Feind im Visier

Schaf fühlt sich von eigenem Spiegelbild provoziert und setzt zum Kampf an

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Ein Schaf aus Indonesien entdeckt einen Konkurrenten und fühlt sich von ihm herausgefordert. Ein wichtiges Detail entgeht dem Vierbeiner allerdings.

Wenn Tiere sich selbst im Spiegel sehen, reagieren sie auf unterschiedliche Art und Weise: Einige erschrecken sich, andere bewundern das, was sie sehen, etwas skeptisch und manche reagieren einfach gar nicht auf ihr Spiegelbild. Doch wie ein Schaf zeigt, gibt es auch noch eine andere Möglichkeit auf das eigene Spiegelbild zu reagieren – nämlich ziemlich aggressiv.

Video nimmt Schaf auf, das sein eigenes Spiegelbild für einen Feind hält

Wie ein Video zeigt, können sich Schafe wohl nicht selbst im Spiegelbild erkennen. (Symbolbild)

Auch wenn Schafe alles andere als dumm sind, scheinen sie ihr eigenes Spiegelbild nicht zu erkennen. So zumindest ein Schaf aus Indonesien. Per Zufall entdeckt es auf einer spiegelnden Oberfläche sich selbst, doch hält sein Gegenüber für einen ziemlich aufmüpfigen Feind, der provokant starrt. Merkwürdig beäugt auch eine Katze das eigene Spiegelbild, und bringt damit unzählige TikTok User zum Lachen.

Stirn an Stirn steht das Schaf seinem feindlichen Spiegelbild gegenüber. Ganz nach dem Motto „Du bist ja frech. Dir werde ich es zeigen“, reagiert es daraufhin mit mehreren beherzten Attacken und knallt immer wieder mit dem Kopf gegen das verspiegelte Tor. Mit einem besonderen Trainingsvideo begeistert ein Schaf auf TikTok, dass viele User sogar besser als einen Hund finden.

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Schafe haben ein sehr gutes Gedächtnis und können Herdenmitglieder auf Bildern erkennen

Doch wer nun denkt, nur weil das Schaf mit seinem eigenen Spiegelbild kämpft, dass die Paarhufer dumm seien, liegt falsch. Denn das Gedächtnis von Schafen ist zum Beispiel gar nicht mal so schlecht. Wie Forscher herausgefunden haben, können Schafe sich über 50 Gesichter ihrer Artgenossen über mehrere Jahre merken und sogar Menschen unterscheiden. Der Bericht dazu erschien im britischen Fachmagazin „Nature“.

Rote Liste: 10 Tierarten sind in Deutschland bedroht

Auch wenn es für so manchen Hobbygärtner komisch klingt: Die Gartenspitzmaus (lebt am liebsten in der Nähe von menschlicher Siedlungen) wird in Deutschland in der Roten Liste als gefährdet geführt.
Auch wenn es für so manchen Hobbygärtner komisch klingt: Die Gartenspitzmaus (lebt am liebsten in der Nähe von menschlichen Siedlungen) wird in Deutschland in der Roten Liste als gefährdet geführt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Das Birkhuhn steht sowohl in Deutschland, als auch in Bayern auf der Rote Liste und ist fast überall verschwunden. Nur in der Rhön gibt es noch ein paar Exemplare. Förster und Naturschützer haben mit Wacholdersträuchen und Heidelbeeren kleine Biotope geschaffen.
Das Birkhuhn steht sowohl in Deutschland, als auch in Bayern auf der Rote Liste und ist fast überall verschwunden. Nur in der Rhön gibt es noch ein paar Exemplare. Förster und Naturschützer haben mit Wacholdersträuchern und Heidelbeeren kleine Biotope geschaffen. (Symbolbild) © Nature Picture Library/Imago
Libellen sind nicht nur wunderschöne Insekten, sie leisten uns Menschen auch tolle Dienste, indem sie Mücken oder Bremsen fern halten. Doch die Helm Azurjungfer Libelle ist vom Aussterben bedroht und gehört geschützt.
Libellen sind nicht nur wunderschöne Insekten, sie sind auch recht nützlich und leisten uns Menschen gute Dienste, indem sie Mücken oder Bremsen fern halten. Doch die Helm Azurjungfer Libelle ist vor allem durch den Verlust ihres Lebensraums vom Aussterben bedroht und gehört geschützt. (Symbolbild) © GFC Collection/Imago
Fliege ist gleich Fliege? Von wegen. Laut Bfn zählt die Steinfliege zu 46,4 Prozent zu den bestandsgefährdeten Arten.
Fliege ist gleich Fliege? Von wegen. Laut Bfn zählt die Steinfliege zu 46,4 Prozent zu den bestandsgefährdeten Arten.  © blickwinkel/Imago
Eine Fledermaus mag für manchen unheimlich wirken. Jedoch sind Fledermäuse extrem nützliche, unglaublich faszinierende und streng geschützte Tiere.
Eine Fledermaus mag für manchen unheimlich wirken. Auch weil darauf hingewiesen wird, dass die Insektenfresser Tollwut übertragen können. Jedoch sind Fledermäuse extrem nützliche, unglaublich faszinierende und streng geschützte Tiere. Die winzigen Geschöpfe benötigen unseren Schutz – auch die Mopsfledermaus. (Symbolbild) © Steffen Schellhorn/Imago
Für die meisten Autofahrer ein Ärgernis. Trotzdem: Der Iltis zählt zur Familie der Marder und wird in der Roten Riste als gefährdet eingestuft. Grund dafür sind intensive Landnutzung und ein Verlust des Lebensraums.
Für die meisten Autofahrer ein Ärgernis. Trotzdem: Der Iltis zählt zur Familie der Marder und wird in der Roten Riste als gefährdet eingestuft. Grund dafür sind intensive Landnutzung und ein Verlust des Lebensraums. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Man glaub es kaum, aber gefährdet ist auch der Feldhase.
Man glaub es kaum, aber gefährdet ist auch der Feldhase. Neben natürlicher Feinde, hat auch der Mensch damit zu tun. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Kreuzotter (Vipera berus), Höllenotter, Bayern, Deutschland, Europa *** Adder Vipera berus , Hell adder, Bavaria, German
So manchen Hobby-Gärtner erschreckt eine Schlange, die sich genüsslich in der Sonne badet. Meistens handelt es sich dabei um die ungefährliche Ringelnatter. Doch auch wenn die Kreuzotter zu den giftigen Schlangen zählt – steht sie auf der Rote Liste der stark gefährdeten Reptilien-Arten. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
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Unter den Reptilien gilt die Europäische Sumpfschildkröte als vom Aussterben bedroht. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
Der Feldhamster taucht in der Roten Liste als vom Aussterben bedroht auf und zählt zu einer der am stärksten, bedrohten Säugetierarten Deutschlands. Ein Grund: Die stetige Intensivierung der Landwirtschaft.
Die Nagetiere kennt man eigentlich nur noch aus dem Kinderzimmer, wo sie liebevoll umsorgt und gepflegt werden. Doch was ist mit dem Feldhamster? Er taucht in der Roten Liste als vom Aussterben bedroht auf und zählt zu einer der am stärksten, bedrohten Säugetierarten Deutschlands. Ein Grund: Die stetige Intensivierung der Landwirtschaft. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Darüber hinaus zeigten spätere Versuche, dass die Tiere Gesichter von Schafen auch unterscheiden konnten, wenn sie ihnen in anderen Konstellationen oder aus einer anderen Perspektive gezeigt wurden. Das Verhalten der Tiere zeigte zudem, dass sie abwesende Herdenmitglieder auf Bildern wiedererkennen können. Erst nach etwa zwei Jahren verblasste die Erinnerung an die Artgenossen, und die Tiere machten zunehmend Fehler bei der Wiedererkennung.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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