Stromer-Zwerge

Elektroautos in der Leichtbauklasse: Fünf Mini-Mobile für wenig Geld

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Stromer in den Leichtbauklassen L6e und L7e sind vergleichsweise günstig in der Anschaffung – ein neuer Autotypus mit gar nicht mal schlechten Zukunftsaussichten rollt da auf uns zu.

Immer wieder wird über das Kleinwagen-Sterben berichtet. Als Gründe werden zu kleine Margen und zu hohe Kosten für die Erreichung der Abgasnorm Euro 7 genannt. Doch aussichtslos scheint die Zukunft für kleine Autos dann doch nicht zu sein. Auch wenn einige große Autohersteller ihre kleinsten Baureihen bereits eingestellt haben, wächst parallel seit einiger Zeit die Zahl von zum Teil kurios anmutenden Autozwergen, für die Abgasnormen keine Hürden sind, da sie auf E-Antrieb setzen. Auch verzichten diese auf viele sonst bei neuen Autos üblichen Ausstattungsmerkmale, weil sie in den Leichtbauklassen L6e und L7e antreten. Umweltfreundlich, sympathisch, vergleichsweise günstig in der Anschaffung – ein neuer Autotypus mit gar nicht mal schlechten Zukunftsaussichten rollt da auf uns zu.

Elektroauto: Fünf Mini-Mobile für kleines Geld – Microlino 2.0

Zu den mit seit nunmehr vielen Jahren mit großer Spannung erwarteten neuen Mini-Stromern gehört der Microlino der Schweizer Firma Micro. 2017 wurde er auf dem Genfer Salon zum ersten Mal als Konzept vorgestellt, das schlagartig das Herz vieler Autofans eroberte. Für Aufmerksamkeit sorgte vor allem das Design, das dem 50er-Jahre-Mobil Isetta von BMW sehr nahekommt. Kurz nach der Premiere war klar: Der Retro-Zweisitzer soll zur Serienreife entwickelt werden.

Der Microlino 2.0 soll Anfang 2023 auch in Deutschland an den Start gehen.

Immer mal wieder wurde sein Marktstart angekündigt und verschoben. Mittlerweile sind einige Microlino in der Schweiz unterwegs, bald schon dürften zudem erste Exemplare der Pioneer Edition auch nach Deutschland kommen. In dieser edlen Version bietet der Zweisitzer Faltschiebedach, eine Innenausstattung aus veganem Leder und tragbare Bluetooth-Lautsprecher. Der 12,5 kW/17 PS starke und bis zu 90 km/h schnelle Zweisitzer bietet in dieser Version dank 10,5 kWh großer Batterie 177 Kilometer Reichweite. Noch in diesem Jahr soll es den Microlino alternativ in den Ausstattungen Dolce, Competizione und in der Basisversion Urban geben. Letztere soll bei 12.500 Euro starten. Die Einstiegsvariante wird über einen 6 kWh großen Akku für rund 90 Kilometer Reichweite verfügen.

Elektroauto: Fünf Mini-Mobile für kleines Geld – Evetta

Die noch junge Geschichte des Microlino ist eng mit dem optisch sehr ähnlichen Evetta verbunden. Zwischen Micro und dem ursprünglich für den Microlino gewählten Auftragsfertiger kam zu einem Zerwürfnis, dem ein juristisches Hickhack folgte. Am Ende entwickelte Micro den Microlino 2.0 und ging für die Serienfertigung mit einem neuen Partner zusammen. Der alte behielt die Fertigungstechnik für den Microlino 1.0, die mittlerweile an das deutsche Unternehmen Electric Brands übergegangen ist.

Electric Brands will den Evetta auch als Cabriolet bauen

Electric Brands will diesen weiteren Isetta-Klon nun als Evetta noch dieses Jahr auf den Markt bringen. Auch hier handelt es sich um eine Knutschkugel mit einer nach vorne öffnenden Tür. Zumindest gilt das für die geschlossenen und knapp unter 20.000 Euro teuren Varianten Prima Apricot und Prima Blue, von denen jeweils 1.954 Exemplare entstehen sollen. 999 Exemplare will Electric Brands zudem von der Cabrio-Version Openair First Edition bauen, die 33.333 Euro kosten soll. Ein E-Antrieb mit 15 kW/20 PS Dauer- sowie 22 kW/30 PS Spitzenleistung soll die Evetta bis zu 90 km/h schnell machen. Dank 14 kWh großer Batterie sollen über 230 Kilometer Reichweite drin sein.

Elektroauto: Fünf Mini-Mobile für kleines Geld– XEV Yoyo

Ein optisch ebenfalls auffälliges L7e-Fahrzeug ist der Yoyo der chinesisch-italienischen Firma XEV. Die Mischung aus Renault Twizy und Smart Fortwo wird in einigen europäischen Ländern wie Italien bereits seit einiger Zeit zum Kauf angeboten. In Deutschland ist er bislang nur über die Firma Wheego im Autoabo zu Preisen ab 321 Euro/Monat zu haben. Der 2,53 Meter kurze Zweisitzer der L7e-Leichtbauklasse bietet einen elektrischen Heckantrieb mit 7,5 kW/10 PS Dauer- sowie 15 kW/20 PS Spitzenleistung. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h.

Mittlerweile wird der XEV Yoyo in Deutschland im Auto-Abo angeboten.

Die Batterie des Yoyo besteht aus bis zu vier herausnehmbaren Elementen, die zusammen eine Kapazität von 10,3 kWh bereitstellen und damit eine Reichweite von 150 Kilometer erlauben. Der Yoyo zeichnet sich durch einen farbenfroh eingerichteten Innenraum mit großem Touchscreen als Anzeige- und Bedienelement aus. Die Ausstattung beinhaltet unter anderem eine Klimaanlage, ABS, Keyless Entry und ein Panoramadach.

Elektroauto: Fünf Mini-Mobile für kleines Geld – Opel Rocks-e

Wem L7e-Fahrzeuge zu teuer, zu schnell und zu ineffizient sind, kann seit 2021 alternativ in den Opel Rocks-e steigen, der in der schwächeren Klasse L6e antritt. Mit seinem 6 kW/8 PS starken Motor fährt der 2,41 Meter kurze Rüsselsheimer maximal 45 km/h schnell und bis zu 75 Kilometer weit. Der rollende Würfel ist für rund 8.000 Euro zu haben und bietet er eine geschlossene Fahrgastzelle und zwei Türen. Seine kleine Batterie lässt sich an Haushaltssteckdosen laden – wobei es hier oft zu hohen Ladeverlusten kommt. Auch TV-Experte Matthias Malmedie hat den kleinen Flitzer kürzlich getestet.

Opels Rocks-e gibt es bereits seit 2021 in Deutschland

Konzeptautos der Extreme: Zehn spektakuläre Einzelstücke, die nie in Serie gingen

Das Renault Trezor Renault concept
Platz 10 – Renault Trezor Concept (2016): Auf dem Pariser Autosalon im Jahr 2016 präsentierte Renault einen echten Hingucker: Die futuristische Flunder Trezor Concept gab einen Ausblick, wie ein rein elektrischer Gran Turismo der Franzosen aussehen könnte. Highlight des Konzeptfahrzeugs waren fehlenden Türen – stattdessen öffnete sich zum Einstieg das Dach samt Motorhaube. Schon bei der Vorstellung war allerdings klar: Dieses Gefährt ist einfach zu außergewöhnlich, um jemals in Serie zu gehen. Schön anzuschauen ist es trotzdem. © CTK Photo/Imago
Ein Peugeot e-legend 2019
Platz 9 – Peugeot e-Legend (2018): Es muss nicht immer alles neu sein: Auf dem Pariser Autosalon 2018 zeigte Peugeot die Retro-Studie e-Legend. Beim Design ließen sich die Franzosen dabei vom 504 inspirieren – einem Modell, das Ende der 1960er-Jahre Premiere feierte. Während man bei der Gestaltung in die Vergangenheit schaute, warf man technisch einen Blick in die Zukunft: Das Fahrzeug war mit einem reinen Elektroantrieb ausgestattet und sollte zeigen, wie man sich autonome Fahrmodi vorstellt. So ließ sich beispielsweise das Lenkrad unter der Soundbar versenken. Dennoch: In Serie ging der e-Legend nicht. © Xinhua/Imago
VW Futura
Platz 8 – VW Futura (1989): Wenn es um ein Messe-Showcar geht, dann greifen Autodesigner gerne zu Flügeltüren – so wirkt auch ein verhältnismäßig unspektakuläres Fahrzeug zumindest einigermaßen aufregend. Auch der VW Futura wurde im Jahr 1989 für seinen Auftritt auf der IAA in Frankfurt damit ausstaffiert – wohl wissend, dass es diese aufwendige Technik höchstwahrscheinlich nicht in ein Serienmodell schafft. Sowohl die Flügeltüren als auch die gläserne Heckklappe ließen sich zudem abnehmen, wodurch der Wolfsburger zu einer Art T-Top-Cabrio wurde. Der Futura blieb ein Einzelstück, allerdings gab er schon mal einen kleinen Ausblick auf das Design des späteren VW Sharan. © VW
Der Audi urban concept
Platz 7 – Audi Urban Concept (2011): Bei Showcars hat jeder Hersteller seine eigene Philosophie – im Falle von Audi sind die Fahrzeuge zumeist schon ein relativ konkreter Ausblick auf ein Serienauto. Nicht so beim Audi Urban Concept: Auf der IAA 2011 in Frankfurt zeigten die Ingolstädter das Schmalspurfahrzeug, in dem zwei Personen hintereinander Platz nehmen. Der dynamische Rennwagen-Look täuschte etwas über die bescheidene Motorisierung hinweg: Zwei Elektromotoren sollten 20 PS leisten. Dafür wog das Gefährt nur 480 Kilogramm – die Höchstgeschwindigkeit lag bei 100 km/h, die Reichweite gab Audi mit rund 60 Kilometern an. Später wurde die Studie, die als reines Stadtmobil konzipiert war, auch noch als Spyder-Version gezeigt – in Serie gingen beide nicht. © Audi
Der BMW M1 Hommage
Platz 6 – BMW M1 Hommage (2008): Im Herbst 1978 begann BMW mit der Produktion des legendären Supersportwagens M1 – bis Ende 1981 wurden 460 Exemplare gebaut. Die 277 PS aus einem Reihensechszylinder klingen heute allerdings nicht mehr wirklich gewaltig. Umso mehr erinnert man sich noch immer an des keilförmige Design des Mittelmotorsportlers. BMW ließ die Legende im Jahr 2008 wieder aufleben: Auf dem Concorso d‘Eleganza am Comer See zeigten die Münchner den BMW M1 Hommage. Die extrem designte Studie in oranger Metallic-Lackierung ist ein echter Hingucker. In Serie ging die Retro-Flunder nicht – allerdings nahm das Design schon etwas von einem anderen Fahrzeug voraus: dem BMW i8, der ab dem Jahr 2013 gebaut wurde. © BMW
Das Opel Monza Concept
Platz 5 – Opel Monza Concept (2013): In Serienfahrzeug sind Flügeltüren eine echte Rarität – zumeist sieht man sie nur in Supersportwagen, denn die Technik ist aufwändig und anfällig. Ein Hingucker sind sie aber immer, weshalb sie sich perfekt für Messestudien eignen. Auch Opel entschied sich beim Monza Concept auf der IAA in Frankfurt 2013 dafür. Die Serien-Chancen für ein schickes Luxus-Coupé dieser Art aus dem Hause Opel waren aber von vorneherein gering. Es blieb bei dem einen Showcar. Wer heute einen Monza fahren will, muss sich deshalb auf die Suche nach einem Original machen, das ab Ende der 1970er-Jahre gebaut wurde. © YAY Images/Imago
Das Bugatti 16C Galibier Concept
Platz 4 – Bugatti 16C Galibier Concept (2009): Die Marke Bugatti kennt man heutzutage vor allem durch zwei Modelle: die Supersportwagen Veyron und Chiron – beide mit einem 16-Zylindermotor und einer Leistung von weit mehr als 1.000 PS ausgestattet. 2009 zeigte die Marke mit dem Bugatti 16C Galibier Concept jedoch ausgewählten Gästen, wie man sich eine Luxuslimousine der Franzosen vorstellen könnte. Die Öffentlichkeit bekam das Showcar dann auf dem Genfer Autosalon 2010 zu sehen. Wie der Zusatz „16C“ verrät, wäre auch die sportliche Limousine mit einem gewaltigen 16-Zylindermotor ausgestattet gewesen. Den Weg in die Serienfertigung – wenn man bei den geringen Stückzahlen der Marke überhaupt davon sprechen kann – fand der Galibier nicht. Umso exklusiver bleibt damit die Besonderheit des Konzeptautos: Auf dem Armaturenbrett des Wagens ist eine Tourbillon-Uhr von Parmigiani Fleurier verbaut – diese lässt sich aus der Halterung herausnehmen und als Armbanduhr tragen. © Uli Deck/dpa
Der Citroën Tubik
Platz 3 – Citroën Tubik (2011): Vans sind optisch eher unspannende Fahrzeuge, was mit ihrer naturgemäß meist kastenartigen Form zu tun hat. Dass man ein solches Fahrzeug aber auch durchaus außergewöhnlich gestalten kann, zeigte Citroën im Jahr 2011 auf der IAA in Frankfurt mit dem Tubik. Ob einem das Design – speziell der Front – gefällt, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt. Eine riesige Flügeltüre öffnet den Zugang zum loungeartigen Innenraum des Turik. Die Sitzgelegenheiten bieten maximale Variabilät – und lassen sich beispielsweise auch zu einem Bett umbauen. Ein Fahrzeug der Extreme, das ebenfalls ein Einzelstück blieb. © Sebastian Geisler/Imago
Ein BMW E1
Platz 2 – BMW E1 (1991): Es gibt immer wieder Konzeptfahrzeuge, die ihrer Zeit einfach zu weit voraus sind. Zu diesen gehört wohl auch der BMW E1, den die Münchner im Jahr 1991 auf der IAA in Frankfurt vorstellten. Ein kompaktes Elektrofahrzeug mit einer Länge von knapp 3,50 Metern, in dem vier Personen Platz finden sollen. Die Natrium-Schwefel-Batterie bot eine Kapazität von 20 kW und hätte unter günstigen Umständen für eine Reichweite von rund 200 Kilometern reichen sollen. Der 32 kW starke Elektromotor trieb BMW-typisch nur die Hinterräder an, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 120 km/h. 1993 stellte BMW eine zweite Version des E1 vor – diesmal mit einem Verbrennungsmotor. Doch weder die eine noch die andere Variante schafften es in die Serie – dennoch gilt der E1 so manchem als früher Vorläufer des i3, der ab 2013 produziert wurde. © BMW
Mercedes NAFA
Platz 1 – Mercedes Nafa (1982): Beim Anblick dieses Gefährts mag man an viele Hersteller denken – aber sicher nicht an Mercedes. Allerdings präsentierten die Schwaben im Jahr 1982 tatsächlich die Studie Nafa – eine Abkürzung für „Nahverkehrsfahrzeug“. Die kantige Kiste war gerade einmal 2,5 Meter lang und 1,5 Meter breit und hoch. Sie bot Platz für zwei Personen und war als minimalistisches Stadt-Mobil konzipiert. Das kuriose Gefährt blieb ein Einzelstück – und gilt dennoch als Ur-Vater von späteren City-Flitzern wie dem Smart oder der A-Klasse.  © Mercedes-Benz

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Elektroauto: Fünf Mini-Mobile für kleines Geld – Estrima Birò

Wer in jüngerer Vergangenheit der Stadt Amsterdam einen Besuch abgestattet hat, dem werden die zahlreich im Straßenbild vorhandenen Mini-Mobile aufgefallen sein. Ein besonders kleiner Vertreter dieser Gattung ist der Estrima Birò aus Italien, der seit Kurzem auch offiziell in Deutschland angeboten wird. Mit einer Länge von 1,74 Meter ist der Birò nur halb so lang wie ein typischer Kleinstwagen.

Mit einer Länge von 1,74 Meter ist der Estrima Birò nur halb so lang wie ein typischer Kleinstwagen.

Das Raumangebot innen ist zwar bescheiden, bietet aber genug Platz für zwei Personen, die dank einer großflächigen Rundum-Verglasung der Stahlrohrrahmen-Fahrgastzelle vor Witterungseinflüssen geschützt sind. Für Vortrieb sorgt ein 48-Volt-System mit zwei Motoren, die zusammen bis zu 4 kW/5 PS leisten. Damit erreicht der Autozwerg in der L7e-Variante bis zu 60 km/h. Alternativ gibt es eine L6e-Version, die auf 45 km/h begrenzt ist. Die Preise starten bislang bei rund 11.000 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

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