Wettervorhersage mal anders

Schneereicher Winter 2023/24? Diese Bauernregeln liegen häufig erstaunlich richtig

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Wer kennt sie nicht, die Bauernregeln unserer Großeltern? Basierend auf Beobachtungen sagen sie das langfristige Wetter erstaunlich zutreffend voraus. Für den Winter 2023/24 haben Bauernregeln eine ganz besondere Vorhersage:

Die meisten Bauernregeln haben einen wahren Kern, denn sie geben nicht nur Auskunft über das Wetter, sondern auch dessen Konsequenzen für die Landwirtschaft. Deshalb waren sie für die Menschen vor der Zeit von TV-Wetterbericht und Wetter-Apps besonders wichtig. Schließlich hing vom Wetter oft auch die Grundlage der Nahrungsbeschaffung der nächsten Monate ab. Wie der Winter 2023 wird, wollen uns die Bauernregeln für Oktober sagen:

  • „Hilft der Oktober nicht mit Sonne, so hat der Winter keine Wonne.“
  • „Ist der Oktober freundlich und mild, ist der März rau und wild!“
  • „Bringt der Oktober viel Regen, ist´s für die Felder ein Segen.“

     „Warmer Oktober bringt fürwahr uns sehr kalten Februar.“
  • „Im Oktober der Nebel viel, bringt im Winter der Flocken Spiel.“

Was bedeuten die Bauernregeln für Oktober für die kalte Jahreszeit?

Ein besonders zuverlässiger Faktor für die Winter-Wettervorhersage schien damals der Nebel im Oktober gewesen zu sein. „Im Oktober der Nebel viel, bringt im Winter der Flocken Spiel.“ , was bedeuten soll, dass es im Winter viel schneit, wenn es im Oktober besonders oft nebelig gewesen ist. Langjährige Daten bestätigen das mit einer etwa 60-prozentigen Wahrscheinlichkeit. Und so geht es den Wetterforschern mit vielen Bauernregeln.

Diese Regel steht auch im Zusammenhang mit anderen Bauernregeln, die nach einem warmen und sonnigen Oktober einen kalten Winter versprechen. Während der Hochdrucklagen im Oktober gibt es morgens oft Nebelfelder, womit sich der Kreis wieder schließt. Grundsätzlich lässt sich also durchaus sagen, dass die Wetterbeobachtungen im Oktober, Schlüsse auf den anstehenden Winter zuließen. Wie das Wetter laut modernen Methoden der Wettervorhersage wird, weiß HEIDELBERG24.

„Bringt Oktober Frost und Wind, wird der Januar gelind“

Natürlich hofften die Menschen früher immer auf einen möglichst milden Winter, denn diese Zeit war von Entbehrungen durch Kälte und ein schlechtes Nahrungsangebot geprägt. Oft ist das Wetter im Oktober gegenteilig zum Januar. Ist es nämlich im Oktober kalt, sodass sogar schon in tiefen Lagen nasser Schnee fällt, dann folgt mit großer Wahrscheinlichkeit ein milder Januar. In 83 Prozent der Fälle schneit es dann im Januar wenig. Wie das Wechselwetter im Oktober 2023 wird, können Sie hier nachlesen.

Unglaublich, dass die Menschen sich das damals anhand von Bauernregeln erschlossen. Eine weitere Oktoberregel macht die gleiche Vorhersage: „Wenn‘s im Oktober friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit“. Viele Oktoberregeln sagen etwas über die zu erwartende Winterwitterung. Und es ist erstaunlich: Auch nach heutigen Berechnungen zieht ein Oktober, in dem die Mitteltemperatur mindestens 1,5 Grad unter dem Durchschnitt liegt, in zwei von drei Jahren einen milden Januar nach sich.

Bauernregeln sind oft erstaunlich genau, jedoch auch immer regional

Früher galten Bauernregeln für Wettervorhersagen eher als unzuverlässig. Durch aktuelle Forschungen stellte sich jedoch heraus, dass viele Bauernregeln tatsächlich sehr zuverlässig sind. Allerdings sind sie auch immer regional unterschiedlich. Sie gelten logischerweise dort, wo sie entstanden sind. Das heißt zum Beispiel, dass eine Bauernregel aus einer Region in Süddeutschland dort oft stimmt, in einem Gebiet in Norddeutschland jedoch überhaupt nicht gilt.

Bauernregeln für die Wettervoraussage gibt es für alle Monate des Jahres. Die Fachhochschule Münster hat sich die Mühe gemacht und dazu eine Sammlung zusammengestellt. Diese ist unter Bauernregeln (nach Monaten sortiert) zu finden. Wie warm der Winter 2023 wird, ist in unserem Artikel „Warm, wärmer, Winter 2023 – kippt Warmwasserblase unser Wetter?“ nachzulesen (khei).

Rubriklistenbild: © Wolfram Weber/IMAGO

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