Herz gefährdet

Insulinresistenz früh erkennen: Warum Sie den Diabetes-Vorläufer ernst nehmen sollten und wie Sie ihn erkennen

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Chronischer Stress kann Insulinresistenz begünstigen. Diese gilt als Ausgangspunkt einer Diabetes-Krankheit. Welche ersten Anzeichen Sie ernst nehmen sollten.

Wenn Körperzellen weniger empfindlich auf das Hormon Insulin reagieren, sprechen Mediziner von Insulinresistenz. Infolge kommt es zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte führen zu Diabetes Typ 2. Unbehandelt ist diese Volkskrankheit verbunden mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten, Schlaganfall, koronarer Herzkrankheit, arterieller Verschlusskrankheit, Augen- und Nierenerkrankungen sowie dem diabetischen Fußsyndrom und Durchblutungsstörungen.

Um gefährliche Folgekrankheiten zu vermeiden, sollte Diabetes so früh wie möglich erkannt und behandelt werden. Bis zur ersten Diabetes-Diagnose leben Betroffene allerdings etwa acht Jahre lang mit einem unentdeckten Diabetes mellitus, wie die Deutsche Diabetes Hilfe informiert. Rund acht Millionen Menschen sind in Deutschland vorwiegend von Typ-2-Diabetes betroffen. Als Vorläufer der Krankheit gilt die Insulinresistenz.

Insulinresistenz kann veranlagt sein, aber auch der Lebensstil nimmt Einfluss

Faktoren wie genetische Veranlagung, Übergewicht, Bewegungsmangel, chronischer Stress, Schlafmangel und ungesunde Ernährung begünstigen Insulinresistenz.

Sie fühlen sich häufig müde und müssen sich ständig ausruhen? Das könnte mit dem Blutzuckerspiegel zusammenhängen.

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Mehr über Insulinresistenz und wie wichtig die Früherkennung von Diabetes ist, erfahren Sie hier:

  • Die Frühanzeichen einer Insulinresistenz umfassen oft chronisch erhöhte Blutzucker- und Insulinspiegel. Nur ein Arzt kann Blutzucker- und Insulinwerte fachgerecht einschätzen.
  • Die Symptome der Insulinresistenz sind in der Regel unspezifisch und können Allgemeinbeschwerden wie Abgeschlagenheit und Unwohlsein verursachen. Beides seien erste Anzeichen dafür, dass die aufgenommene Nahrungsenergie in Form von Kohlenhydraten wegen einer Insulinresistenz nicht in den Körperzellen ankommt, wie der NDR informiert.
  • Personen im Prädiabetes-Stadium haben gute Heilungschancen. Späte Diagnosen von Typ-2-Diabetes sind dagegen oft mit schwerwiegenden Herz-Kreislauf-Folgeschäden verbunden.
  • Regelmäßige Arztkontrollen sind von entscheidender Bedeutung, insbesondere bei genetischer Vorbelastung und Diabetes-Risikofaktoren. Aufgrund der unspezifischen Symptome sollten Personen mit einem erhöhten Diabetes-Risiko frühzeitig in Betracht ziehen, eine Insulinresistenz-Untersuchung durchzuführen.

Blutzucker senken: Zehn Lebensmittel, die Ihrem Zuckerhaushalt guttun

Zimt
Zimt reguliert den Blutzuckerspiegel, daher ist für Diabetiker die dauerhafte Einnahme von 1 Gramm Zimt pro Tag zu empfehlen. Das Gewürz regt den Glukose-Stoffwechsel an und wirkt auf den Körper ähnlich wie Insulin. © Harald A. Jahn /IMAGO
Ingwer
Auch Ingwer kann dabei helfen, den Blutzucker zu senken. Das funktioniert folgendermaßen: Der Hauptwirkstoff Gingerol weicht die Insuliresistenz der Zellen auf, sodass sie für das Insulin wieder sensibler werden. Dadurch kann der Blutzucker besser verwertet werden und sinkt somit. © Science Photo Library/IMAGO
Flohsamen in einem Säckchen, daneben liegt ein Löffel mit Flohsamen
Flohsamen helfen nicht nur bei Verstopfung oder Durchfall. Die kleinen braunen Samen können auch effektiv den Blutzucker senken.  © imageBROKER/J. Pfeiffer/IMAGO
Chillis in einer Schüssel
Wer es gerne scharf mag und beim Kochen auf Chillis setzt, der kann auch seinem Blutzucker damit etwas Gutes tun. Verantwortlich für den positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel ist der Scharfstoff Capsaicin. © CHROMORANGE / Cezary Wojtkowski/IMAGO
Kurkuma in einer Schüssel
Der Hauptwirkstoff von Kurkuma ist Curmin. Dabei handelt es sich um einen antioxidativen, entzündungshemmenden Stoffkomplex. Kurkuma wird vor allem in der asiatischen Küche verwendet. Sie ist bekannt dafür, dass sie das Risiko für Diabetes mindern kann. © Science Photo Library/IMAGO
Zwiebeln
Wer Zwiebeln in ausreichender Menge isst, kann sowohl den Cholesterinspiegel als auch den Blutzuckerspiegel senken.  © blickwinkel/IMAGO
Aufgeschnittene Grapefruit
Grapefruits enthalten Flavonoid Naringenin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff sorgt nicht nur für den leicht bitteren Geschmack der Frucht, sondern kann auch den Blutzucker auf ähnliche Art wie Insulin senken.  © Thomas Jäger/IMAGO
Heidelbeeren in einer Plastikschale
Heidelbeeren haben einen positiven Effekt auf den Insulinhaushalt. Sie senken den Blutzucker und erhöhen die Zuckeraufnahmen in den Zellen. So wirken sie antidiabetisch und helfen dabei, den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu bekommen. © Science Photo Library/IMAGO
Rosinen auf einem Keramik-Löffel
Rosinen sind nicht nur reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Polyphenolen und sehr ballaststoffreich: Die getrockneten Weintrauben sind für auch den Blutzuckerspiegel gesünder als beispielsweise eine Scheibe Weissbrot. Laut Wissenschaftlern der University of Kentucky kann der beliebte und nährstoffreiche Snack das Risiko für Diabetes reduzieren. © CSP_ildi/IMAGO
Walnüsse
Walnüsse enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren mit einem hohen Anteil an Omega-4-Fettsäuren, die für ihre blutzucker- und insulinsenkende Wirkung bekannt sind. Schon eine Handvoll (ca. 30 g) pro Tag kann Diabetes-Patienten helfen, ihren Blutzuckerspiegel konstant zu halten. © Danita Delimont/IMAGO

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Juliane Gutmann sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Jake Jakab/Imago

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