Rindenmulch, Grasschnitt & Co.

Beete mulchen – ja oder nein? In diesen Fällen profitieren Ihre Pflanzen von der Bodenabdeckung

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Mulch eignet sich nicht nur, um lästiges Unkraut in Schach zu halten. Ihre Gartenpflanzen profitieren noch von weiteren Vorteilen – solange Sie es richtig machen.

Mulch wird im Garten als Bodenabdeckung eingesetzt – und das nicht nur aus optischen Gründen. Die Bodenabdeckung bietet zahlreiche nützliche Vorteile, die sich aus der Wahl des jeweiligen Mulchmaterials ergeben.

Warum sollte ich meine Beete mulchen?

Mulch schützt die Pflanzen zum einen vor starken Witterungseinflüssen wie Sonne, Wind, Starkregen oder Frost im Winter. Zum anderen versorgt er den Boden mit wertvollen Nährstoffen. Gleichzeitig wird Unkraut ein Riegel vorgeschoben. Daraus ergeben sich zahlreiche Vorteile für Ihren Garten:

Rindenmulch schützt die Pflanzen im Beet vor Trockenheit.
  • Schutz vor Bodenerosion: Wer seine Beetpflanzen mit Mulch abdeckt, verhindert, dass die wertvolle Erde nicht vom Wind verweht oder vom Regen weggespült wird.
  • Schutz vor dem Austrocknen: Die Mulchschicht hält den Boden kühl und feucht, bietet so bei Hitze einen hervorragenden Schutz vor dem Austrocknen.
  • Schutz vor Frost: Unerwarteter Schnee und Kälteeinbrüche im Frühjahr können empfindlichen Pflanzen nichts anhaben, denn der Mulch hält sie warm.
  • Mulchen verbessert den Boden. Die Qualität Ihres Bodens erkennen Sie übrigens auch an einem Unkraut.
  • Das Wachstum der Pflanze wird durch Mulchen angeregt.
  • Die Ernte fällt üppiger aus.
  • Mulch verhindert das Wachstum von Unkraut – jäten wird so überflüssig und Ihr Garten insgesamt pflegeleichter.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © Alona Antoniadis via www.imago-images.de
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Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © Mar via www.imago-images.de
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Monkey Business 2 via www.imago-images.de
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Kateryna Kolesnyk via www.imago-images.de
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Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imageBROKER/O. Diez via www.imago-images.de
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Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Erich Teister
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Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © IMAGO/Ashley Corbin-Teich
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Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss via www.imago-images.de
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Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © -
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Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © IMAGO/TSpider

Grasschnitt, Rindenmulch oder Stroh: Womit kann ich meine Beete mulchen?

Nicht jedes Mulchmaterial eignet sich für jeden Zweck, deshalb sollten Sie das Material dem gewünschten Effekt anpassen:

  • Rasenschnitt ist zum Mulchen sehr beliebt. Der enthaltende Stickstoff und Kalium liefern allen Pflanzen wertvolle Nährstoffe, wie etwa Gemüsepflänzchen oder auch Hecken. Achten Sie jedoch darauf, das Gras vorher etwas anzutrocknen und nur eine dünne Schicht aufzutragen – sonst droht Fäulnis oder es macht sich Schimmel breit. Auch Rasen kann mit übrigem Rasenschnitt nach dem Mähen gleich gemulcht werden.
  • Außerdem eignet sich Rindenmulch hervorragend zum Mulchen, etwa von Bäumen und Sträuchern. Die leicht harzig riechenden Rindenteile werden vor allem zum Anlegen von pflegeleichten Beeten verwendet. Riecht der Mulch dagegen säuerlich oder schwefelig, ist er verdorben und sollte keinesfalls ausgebracht werden – sonst schadet er den Pflanzen.
  • Die rotbraune Pinienrinde wird dagegen gerne für Gartenwege, unter Bäumen, Sträuchern oder für Kübelpflanzen eingesetzt. Pinien-Rindenmulch ist nicht nur ein hervorragender Nährstofflieferant, sondern verbessert auch die Bodenstruktur und hemmt Unkraut.
  • Erdbeeren werden nach der Blüte mit trockenem Stroh gemulcht. Das soll verhindern, dass die Früchte schimmeln und soll Schnecken aus dem Beet fern halten. Stroh wird aber auch zur besseren Belüftung unter Gurken, Zucchini und Tomaten ausgelegt.
  • Für reiche Ernte im Gemüsebeet soll spezielles Mulchpapier aus Maisstärke sorgen, das im Handel erhältlich ist. Dieses erhöht die Temperatur im Boden, was besonders wärmeliebenden Pflanzen zu Gute kommt.

Als Pflanzendünger eignet sich übrigens nicht nur Rasenschnitt, sondern auch andere natürliche Hausmittel wie Kaffeesatz. (as)

Rubriklistenbild: © PantherMedia/Imago

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