Digitale Einreisekontrollen

Beliebtes Urlaubsziel der Deutschen – Einreise-Änderung betrifft ab Mai alle Touristen

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Thailand modernisiert ab Mai 2025 seine Einreiseverfahren: Das TM6-Formular wird unverzichtbar. Es zielt darauf ab, die Sicherheit zu erhöhen und die Abfertigung zu beschleunigen.

München – Thailand führt zum 1. Mai 2025 ein neues digitales Einreiseformular ein. Wie die Bangkok Post berichtet, wird das sogenannte TM6-Formular für alle ausländischen Reisenden verpflichtend. Das neue System ersetzt das bislang verwendete Papierdokument, das 2024 vorübergehend ausgesetzt wurde. Ziel dieser Umstellung ist es, die Sicherheit im Land zu verbessern und die Einreisekontrollen effizienter zu gestalten.

Digitale Einreisekontrollen werden Pflicht: Mit dieser Maßnahme will Thailand nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch eine effizientere Abwicklung der Einreiseprozesse sicherstellen.

Thailand setzt auf digitale Einreisekontrollen: Erleichterung für Touristen oder zusätzliche Hürde?

Das TM6-Formular diente bereits vor und während der Corona-Pandemie zur Erfassung der Reisedaten von Touristen. Ursprünglich wurde es in Papierform während des Fluges verteilt und bei der Einreise abgegeben. Um die touristische Erholung nach der Pandemie zu fördern, setzte die thailändische Regierung das Dokument im Jahr 2024 aus. Doch nun kehrt es zurück – in digitaler Form. Laut dem Branchenportal Travelbook soll das Online-Formular dazu beitragen, Touristen besser nachverfolgen zu können und die Sicherheitsmaßnahmen zu optimieren.

Die Neuerung betrifft alle ausländischen Besucher Thailands, unabhängig davon, ob sie mit dem Flugzeug, dem Schiff oder auf dem Landweg einreisen. Das digitale TM6-Formular erfordert die Angabe persönlicher Daten, der Flugnummer sowie Details zum Aufenthaltsort und zur Dauer des Besuchs. Diese Informationen sollen die thailändischen Behörden dabei unterstützen, Touristenströme besser zu überwachen und im Bedarfsfall schneller reagieren zu können. In Frankreich oder Italien greift man mittlerweile zu ganz anderen Maßnahmen, um den Urlauberströmen Herr zu werden.

Pflicht für alle Einreisenden: Herausforderungen bei der Einführung erwartet

Die Einführung eines digitalen Systems ist nicht ohne Herausforderungen. Es wird erwartet, dass es eine gewisse Zeit dauert, bis das System reibungslos funktioniert. Deshalb plant die thailändische Regierung im Januar 2025 ein Treffen mit relevanten Akteuren – darunter das Außenministerium, die thailändische Fremdenverkehrsbehörde, Fluggesellschaften, Hotels und Reisebüros. Ziel sei es, alle Beteiligten mit dem Verfahren vertraut zu machen und mögliche Probleme frühzeitig zu identifizieren.

Ein weiterer Aspekt, der im Zusammenhang mit dem digitalen TM6-Formular diskutiert wird, ist die geplante Tourismusgebühr von 300 Baht, rund 8,50 Euro. Eine anonyme Quelle aus dem thailändischen Ministerium erklärte gegenüber der Bangkok Post, dass die Priorität aktuell auf der Einführung des digitalen Systems liege. Daher könnte sich die Umsetzung der Gebühr weiter verzögern. Eine offizielle Bestätigung durch die Regierung steht jedoch noch aus.

„Destination Dupes“: Exotische Reiseziele und ihre Doppelgänger in Europa

Doubtful Sound in Neuseeland
Weitläufige Strände, mystische Wälder, schneebedeckte Gipfel und imposante Fjorde: Neuseeland ist ein Traumziel vieler Touristen – wenn die Reise dorthin nicht mindestens einen Tag brauchen würde. Wer beeindruckende Berge, Wasserfälle und Meeresarme sehen möchte, wird jedoch auch in Europa fündig… © Zoonar/Imago
Geirangerfjord in Norwegen
... und zwar in Norwegen. Das Land der Fjorde ist eine willkommene Alternative für alle, die keine Hitze vertragen und unterwegs sehr viele atemberaubende Landschaften erleben wollen. Der Geirangerfjord gehört zu den bekanntesten des Landes und zählt zum Unesco-Weltnaturerbe. Ein Flug nach Oslo oder Bergen dauert je nach Abflughafen in Deutschland nur zwischen 1,5 und 2,5 Stunden. © Dreamstime/Imago
Weißer Sand und Palmen an einem Strand in der Karibik
Um vom Alltag abzuschalten, träumen sich viele Menschen an die weißen Sandstrände der Karibik. Aber auch hier gibt es traumhafte Zwillinge in Europa. Allen voran in... © Panthermedia/Imago
Luftaufnahme vom Strand La Pelosa auf Sardinien
Sardinien. Die italienische Insel verfügt über zahlreiche paradiesische Sandstrande, beispielsweise der La Pelosa (s. Bild) im Nordwesten. Aber auch die Cala Mariolu, die Cala Goloritzè oder Is Arutas machen durch ihre Schönheit von sich reden.  © Pond5Images/Imago
Zhangjiajie
Der Zhangjiajie Nationalpark in der chinesischen Region Hunan gehört zu den beeindruckendsten Schauplätzen des Landes. Besonders faszinierend sind seine Quarzit-Felsformationen, die teilweise über 200 Meter hoch aufragen. Kaum verwunderlich, dass die Region seit 1992 zum Unesco-Weltnaturerbe zählt.  © Panthermedia/Imago
Basteibrücke und Felsformationen in der Sächsischen Schweiz
Glücklicherweise findet sich jedoch gar nicht so weit entfernt eine Alternative, die sich sehen lassen kann: das Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz. Ein Highlight ist die Basteibrücke, die sich auf über 70 Metern Länge durch die Felsformationen zieht.  © Dreamstime/Imago
Zwölf Apostel in Australien
In Australien gibt es einige faszinierende Landschaften und Naturdenkmäler – das Great Barrier Reef, der Uluru oder der Lake Eyre. Auch die sogenannten „Zwölf Apostel“ im Südosten des Kontinents sind ein begehrtes Postkartenmotiv. Die Kalksteinsäulen ragen etwa 60 Meter hoch aus dem Wasser und waren einst über Klippen mit dem Festland verbunden. © Depositphotos/Imago
Ponta da Piedade an der Algarve
Ein ähnlicher Anblick bietet sich aber gar nicht so weit entfernt in Portugal. Die Algarve ist ein beliebtes Urlaubsziel, in dem es nur wo von markanten Felsformationen vor türkisblauem Wasser wimmelt. Ein Beispiel dafür ist die Ponta da Piedade (s. Bild), eine Landzunge, die von einigen schönen Stränden und Buchten umgeben ist. © YAY Images/Imago
Strand auf Phuket in Thailand
Thailand gehört ebenfalls zu den gefragtesten Fernreisezielen überhaupt. Paradiesische Strände, üppige Vegetation – und auch die günstigen Preise vor Ort – lassen viele Urlauber aufhorchen.  © Bruno Coelho/Imago
Lumi i Shales in Albanien
Wenn es nicht ganz so weit sein muss, dann sollten Sie sich aber den Fluss Shala (Lumi i Shales) nicht entgehen lassen – er wird von vielen Besuchern gerne als das „Thailand Albaniens“ bezeichnet. Der Grund dafür ist das kristallklare Wasser sowie die umliegenden Felsformationen und prächtigen Wälder. © Depositphotos/Imago

Urlauber, die ab Mai 2025 nach Thailand reisen, sollten sich rechtzeitig, neben den thailändischen Regenzeiten, mit dem neuen digitalen TM6-Formular vertraut machen. Wichtig ist, das Formular vor der Einreise auszufüllen, um Verzögerungen an der Grenze zu vermeiden. Die genauen Details zur Anmeldung und zur digitalen Plattform werden voraussichtlich in den kommenden Monaten von den thailändischen Behörden bekannt gegeben. Einen ähnlichen Schritt wie Thailand geht das beliebte Urlaubsreiseziel Kroatien. Dies führt in diesem Jahr die E-Vignette, eine digitales Mautsystem, ein. (ls)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Guido Schiefer

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