Was verrät uns das Blut?

Hohe Lebenserwartung: Fünf Blutwerte, die Sie kennen sollten

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Eisenmangel, erhöhter Cholesterinwert: Blutwerte verraten viel über unseren Gesundheitszustand. Wichtige Werte für ein gesundes Leben im Überblick.

Aus unserem Blut lässt sich vieles über unseren Gesundheitszustand herauslesen. So können anhand von Blutwerten Entzündungen im Körper aufgedeckt werden, die häufig auf Krankheiten wie Krebs oder Diabetes hindeuten. Ein Vitamin-D-Mangel könnte außerdem erklären, warum sich der Patient oder die Patientin häufig müde und abgeschlagen fühlt, besonders Infektanfällig ist oder zu Stimmungsschwankungen neigt, die sich in der kalten und dunklen Jahreszeit oft als Winterdepression äußern.

So oder so: Um ein gesundes und langes Leben zu führen, sollte man seine Werte im Blick haben. Leichte Veränderungen der Werte sind aber noch kein Anlass zur Sorge, sondern sollten im Rahmen von weiteren Untersuchungen abgeklärt werden. Ein Überblick, welche Blutwerte für ein gesundes und möglichst langes Leben besonders relevant sind.

Blutwerte: Diese Werte deuten auf hohes Schlaganfall- oder Herzinfarkt-Risiko hin

Der Schlaganfall zählt laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) zusammen mit Herzerkrankungen, zum Beispiel dem Herzinfarkt und Krebsleiden zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Ob man selbst einem erhöhtem Risiko ausgesetzt ist, verraten bestimmte Werte in unserem Blut. Ein Indikator für einen drohenden Schlaganfall ist das Eiweiß Fetuin-A. Das Eiweißmolekühl wird in der Leber gebildet und an das Blut abgegeben. Laut Wissenschaftlern des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke und an der Universität Tübingen sind hohe Blutwerte dieses Biomarkers mit einem drei- bis vierfach höheren Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden.

Schlaganfall durch Ernährung vermeiden: Zehn Lebensmittel schützen vor gefährlichem Gefäßverschluss

Nüsse bremsen die Arterienverkalkung.
Nüsse bremsen die Arterienverkalkung. Sie enthalten Ballaststoffe, Magnesium, mehrfach ungesättigte Fette, Vitamin E und Antioxidantien – alles Bestandteile, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Vor allem in Mandeln, Hasel- und Erdnüssen ist reichlich Vitamin E enthalten, das die Aufnahme der schädlichen LDL-Fettpartikel im Blut verhindert und so vor Arteriosklerose schützt. (Symbolbild) © Achim Sass/Imago
Spinat ist reich an Folsäure, das vor Arterienverkalkung schützt.
Spinat ist reich an Folsäure, die vor Arterienverkalkung schützt. Es enthält viel Vitamin D und E, welche die Aufnahme des schlechten LDL-Cholesterin verhindert, wodurch weniger Ablagerungen entstehen und die Arterien nicht verengt werden. (Symbolbild) © Vitalina-Rybakova/Imago
Olivenöl senkt Blutdruck und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Arteriosklerose reduziert wird.
Laut „Deutscher Herzstifung“ senkt Olivenöl nachweislich das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Ablagerungen in den Gefäßen, der Arteriosklerose, ebenfalls vermindert wird. Die Gefahr, an einer Herzkranzgefäßerkrankung zu erkranken, reduziert sich erwiesenermaßen. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Zwiebel und Knoblauch wirken als natürliche Gefäßputzer, da ihre enthaltenen Öle Arteriosklerose vorbeugen.
Zwiebel und Knoblauch geben unseren Gerichten nicht nur den nötigen Pfiff, sie wirken auch als natürliche Gefäßputzer, da ihre enthaltenen Öle Arteriosklerose vorbeugen. Vor allem Knoblauch kann das Herz gesund halten: Die Knolle regt die Stickstoffproduktion im Körper an und verbessert dadurch die Dehnbarkeit und Elastizität unserer Arterien. (Symbolbild) © YAY Images/Imago
Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindern die Bildung von Blutgerinnseln und verhindern Arterienverkalkung.
Der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindert die Bildung von Blutgerinnseln und wirkt der Plaques-Bildung an den Wänden der Arterien entgegen. (Symbolbild) © foodandmore/Imago
Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche die Zellen elastisch halten und verhindern, dass die Arterien verstopfen.
Laut „Medical Tribune“ reduziert der Verzehr von Avocado schädliche Lipoproteine. Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche die Zellen elastisch halten und verhindern, dass die Arterien verstopfen. Also ruhig öfters mal Guacamole auf den Speiseplan nehmen, den auch hierzulande beliebten Avocado-Dip der mexikanischen Küche. (Symbolbild) © Artjazz/Imago
Besonders Red Delicious oder Granny Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine, die Blutgerinnseln und Arterienverkalkung vorbeugen.
Besonders Red Delicious oder Granny Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine. Das sind Stoffe, die die Fähigkeit besitzen, Blutgerinnseln vorzubeugen. Darüber hinaus können sie auch die Arterien elastisch halten und stärken. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Vor allem rote Grapefruits können erhöhte Blutfettwerte, ein Hauptrisiko für das Entstehen von Arteriosklerose dar, senken.
Grapefruits sind nicht nur reich an Vitamin C, sie helfen auch beim Abnehmen. Zudem haben israelische Forscher herausgefunden, dass vor allem rote Grapefruits stark erhöhte Blutfettwerte positiv beeinflussen können. Erhöhte Blutfettwerte stellen ein Hauptrisiko für das Entstehen von Arteriosklerose dar, so die „Deutsche Apotheker Zeitung“. (Symbolbild) © Lubo Ivanko/Imago
Anthocyane der Heidelbeere sollen die Gefäße elastisch halten und so vor Arterienverkalkung schützen.
Blaubeeren gehen immer, als Dessert oder Snack zwischendurch – vor allen Dingen, weil sie durch ihre sekundären Pflanzenstoffe, die sogenannten Flavonoide, freie Radikale im Körper unschädlich machen. Anthocyane, die Wirkstoffe der Heidelbeere, sollen Entzündungen im Körper entgegenwirken, die Gefäße elastisch halten und so vor Arterienverkalkung schützen. (Symbolbild) © Larissa Veronesi/Imago
Grüner Tee enhält Procyanidine, das die Elastizität der Arterien steigert.
Wie Äpfel enthält auch grüner Tee Procyanidine, das die Elastizität der Arterien steigert und den Sauerstoff sowie die Nährstoffe besser zu den Geweben, Muskeln und Organen transportieren kann. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Ein wichtiger Marker zur Früherkennung von entzündlichen Gefäßveränderungen ist außerdem das Lp-PLA2. Der Wert gibt Auskunft über die Stabilität von verkalkungsbedingten Cholesterinablagerungen in der Arterienwand. Kurz gesagt: Wenn der Wert erhöht ist, deutet dies ebenfalls auf ein erhöhtes Risiko für einen auftretenden Herzinfarkt oder Schlaganfall hin.

Einen Schlaganfall lässt sich anhand von bestimmten Symptomen erkennen. Zum Beispiel kann ein erstes Anzeichen für einen Schlaganfall eine plötzliche Sprachstörung sein.

Was Blutwerte verraten: Was bedeutet ein hoher Homocystein-Spiegel?

Auch ein hoher Homocystein-Spiegel erhöht das Risiko eines Schlaganfalls. Außerdem könnten Thrombose, Arteriosklerose oder weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen dadurch auftreten. Durch Rauchen, starken Alkoholkonsum, ein hohes Alter oder auch durch Erkrankungen kann sich der Wert erhöhen. Zudem können bestimmte Mängel an Vitaminen (B6, B12, B9) zu einem Anstieg des Wertes führen.

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Blutwerte: Vitamin D spielt bei Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs wichtige Rolle

Nicht zu vernachlässigen ist auch der Vitamin-D-Wert. Vitamin D ist für die Stärkung der Knochen, für ein starkes Immunsystem und gesundes Nervensystem verantwortlich. Außerdem spielt Vitamin D bei Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar bei Krebs eine wichtige Rolle. Weitere Informationen über das große oder kleine Blutbild, die zu untersuchenden Werte und wie sie interpretiert werden, lesen Sie in unserem Überblick.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

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