Wasser und wachsen dann prächtig weiter. Einmal im Jahr brauchen die Stauden dann einen kleinen Rückschnitt. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) rät, diesen im Frühjahr vorzunehmen: Dann seien die Insekten in den Halmen geschlüpft – die alten Halme können weg.

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke/dpa-tmn

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