- VonStefanie Lipfertschließen
Nun ist es offiziell: Edeka bestätigt die Zusammenarbeit mit Payback ab dem 1. März 2025. Bis Februar 2024 allerdings können Kunden die Deutschlandcard im vollen Umfang nutzen.
Kassel - Kunden der Supermarkt-Kette Edeka können sich 2025 auf Veränderungen freuen: Deutschlands größter Lebensmittelhändler steigt ab März 2025 bei Payback ein und tritt somit in die Fußstapfen der Supermarktkette Rewe. Aktuell ist Edeka noch Partner der Deutschlandcard. Mit über 11.000 Märkten ist Edeka der größte Einzelhändler für Lebensmittel in Deutschland. Somit können Kunden ab 2025 im Edeka, Netto, sowie Marktkauf Punkte sammeln.
Edeka bestätigt Zusammenarbeit mit Payback:
Zum 1. März 2025 wird Edeka Partner des Kundenbindungsprogramm Payback. Dies bestätigte die Lebensmittelkette am Donnerstag (24. August). Aktuell können Rewe-Kunden das Treueprogramm beim Einkaufen in Anspruch nehmen, 2024 endet nach Angaben der Lebensmittel Zeitung jedoch die Zusammenarbeit zwischen Rewe und Payback. Anfang des Jahres hat die Supermarktkette die Trennung von Payback offiziell gemacht. Mit mehr als 3500 Märkten ist Rewe der zweitgrößte Einzelhändler für Lebensmittel.
Rewe kooperierte seit 2014 mit dem bekannten Punkte-Sammelsystem. Der Discounter Penny, der zur Rewe-Group gehört, trat Payback 2018 bei. Nach Ende der Zusammenarbeit mit Payback will Rewe ein eigenes Kundenbindungsprogramm aufbauen. Somit habe das Unternehmen einen viel direkteren Zugriff auf Kundendaten. Auch die Möglichkeiten für eine Individualisierung der Angebote könne so generiert werden.
Paypack
Deutschlands größtes und beliebtestes Bonusprogramm Payback gibt es in Deutschland seit dem Jahr 2000. Die Karte wird während des Einkaufens beim Bezahlvorgang an der Kasse vorgelegt. Auf die Kaufsumme erhält der Kunde einen Bonus in Form von Punkten auf seinem Punktekonto gutgeschrieben. Das Bonusprogramm Payback können Kunden bei rund 680 Partnerunternehmen bei Einkäufen Punkte sammeln und durch das Einlösen dieser Punkte bei späteren Einkäufen Geld sparen. Die Deutschlandcard funktioniert nach demselben Prinzip.
(Quelle: Payback, Handelsblatt.de)
Kooperation zwischen Edeka und Payback ab 2025: Zusammenarbeit mit Deutschlandcard endet
Laut Lebensmittel Zeitung beendet Edeka die Zusammenarbeit mit dem Bonus-Partner Deutschlandcard, mit dem die Supermarkt-Kette seit 2008 zusammenarbeitet. Bis Ende Februar sollen noch alle Funktionen und Services der Deutschlandcard in vollem Umfang unterstützt werden, teilt das Unternehmen mit.
Edeka betont, dass der Einstieg bei Payback für die Kunden vielfältige Vorteile bringe. Somit würden ab März 2025 Edeka-, Netto- und Marktkauf-Kunden von dem Punktesystem profitieren. Auch rund 3500 selbstständige Edeka-Kaufleute würden von der hohen Reichweite und den Leistungen des Programms Profit erzielen.
Bonusprogramme im Supermarkt: Discounter zielen auf eigene Treueprogramme ab
Neben Payback und der Deutschlandcard nutzen Discounter wie Lidl die Lidl-Card sowie Kaufland die Kaufland-Card als eigene Programme. Laut einer Studie des Datendienstleisters Smahggle, die der Lebensmittelzeitung vorliegt, nehmen 50,1 Prozent aller Kunden an einem oder mehreren Bonusprogrammen im Lebensmittelhandel teil.
Eine Analyse von Hunderttausenden Kassenbons zeigt: Punkte sammeln hat beim Lebensmittelkauf wenig Nutzen. In einer Auswertung, die das Unternehmen Smhaggle exklusiv für das Handelsblatt im März durchgeführt hat, wurden fast 500.000 Kassenbons ausgewertet. Bei der Analyse wurde untersucht, wie viel die Nutzer eines Vorteilsprogramms in den ersten sieben Wochen des Jahres 2023 im Schnitt eingespart haben - dies wurde bezogen auf die gesamten Lebensmitteleinkäufe bei acht großen Händlern.
Nach Angaben des Handelsblatts schneide in der Untersuchung die Deutschlandcard, am schlechtesten ab. Kunden haben mit dieser eine Ersparnis von lediglich 0,14 Prozent. Die Ersparnis durch Payback liege laut Smhaggle nicht viel höher. Kunden würden beim Lebensmittelkauf auf eine Ersparnis von 0,39 Prozent kommen. Auch kamen die Datenexperten zu dem Schluss, dass durch den reinen Preisvergleich erheblich höhere Einsparpotenziale realisiert werden könnten. (sli)
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