22 Produkte im Test

Wundschutzcreme für Babys im Öko-Test: Krebserregende Stoffe gefunden

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Wundschutzcremes für Babys werden oft genutzt, aber nicht alle sind empfehlenswert. Öko-Test hat gefährliche Stoffe in einigen bekannten Produkten gefunden.

Das eigene Baby ist wohl das größte Glück für junge Familien. Doch es bringt auch viele Herausforderungen mit sich. Woran die meisten Menschen in Heilbronn nun wohl denken? Schlaflose Nächte, neue Situationen und humorvoll gesehen: das Wechseln der Windeln. Doch es wird schnell zum festen Bestandteil des Alltags, die richtigen Mittel von Windeln bis Wundschutzcremes für Babys sind wichtig. Letzteres hat Öko-Test untersucht und festgestellt: Die Wundschutzcreme für Babys schützt nicht immer. Im Gegenteil: Sie kann auch gefährlich sein!

Im Öko-Test: Wundschutzcreme für Babys

Das Verbrauchermagazin hat 22 Wundschutzcremes für Babys unter die Lupe genommen. Neun davon sind zertifizierte Naturkosmetik, doch sind diese Produkte auch gleich besser? Neben der umweltfreundlichen Verpackung stehen vor allem gefährliche Inhaltsstoffe im Fokus von Öko-Test. Umstrittene PEG-Derivate, das hormonaktive Antioxidan Butylhydroxytoluol (BHT) und problematische Stoffe wie halogenorganische Verbindungen sowie allergieauslösende Duftstoffe.

Ein weiterer Aspekt: Steckt in den Wundschutzcremes mit Paraffinen auch MOAH, also aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe? Und wenn ja: Wie hoch ist der Anteil? MOAH gelten immerhin als krebserregend und gehören nicht an den Baby-Popo. Für das Endergebnis gab es auch Notenabzüge, wie Öko-Test in der aktuellen Ausgabe (03/23) schreibt, „für Fette aus Erdöl, besonders bedenkliche Mineralölrückstände, Parfüm und ein umstrittenes Antioxidans“. Klingt erstmal nicht gut, aber wie fällt das Ergebnis aus?

Wundschutzcreme für Babys: Drei bekannte Marken fallen gnadenlos durch den Öko-Test

Wundschutzcreme soll Rötungen und Irritationen der Haut im Windelbereich beruhigen, ohne die Gesundheit des Babys zu gefährden. 14 Produkte machen das „sehr gut“, wie das Ergebnis von Öko-Test zeigt. Die neun zertifizierten Naturkosmetik-Produkte liegen alle im Bereich „sehr gut“ und „gut“. Drei Wundschutzcremes fallen jedoch durch den Test, darunter auch sehr bekannte Cremes.

  • „Kaufmanns Haut- und Kinder-Creme“ von Kaufmann – Urteil im Öko-Test: mangelhaft
  • „Penaten Creme“ von Johnson & Johnson – Urteil im Öko-Test: mangelhaft
  • „Nivea Baby Pure & Sensitive Intensiv-Creme“ von Beiersdorf – Urteil im Öko-Test: ungenügend
  • Das komplette Test-Ergebnis für Baby-Wundschutzcreme gibt es bei Öko-Test hinter der Bezahlschranke.

MOAH, Paraffine und beim Testverlierer, der „Nivea Baby Pure & Sensitive Intensiv-Creme“, auch noch BHT – über diese Wundschutzcremes freut sich kein Baby-Popo. Das Ergebnis für dieses Produkt fällt entsprechend vernichtend aus, ähnlich wie es beim Ketchup von Heinz im Stiftung Warentest lief. Auch auffällig: Die „Penaten Creme“ ist bereits zuvor durch den Test gefallen, wie im Video oben zu sehen ist.

Parfümierte Wundschutzcreme für Babys? Unnötiges Risiko

Wichtig ist hingegen der Wirkstoff Zinkoxid, eine mineralische Verbindung, die eine Barriere bildet und den Baby-Hintern vor den Reizstoffen schützt, die in der Windel landen. Hinzu kommt, dass es die Wundheilung fördert und Feuchtigkeit bindet. Alles gute Eigenschaften, für die es weder MOAH noch Paraffine braucht.

Dass Bio-Produkte nicht immer gut abschneiden, hat der Paranuss-Test von Öko-Test gezeigt. Auch bei den Wundschutzcremes für Babys bieten vier der neun Naturkosmetik-Hersteller parfümierte Produkte an, obwohl es dazu kaum Anlass gibt. Für Eltern dürfte das Testergebnis aber kaum Grund zur Sorge sein, denn: Öko-Test zeigt auch, dass es ausreichend Alternativen gibt, sollte man bislang auf die Testverlierer gesetzt haben.

Rubriklistenbild: © Christin Klose / dpa

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