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Rosen ziehen Blattläuse magisch an. Die Schädlinge bedeuten nicht das Ende der Pracht – mit einfachen Hausmitteln von Gartenkennern lassen sich die Pflanzen retten.
Besonders die weichen, jungen Triebe von Rosen sind ein Festmahl für Blattläuse. Dies ist vor allem in der ersten Jahreshälfte der Fall, wenn die Pflanze im Wachstum und weniger verholzt ist, aber auch bei einer Überdüngung der Pflanze. Wer die Schädlinge rechtzeitig entdeckt, kann ihre Anzahl sehr wirkungsvoll dezimieren, indem man sie absammelt und mit den Fingern zerdrückt. Auch bei einem größeren Befall muss man nicht zu Chemie greifen – Hausmittel sind bei Blattläusen ziemlich effektiv.
Brennnesseln, Knoblauch oder Kräuter – die Hausmittel-Tricks der Experten
Ob man die Blattläuse mit den Fingern zerdrückt, mit Klebeband entfernt oder die Tiere mit Produkten behandelt – man sollte immer darauf achten, möglichst viele von ihnen zu erwischen, um ihre Ausbreitung einzudämmen. Dafür ist es sehr wichtig, auch schwer sichtbare Stellen wie Blattachseln oder Blattunterseiten zu untersuchen. Spritzen sollte man an sehr sonnigen Tagen nur morgens oder abends, um einen Pflanzen-Sonnenbrand zu vermeiden.
Mit diesen einfachen Mitteln können Sie den Läusen zu Leibe rücken:
- Kaliseifen-Lösung: James der Gärtner empfiehlt auf seinem YouTube-Kanal natürliche Produkte auf der Basis von Kaliseife, die auch gegen Weiße Fliegen helfen. Die Lösung mit Kaliseife lässt sich auch einfach selber machen.
- Neem-Öl: Das biologische Insektizid verhindert die Häutung der Blattläuse, sodass die Tiere nicht sofort, sondern erst nach etwa drei Tagen verschwinden.
- Brennnessel-Sud: Pflanzenarzt René Wadas erklärt im ZDF Fernsehgarten, dass man einen Auszug aus Brennnesseln gewinnen kann, indem man diese 24 Stunden in Wasser ziehen lässt. Das Nesselgift der Pflanzen geht in das Wasser über und die damit besprühten Blattläuse lassen sich so vertreiben. Falls nötig, wiederholt anwenden.
- Pflanzenabwehr: Kräuter wie Rosmarin oder Zitronenmelisse enthalten ätherische Öle, die Läuse nicht mögen. Pflanzt man diese zwischen die Blumen, bleiben die Schädlinge fern.
- Zwiebel-Knoblauchsud: Dafür jeweils etwa 100 Gramm Knoblauch und Zwiebeln grob zerkleinern, mit zwei Litern kochendem Wasser aufgießen und 30 Minuten ziehen lassen. Die Mischung durch ein Sieb oder ein Tuch abseihen, einen Schuss Rapsöl dazugeben und abkühlen lassen. In eine Sprühflasche füllen. Zu diesem Universalmittel gegen Läuse, Sternrußtau und Mehltau rät Gartenexperte Peter Rasch in der NDR-Sendung „Rasch durch den Garten“.
Schädlinge im Garten bekämpfen: 10 geeignete Hausmittel




Nützlinge helfen lassen und Blattläusen vorbeugen
Indirekt können Sie auch die Natur für sich arbeiten lassen. Nutzen Sie Nützlinge: Vögel sind ausgezeichnete Blattlausvertilger. Wie Biogärtner Karl Ploberger auf seinem YouTube-Kanal erklärt, frisst ein Meisenpärchen mit seinen Nachkommen in einem Jahr 25 Kilogramm Schädlinge. Wenn Sie Ihren Garten vogelfreundlich mit Futterstellen, Wassertränken und Wildfruchtbüschen gestalten, werden die Tiere angelockt. Marienkäfer sind allerdings die Meister der Läusefresser. Wer nicht viele davon im Garten hat, kann sie im Internet bestellen.
Damit die Rosen von sich aus widerstandsfähig gegenüber Blattläusen und anderen Schädlingen sind, sollte man sie regelmäßig düngen. Aber nicht zu viel, denn auch dann werden sie wieder ein willkommenes Ziel der Plagegeister.
Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

