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Bis zu 2.900 Euro jährlich mit dem Elektroauto einsparen – wie das funktionieren soll

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Besitzer von Elektroautos könnten laut einer Studie jährlich bis zu 2.900 Euro bei den Gesamtbetriebskosten sparen – vorausgesetzt, das Fahrzeug verfügt über eine spezielle Technologie.

Die Verkaufszahlen für Elektroautos ziehen in Deutschland seit Jahresbeginn wieder an. Im Vorjahr waren E-Autos hierzulande ein Ladenhüter – vor allem aufgrund der hohen Preise nach dem Wegfall der Förderung durch den Umweltbonus. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass sich mit E-Autos auch sparen lässt –zumindest bei den Gesamtbetriebskosten: Bis zu 2.900 Euro im Jahr sind demnach im Vergleich zu Verbrennern drin, wenn das Fahrzeug das sogenannte bidirektionale Laden beherrscht.

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Was ist bidirektionales Laden von Elektroautos?

Bidirektionales Laden bedeutet, dass ein Elektroauto nicht nur Strom tanken, sondern auch wieder abgeben kann – und damit als eine Art Zwischenspeicher dient. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen dem Laden von Gegenständen („Vehicle-to-Device, V2D), der Versorgung des Haushalts („Vehicle-to-Home“, V2H) und dem Einspeisen ins öffentliche Stromnetz ( „Vehicle-to-grid“, V2G). Mit letzterem können E-Auto-Besitzer theoretisch Geld verdienen, indem ihr Fahrzeug quasi überschüssigen Strom speichert und zu Spitzenzeiten wieder an das Stromnetz zurückverkauft. Der Vorteil für die Netzbetreiber: Damit können Schwankungen im Netz ausgeglichen werden.

Laut einer Studie können E-Auto-Fahrer bis zu 2.900 Euro im Jahr sparen – wenn ihr Stromer bidirektional laden kann. (Symbolbild)

Diese Einsparungen sind laut einer Studie beim bidirektionalen Laden möglich

Wie nun eine Studie des Branchenverbands Eurelectric und des Beratungsunternehmens EY ergab, können Besitzer eines E-Autos in Deutschland bis zu 2.900 Euro bei den Gesamtbetriebskosten sparen, wenn sie Strom „zurückverkaufen“. Die Einsparungen unterscheiden sich je nach Größe des Elektroautos: Bei großen Elektro-SUV können die durchschnittlichen Einsparungen mehr als viermal so hoch sein, wie mit einem kompakten Stromer. Hier ein Überblick über die möglichen Einsparungen in verschiedenen europäischen Ländern:

Landdurchschnittliche Einsparungen
Niederlande515 Euro bis 2.700 Euro
Frankreich450 Euro bis 1.850 Euro
Spanien780 Euro bis 2.500 Euro
Deutschland800 Euro bis 2.900 Euro

Diesen Strombedarf könnten E-Autos mit bidirektionalem Laden decken

Der Studie zufolge werde sich der Flexibilitätsbedarf in Europa in den nächsten fünf Jahren verdoppeln, da unter anderem immer mehr erneuerbare Energien in das System einfließen. Die Macher der Studie schätzen, dass Elektroauto-Batterien bis 2030 rund 114 TWh Batteriekapazität bereitstellen könnten – genug, um 30 Millionen Haushalte jährlich mit Strom zu versorgen. Dies würde etwa vier Prozent des prognostizierten jährlichen Strombedarfs Europas entsprechen.

Kaum zu sehen: Diese 10 Automarken sind echte Exoten in Deutschland

Lucid Air auf Kies
Platz 10 – Lucid (USA): Schick sieht er ja schon aus der Air. Und mit rund 800 Kilometern Reichweite ist das Elektroauto auch absolut langstreckentauglich. In Deutschland ist das Luxusmobil aber noch ein absoluter Geheimtipp © Lucid Motors
Luicid Air
Grade einmal 392 Neuzulassungen gab es 2024 in Deutschland. Das dürfte auch an dem Preis liegen. Der Lucid Air kostet in der Basisversion Pure bereits stolze 85.000 Euro. Wer den Luxus-Strom voll ausgestattet haben will, muss für den Air Sapphire sogar 250.000 Euro auf den Tisch legen. © Lucid Motors
Lotus Emeya
Platz 9 – Lotus (China): Hier trifft Tradition auf Moderne. Oder britisches Understatement auf chinesische Technologie. Denn wie MG gehört auch diese britische Ikone längst zu einem chinesischen Konzern. © Lotus Cars
Lotus Eltere
Doch anders als MG tut sich Lotus auf dem deutschen Markt noch schwer. Lediglich 365 Autos wurden 2024 verkauft. Das dürfte auch dem Wandel zur Elektromobilität geschuldet sein. © Lotus
Rolls-Royce Cullinan
Platz 8 – Rolls-Royce (Großbritannien): Wenn es um Luxusautos geht, führ kein Weg an Rolls-Royce vorbei. Die Briten stehen für Handarbeit, opulente Materialien und absolute Exklusivität. Ein echtes Statussymbol eben. © Rolls-Royce
Rolls-Royce Cullinan
Das hat natürlich seinen Preis und den können nur wenige zahlen. Wer Rolls-Royce fährt, gehört zu einem sehr exklusiven Kreis. Das zeigt sich auch bei den Neuzulassungen: Grade einmal 360 Fahrzeuge gingen 2024 an die gutbetuchte Kundschaft. © Rolls-Royce
Leapmotor T03
Platz 7 -Leapmotor (China): Ein weiterer Geheimtipp, der sich aber vermutlich nicht mehr lange auf dieser Liste finden dürfte. Denn Leapmotor gehört zum Stellantis-Konzern und greift mit dem günstigen T03 in Europa an. © Leapmotor
Leapmotor C10
Bisher sind die Zulassungszahlen aber noch sehr übersichtlich. 2024 wurde grade einmal 178 Autos bestellt. © Leapmotor
Cadillac Lyriq
Platz 5 – Cadillac (USA): Normal sind es die USA eher gewohnt, die Welt anzuführen. Oder wie Donald Trump sagen würde: America first! Im Falle von Cadillac klappt das jedoch nicht so wirklich gut. © Weigl/Cadillac
Cadillac Lyriq
2024 setzten die Amerikaner lediglich 175 Einheiten des Elektroautos Lyriq ab. Der E-SUV ist derzeit das einzige Modell das Cadillac hierzulande anbietet. © Simon Rainer/Cadillac
VinFast VF 6
Platz 5 – Vinfast (Vietnam): Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Das gilt auch für das Ranking der seltensten Automarken. Und so teilen sich Vinfast und Cadillac den fünften Rang. © Pond5 Images/Imago
Vinfast VF8
Denn auch Vinfast setzte im Jahr 2024 lediglich 175 Elektroautos in Deutschland ab. Das erste Auto wurde im Mai 2024 übergeben und das, obwohl man eigentlich schon 2022 auf den hiesigen Markt expandieren wollte. © Pond5 Images/Imago
Fisker Ocean
Platz 4 – Fisker (USA): Ein saubere Zukunft für alle. Das versprach Fisker. Möglich machen sollten das nachhaltige Materialien. Doch da Projekt scheiterte krachend. © Pond5 Images/Imago
Fisker Ocean
Statt sauberen Meeren gab es finanzielle Probleme. Die 134 Autos, die in Deutschland verkauft wurden, waren da nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Im Sommer 2024 meldete Fisker schließlich Insolvenz an. © Pond5 Images/Imago
Maxus EUNIQ 6
Platz 3 - Maxus (China): Die Strategie mit der Maxus nach Europa kam, unterscheidet sich von den zahlreichen anderen Marken aus Fernost. Neben Elektroautos hat Maxus auch Transporter im Angebot. © Maxus
Maxus e-Delivery
Trotzdem spielt die Marke in Deutschland keine wirkliche Rolle. Lediglich 70 Fahrzeuge wurden 2024 neuzugelassen. © Maxus
Lynk & Co. 02
Platz 2 – Lynk & Co. (China): Auch Lynk & Co. geht in Deutschland mit einem ungewöhnlichen Konzept an den Start. Die Autos gibt es lediglich im Abo, aber nicht zu kaufen. © Lynk & Co.
Lynk & Co. 01
Wirklich erfolgreich ist das Konzept in Deutschland aber nicht. Grade einmal 68 Abos wurde 2024 abgeschlossen. © Lynk & Co.
Zwei Autos von Aiways
Platz 1 – Aiways (China): Noch seltener erblickt man in Deutschland nur die Autos von Aiways. Und das obwohl der Hersteller bereits seit 2020 in Deutschland aktiv ist. © Aiways
Aiways U6 SUV-Coupé
Wirklich erfolgreich war man seitdem jedoch nicht. 2024 lief für den chinesischen Hersteller aber besonders schlecht. Nur 27 Autos wurden verkauft – das sind nicht einmal zwei pro Monat.  © Aiways

Das Problem aktuell: Nur eine Handvoll Elektrofahrzeuge beherrscht laut ADAC momentan die V2H- und V2G-Technik. Außerdem braucht es für die Nutzung eine spezielle Wallbox, die ebenfalls zusätzliche Kosten verursacht. Einer Roadmap des Beirats der Nationalen Leitstelle für Ladeinfrastruktur soll das bidirektionale Laden ab dem Jahr 2028 so richtig Fahrt aufnehmen

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago

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