Bodenverbesserung

Ob lehmiger Boden oder Sandboden: Wie jeder Garten trotzdem wunderschön blüht

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Jedes Gewächs geht in Ihrem Garten ein? Vielleicht stimmt die Beschaffenheit der Erde nicht. So werten Sie sandigen oder lehmigen Boden auf.

Sie träumen von einem herrlich bunt blühenden Garten – doch es will einfach keine Pflanze bei Ihnen wachsen? Möglicherweise liegt es daran, dass Sie unvorteilhaften Boden haben. Im Sandboden versickert das Wasser zu schnell und wäscht Nährstoffe aus. Lehmiger Boden ist zu fest: Wurzeln finden keinen Platz und das Wasser staut sich. Trotzdem müssen Sie nicht auf eine hübsche Bepflanzung verzichten. Für jeden Boden gibt es standortgerechte Gewächse. Es gibt auch viele Methoden zur Bodenverbesserung.

So erkennen Sie, welchen Boden Ihr Garten hat

Feste, klebrige Erdklumpen deuten auf einen lehmigen Boden hin.

Der erste Schritt für eine schöne Blütenpracht ist es, den Boden zu bestimmen. Dafür können Sie eine Spatenprobe durchführen: Entfernen Sie auf einem kleinen Stück die Grasnarbe und stechen Sie mit dem Spaten etwa 30 Zentimeter in den Boden. Dort prüfen Sie nun, wie die Erde beschaffen ist. Oft reicht es aber schon aus, eine kleine Menge in der Hand zu kneten. Zerfällt die Erde sogleich, ist der Boden zu sandig. Bleibt die Kugel fest, klebrig und feucht, ist der Boden sehr lehmig. 

Lehmigen Boden verbessern 

Die Arbeit an einem guten Boden beginnt im Herbst: Wenn der Boden nicht zu nass und noch nicht hart gefroren ist, graben Sie ihn um. Gefriert er über den Winter, werden die harten Erdschollen ausgedehnt und gesprengt. Das lockert den Boden auf. Nun können Sie Sand oder Perlit untermischen, damit die Erde besser belüftet wird. Ist der Boden entschieden zu feucht, muss ein Profi ran: Ein Landschaftsgärtner führt eine Drainage durch und lässt das Wasser ab. Auch Gründünger ist eine gute Methode. Dafür säen Sie bestimmte Pflanzen, die den Boden mit ihren Wurzeln auflockern. Gut geeignet sind Lupinen und Sonnenblumen. Sind diese verblüht, graben Sie die Reste einfach unter. Das sorgt für natürlichen Humus

Diese Pflanzen fühlen sich auch auf lehmigem Boden wohl

Keine Zeit oder Lust für aufwendige Bodenverbesserung? Diese Pflanzen gedeihen auch in festem Boden bzw. Lehmboden:

  • Flieder

  • Holunder

  • Schafgarbe

  • Taglilie

  • Aster

  • Hohe Flammenblume

  • Eisenhut 

  • Bergenien

  • Sonnenbraut

  • Stachelbeere

  • Himbeere

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Bodenverbesserung bei Sandboden

Ist der Boden zu locker, fehlen vielen Pflanzen die Nährstoffe. Da müssen Sie also nachhelfen. Auch hier ist Gründünger eine gute Lösung. Ideale Pflanzen sind Lupinen, Klee und Wicken. Um die Pflanzen gut zu versorgen, sollten Sie im Frühjahr gut düngen. Kompost erhält die wertvolle Humusschicht. Daher sollten Sie organisches Material in den Boden einarbeiten. Eine Möglichkeit, den Humusgehalt aufrechtzuerhalten, ist mit dem Bokashi-Eimer Nährstoffe herzustellen.

Pflanzen, die auf Sandboden gedeihen

Manche Blumen und Stauden kommen gut mit Sandboden zurecht. Dazu gehören:

  • Graslilie

  • Besenginster

  • Färberginster

  • Großblütige Königskerze

  • Thymian

  • Lavendel

  • Fette Henne

  • Heidelbeere

Mit zwölf Stauden durch das Jahr: Dank ihnen blüht es im Garten jeden Monat

Lenzrose (Helleborus orientalis) im Schnee
Den Neujahrsstart legt die Lenzrose (Helleborus orientalis) hin, in Altrosé oder Rottönen. © imagebroker/Imago
Ein fliederfarben blühendes Vorfrühlings-Alpenveilchen
Das Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) zeigt seine Blüten schon im Februar. Die Staude kann man aber das ganze Jahr über pflanzen. © imagebroker/Imago
Zwerg-Felsenblümchen (Draba bruniifolia) im Steingarten
Das wintergrüne Zwerg-Felsenblümchen (Draba bruniifolia) sorgt in Steingärten ab März für Farbe. © McPHOTO/Imago
Eine gelb blühende Schwefel-Elfenblume (Epimedium)
Ab April ist die robuste, pfelgeleichte Elfenblume (Epimedium) in bester Blühlaune. © blickwinkel/Imago
Pinkfarbenes Tränendes Herz (Dicentra)
Im Mai macht das Tränende Herz (Dicentra) mit weißen oder pinken Blüten auf sich aufmerksam.  © imagebroker/Imago
Rot blühende Indianernessel (Monarda)
Die Indianernessel (Monarda) reckt ihre frechen Blütenköpfe ab Juni in die Höhe.  © blickwinkel/Imago
Ein weiß-rosa und ein pink blühender Phlox
Ein Klassiker, der aber viele Farbvarianten parat hat: Die Flammenblume (Phlox paniculata) blüht ab Juli. © imagebroker/Imago
Eine rosafarbene Herbst-Anemone (Anemone japonica)
Die Herbst-Anemone (Anemone japonica) fängt im Spätsommer in Pastellfarben an zu blühen. © agefotostock/Imago
Blau blühende Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii)
Die Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii) blüht ab September recht spät im Jahr, dafür aber üppig. © Panthermedia/Imago
Blühende Oktober-Silberkerze (Actaea simplex)
Die Oktober-Silberkerze (Actaea simplex) verschönert den Garten mit ihren weißen Rispen im Herbst. © agefotostock/Imago
Drei Blüten des Storchschnabel Rozanne
Der Storchschnabel ‚Rozanne‘ blüht bis in den November. © McPHOTO/Imago
Blühende Christrose
Sie blüht nicht bunt, sondern weiß, aber immerhin im Dezember: die Christrose (Helleborus niger). © Gottfried Czepluch/Imago

pH-Wert im Garten ausgleichen

Nicht immer ist der Boden zu fest oder zu locker – manchmal stimmt auch einfach der pH-Wert nicht. Um diesen zu bestimmen, können Sie Erde in ein Labor schicken. Aber es geht auch zu Hause: Entnehmen Sie etwas Erde aus zehn Zentimeter tiefem Boden. Lösen Sie diese in destilliertem Wasser auf. Nach einigen Minuten können Sie den pH-Wert anhand eines Teststreifens ablesen. 

  • Ein Wert unter 5,5 ist zu sauer. Kalken Sie die Erde im Frühjahr, um den Boden zu entsäuern, etwa mit einem abgemischten Bodenverbesserer (werblicher Link).

  • Bei einem pH-Wert über 7 ist die Erde alkalisch. Mulchen Sie die Beete im Herbst, um das auszugleichen.

Rubriklistenbild: © YAY Images/Imago

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