„Angebot“ auf eBay

BMW M1: Seltene Räder sind teurer als mancher Neuwagen

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Wer sich einen seltenen BMW M1 zulegen will, muss tief in die Tasche greifen. Doch auch die Räder des Sportwagens kosten ein Vernögen.

Der BMW M1 ist eine absolute Legende. Schon zum Marktstart im Jahr 1978 war der von Giugiaro entworfene Sportwagen kein Schnäppchen. Satte 113.000 D-Mark rief BMW seinerzeit für eines der 460 Exemplare auf und machte den M1 damit zum damals teuersten deutschen Auto.

Eine Investition, die sich für die Käufer gelohnt hat, denn inzwischen werden deutlich höhere Preise fällig. So wechselte beispielsweise der M1 von Paul Walker (40, † 2013) für 500.000 US-Dollar (rund 499.700 Euro) den Besitzer. Ein anderer Anbieter wollte sogar knapp 800.000 Euro für den keilförmigen Sportwagen. Etwas günstiger wird es, wenn man nur einen Satz Reifen mit Felgen haben möchte.

Ein Verkäufer in den USA bietet die Räder des BMW M1 auf eBay an.

BMW M1: Seltene Räder kosten mehr als Neuwagen

Ein solcher ist derzeit bei eBay im Angebot. Wer jetzt hofft, ein Stück M1-Geschichte zum Schnäppchenpreis abstauben zu können, der täuscht sich gewaltig. Für den gebrauchten Satz verlangt der Verkäufer aus Jacksonville 18.700 US-Dollar (18.679 Euro). Der weltweite Versand kostet weitere 950 US-Dollar (rund 949 Euro). Innerhalb der USA werden immerhin „nur“ 250 US-Dollar (etwa 250 Euro) fällig. Für den Kaufpreis der Reifen lässt sich bereits der ein oder andere Neuwagen kaufen.

Spritschleudern der Autogeschichte: 43,5 Liter auf 100 Kilometer

Ein Chevrolet Camaro.
Mit dem Camaro reagierte Chevrolet Ende 1966 auf den beleibten Ford Mustang. Das Muscle Car aus Detroit erwies sich mit dem V8-Motor und 7 Litern Hubraum jedoch als sehr durstig: Bis zu 43,5 Liter auf 100 Kilometern waren keine Seltenheit. © Chevrolet
Ein roter Lamborghini Countach.
Im Heck des ersten Lamborghini Countach verrichtete ein V12-Motor mit 5 Litern Hubraum seinen Dienst. Mit bis zu 33,5 Litern auf 100 Kilometern war der Sportwagen jedoch alles andere als sparsam. Die Neuauflage dürfte dank Hybrid-Antrieb deutlich weniger verbrauchen. © Thomas Zimmermann/Imago
Rolls Royce Corniche Cabrio Baujahr 1984
Der Rolls-Royce Corniche ist mit rund drei Tonnen wahrlich kein Leichtgewicht. Kein Wunder also, dass sich auch der V8-Motor mit 7 Litern Hubraum als Schluckspecht erwies. Bis zu 29 Liter gönnte sich der edle Brite auf 100 Kilometer. © Sebastian Geisler/Imago
Ein Dodge Charger.
Auch der Dodge Charger ist ein Klassiker der amerikanischen Automobil-Geschichte. Getreu dem Motto „Höher, schneller, weiter“ fällt auch sein Spritverbrauch üppig aus. Bei frühen Modellen waren bis zu 27 Liter auf 100 Kilometer möglich. © Panthermedia/Imago
Aston Martin Lagonda
Optisch kann man vom Aston Martin Lagonda halten, was man möchte. In Sachen Spritverbrauch zählt der Brite, mit bis zu 26,1 Liter auf 100 Kilometern, aber zu den durstigsten Autos, die jemals gebaut wurden.  © Tim Graham/Imago
Hummer H1
Der Hummer H1 wurde ursprünglich vom US-amerikanischen Militär-Herstellers AM General gebaut. Dieser verkaufte die Markenrechte schließlich an General Motors. So wuchtig wie der Geländewagen aussieht, war auch sein Verbrauch, der bei bis zu 24,5 Liter auf 100 Kilometer lag. Die Neuauflage des Klassikers ist im übrigen rein elektrisch unterwegs. © Sebastian Geisler/Imago
Bentley Arnage
Bis 2010 baute Bentley den 2,6 Tonnen schweren Arnage, auf dem auch die State Limousine der verstorbenen Königin Elisabeth II basierte. Mit dem größten Motor war ein Verbrauch von 24,2 Liter auf 100 Kilometer möglich.  © Sebastian Geisler/Imago
Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport L Edition Type 35
Der Bugatti Veyron war eines der ersten Autos mit Straßenzulassung, das mehr als 1000 PS unter der Haube hatte. Der Motor des „Super Sport“ leistete sogar 1.200 PS. Die Folge: ein Verbrauch von durchschnittlich 24,1 Litern auf 100 Kilometer. Innerorts sind sogar bis zu 37,2 Liter möglich. © Sebastian Geisler/Imago
Dodge Challenger RT
Neben dem Charger eroberte Dodge auch mit dem Challenger den US-Muscle-Car-Markt. Letztere zeigte sich mit einem Verbrauch von 23,5 Litern auf 100 Kilometer etwas „sparsamer“. © Andre Poling/Imago
Dodge Viper RT10
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Das gilt auch für Dodge, denn auch die Viper erweist sich als besonders durstig: bis zu 21,1 Liter auf 100 Kilometer waren möglich. Gebaut wurde der Sportwagen von 1992 bis 2017. © Eibner/Imago

Doch der Preis dürfte noch weiter steigen, denn laut Anzeige sind auf den Felgen des BMW M1 noch die originalen Pirelli P7-Reifen montiert. Diese dürften inzwischen aber ihr Haltbarkeitsdatum etwas überschritten haben. Für den Käufer heißt das, es müssen neue Gummis her und die alten entsorgt werden. Dadurch entstehen weitere Kosten, die den Kaufpreis weiter in die Höhe treiben.

BMW M1: Felgen nicht im besten Zustand

Doch der hohe Preis dürfte nicht das einzige Problem sein. Die Bilder, die der Verkäufer von den Felgen des BMW M1 gemacht hat, zeigen, dass diese nicht grade im besten Zustand sind. So lassen sich einigen Macken erkennen. Zudem sind die Felgen von einer dicken Staubschicht bedeckt.

Die Felgen des BMW M1 sind nicht im besten Zustand.

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Immerhin: Einen BMW M1 muss ein interessierter Käufer nicht besitzen, falls er die Felgen nicht als Museumsgegenstand oder Dekoartikel verwenden möchte. Mit einem Lochkreis von 5x120 passen die Felgen auch problemlos auf andere Fahrzeuge – wie den aktuellen BMW M2, den Chevrolet Camaro oder das Tesla Model S.

Rubriklistenbild: © YAY Images/Imago

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