Frühling im Garten

Im „No Mow May“ besser auf Rasenmähen verzichten

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Auch wenn es im Frühjahr verlockend sein mag, um den Garten zu verschönern: Ein ungemähter Rasen ist ökologisch wertvoll und dient den Insekten.

Sie kennen vielleicht bereits „Veganuary“ oder „Movember“, aber „No Mow May“? Während die ersten beiden Begriffe auf das Essverhalten bzw. den Bartwuchs abzielen, bedeutet der Begriff „No Mow May“ so viel wie „Im Mai den Rasen nicht mähen“. Doch was steckt genau hinter der Aktion?

Den Rasen im Mai besser nicht mähen: „No Mow May“

Ein perfekt gemähter Rasen schadet Insekten. (Symbolbild)

Das regelmäßige Rasenmähen gilt unter Gärtnerinnen und Gärtnern als unerlässlich. Schließlich sehen kurze Halme nicht nur schön aus, sondern sorgen für ein verzweigtes Wachstum und eine geschlossene Rasenfläche. Eine Gegenbewegung aus den USA und England mit dem Namen „No Mow Monday“ hat genau das gegenteilige Ziel: Rasen, Wiesen und Gärten sollen möglichst wenig gestutzt werden. Mit dem „Mähfreien Mai“ hat die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 („DGG 1822“) in diesem Jahr offiziell ein deutsches Pendant ausgerufen. Deshalb sollten Sie Ihren Rasenmäher den ganzen Mai über nicht anrühren:

Hortensie bis Geranie: Zehn Pflanzen, die Bienen nicht mögen

Geranien
Geranien liefern nur wenig Nektar und Pollen und sind somit wenig insektenfreundlich.  © Gerard Lacz/Imago
Gingkobaum
Bäume wie der Lebensbaum, Ginkgo, die Tanne oder Zeder zählen zu den Gewächsen, die nicht bienenfreundlich sind.  © Harald Biebel/Imago
Magnolien
Magnolien werden von Käfern und nicht von Bienen bestäubt, da sie auch kaum Nektar produzieren.  © Andy Nowack/Imago
Hortensie im Garten
Hortensien begeistern mit ihren üppigen Blüten zwar Gärtnerinnen und Gärtner; für Bienen sind sie aber uninteressant.  © Mikel Bilbao/Imago
Hybrid-Forsythie
Wenn im März und April die Forsythien in Gelb blühen, sieht das zwar schön aus, bietet Bienen aber keinen Mehrwert.  © R. Rebmann/Imago
Flieder Syringa
Flieder begeistert zwar mit seinen zahlreichen Blüten, hat aber so gut wie keinen Nektar.  © Gabriele Hanke/Imago
Dahlie
Ungefüllte Dahlien stehen bei Bienen hoch im Kurs, während sie an gefüllten Exemplaren vorbeifliegen.  © Imago
Blühende Stiefmütterchen
Stiefmütterchen haben keine Pollen und somit auch keinen Nektar für Bienen.  © Peter Widmann/Imago
Gelbe Tulpen
Tulpen bieten Bienen und Hummeln nur wenige Pollen.  © ROHA-Fotothek Fürman/Imago
Gefüllte Pfingstrosen
Gefüllte Blumen wie Pfingstrosen sind für Bienen unattraktiv, da die Insekten die Blüte dadurch nicht erreichen.  © J. Ehrlich/Imago
  • Der Mai bildet laut DGG 1822 die Brücke zur Sommerzeit, in der das Gras zu sprießen beginnt und spätestens jetzt traditionell die Mähsaison eingeläutet wird.
  • Die Rasenfläche macht in den meisten Gärten 50 Prozent oder mehr der Fläche aus, bietet aber keine ökologische Vielfalt, so die DGG 1822.
  • Mit möglichst vielen wilden Blumen und vermeintlichem Unkraut wie Löwenzahn locken Sie jedoch Insekten an, die gerade im Frühjahr auf Nahrung angewiesen sind.
  • Auch überwintern viele Tiere wie etwa der Marienkäfer in Stauden, Gräsern und Rasen. Je später man diese nach dem Winter anfasst, desto besser.

Am umstrittensten sind dabei elektronische Mähroboter, die weder vor exotischen Pflanzen noch kleinen Tieren wie Igeln oder Vögeln halt machen.

Die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft verbindet den Mähfreien Mai mit einer tollen Aktion: Wer seine artenreichsten Wiesenbilder einschickt, der erhält als Dankeschön ein Samenpaket mit einer Vielzahl heimischer Wildblumenmischungen aus dem bundesweiten Projekt „Tausende Gärten – Tausende Arten“.

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Nachhaltige Alternativen zum Mähen

Unliebsame Gewächse können Sie auch ohne Rasenmäher und ganz natürlich mit Eierschalen bekämpfen. Und denken Sie daran: Schon mit nur wenigen Quadratmetern an Wildwiese helfen Sie Insekten. Haben Sie keinen Garten, können Sie insektenfreundliche Pflanzen wie Klatschmohn, Lavendel oder Johanniskraut auch einfach auf dem Balkon anpflanzen.

Rubriklistenbild: © NagyDodo/Imago

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