Hobbygärtner entfernt Breitwegerich (Plantago major) aus einer Rasenfläche
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Breitwegerich im Rasen ist ein Zeichen für einen verdichteten Boden. Hier hilft eine Auflockerung mit Sand und Aerifizieren. Im Beet kann man Ackerbohnen oder Lupinen pflanzen.
Gänsefingerkraut (Potentilla anserina)
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Das Gänsefingerkraut deutet auf Staunässe oder einen schweren Boden mit Lehm oder Ton hin.
Kleiner Storchschnabel (Geranium pusillum)
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Wo der Kleine Storchschnabel wächst, ist der Untergrund oft trocken und sandig.
Wilde Möhre Daucus carota
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Die Wilde Möhre wächst auf sehr stickstoffarmen Böden. Organische Dünger wie Hornspäne steuern dagegen.
Kletten-Labkraut (Galium aparine)
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Das Kletten-Labkraut kommt auf stickstoffreichen, oft auch nassen, verdichteten Böden vor.
Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
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Kriechender Hahnenfuß ist zwar hübsch anzusehen, spricht aber nicht unbedingt für den Boden. Der ist nämlich vermutlich verdichtet und leidet unter Staunässe.
Wiesensalbei Salvia pratensis
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Wiesensalbei lässt auf einen kalkreichen, trockenen Boden schließen.
Vogelmiere, Große Sternmiere
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Kaum ein Beet ist völlig frei von Vogelmiere: Wahrscheinlich ist der Boden gut gedüngt, also stickstoffreich, und alkalisch.
Blüte vom Löwenzahn zwischen Taubnesseln
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Löwenzahn und Taubnesseln sagen: Hier ist die Erde ziemlich stickstoffreich. Dieser ist zwar zum Beispiel für Kartoffeln wichtig, aber nur in Maßen.
Österreichische Hundskamille (Anthemis austriaca)
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Die Gattung der Hundskamille mag saure, stickstoffarme oder kalkarme Böden.

Sprache der Pflanzen

Die wichtigsten Zeigerpflanzen im Garten und was sie über die Bodenqualität verraten

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Was fehlt der Gartenerde? Wildpflanzen und Unkräuter im Rasen oder Beet geben oft wertvolle Hinweise über den Nährstoffgehalt oder die Feuchtigkeit des Bodens.

Nur selten verrät eine einzelne Pflanze allein, wie der Boden im Garten beschaffen ist. Wenn aber mehrere der sogenannten Zeigerpflanzen an einem Fleck auftauchen, lohnt es sich nachzuforschen. Zumindest, wenn man die Bodenqualität verbessern möchte, ohne eine aufwendigere Bodenanalyse zu machen. Sie finden beispielsweise Brennnessel, Giersch, Melde und Vogelmiere in einem Beet? Dann ist die Erde bestimmt stickstoffreich – hier sollten Sie je nach Pflanzkultur aufpassen, nicht zu viel zuzudüngen.

Zeigerpflanzen haben besondere Ansprüche an ihre Wachstumsbedingungen und geben durch ihr Vorkommen Hinweise, ob es sich um eine sandige, saure, feuchte oder eine Bodenqualität handelt. Eine Pflanze ist dabei oftmals für verschiedene Bodenverhältnisse typisch, wenn sie zum Beispiel nicht nur einen trockenen, sondern auch einen nährstoffarmen Untergrund benötigt, um gut zu gedeihen. Diese Bildergalerie zeigt einige bekannte Beikräuter, die sich spontan in Rasen und Beet zeigen können.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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