VonFranziska Irrgeherschließen
Hier lernen Hobbygärtner die Besonderheiten des Buchsbaumzünslers kennen und erfahren, was sie (präventiv) gegen ihn unternehmen können.
- Der Buchsbaumzünsler ist sehr gefräßig und von außen an Pflanzen oft nur schwer zu entdecken
- Ein Befall mit dem Schädling ist schwer zu bekämpfen und es braucht Geduld und sehr gründliche Arbeit
- Buchsbaumzünsler sind in Deutschland nicht überall gleich stark verbreitet, die Ausbreitung nimmt aber zu
Der Buchsbaum ist in Deutschland sehr beliebt, weil er sehr robust ist und im Winter auch Frost standhält. Die Pflanze hat aber auch Feinde. Besonders der Buchsbaumzünsler setzt dem Busch stark zu, sodass er am Ende oft abstirbt. Buchsbaumzünsler gehören neben Ameisen, Schnecken und Eichenprozessionsspinnern zu den Arten in Parks und heimischen Gärten, die stören und zerstören. Buchsbaumzünsler zu bekämpfen ist nicht einfach, denn die kleinen Schädlinge sind schwer zu entdecken und sehr zäh.
Buchsbaumzünsler: Aussehen und Verbreitung
Der Buchsbaumzünsler gehört zu den Schmetterlingen, genauer zur Gattung Cydalima, ganz egal, ob die Gärtner ihn eher in Form von Eiern oder Raupen wahrnehmen (meist letzteres). Der Kleinschmetterling stammt ursprünglich aus Asien und wurde – genauso wie der Buchsbaum selbst – durch Baum- und Setzlingsverkauf primär aus Ostasien nach Westeuropa „versetzt“, also eingeschleppt. Besonders schädlich ist dabei die Buchsbaumzünsler-Raupe, die sich vom Buchsbaum – erst von den Blättern, dann von der Zweigrinde – ernährt und an diesem schwere Schäden anrichtet.
Dabei ist die Raupe erst einmal unscheinbar. Sie entschlüpft einem der unzähligen Buchsbaumzünsler-Eier, die an der Unterseite des Blatts haften. Sie wird bis zu fünf Zentimeter lang und kann gelbgrün oder dunkelgrün sein. Auffällig ist eine Musterung aus schwarzen und weißen Abzeichen.
Für Menschen ist der Buchsbaumzünsler, anders als der Eichenprozessionsspinner, harmlos. Gefährlich für den Buchsbaum sind die Raupen vor allem, weil sie stets in großer Menge auftreten. Pro Jahr können bis zu vier Generationen den Baum „heimsuchen“ und ein Befall wird meist zu spät entdeckt. Aktiv ist der Schädling meist von April bis Oktober.
Buchsbaumzünsler: Das ist bei Befall zu tun
Wenn ein Befall mit Buchbaumzünslern entdeckt wird, muss der Gärtner schnell handeln, damit die Pflanze keinen weiteren Schaden nimmt. In der Regel ist der Schaden nämlich bereits beträchtlich, wenn das Tier entdeckt wird. Mittel gegen den Buchsbaumzünsler sollten dabei möglichst umweltschonend sein. Spritzmittel, die die Raupen töten, können auch für natürliche Fressfeinde gefährlich sein, weshalb Naturschützer von solchen Mitteln abraten.
Unbedenkliche Hausmittel gegen den Buchsbaumzünsler sind:
- Das Absammeln der Raupen. Dies ist besonders bei leichtem Befall empfehlenswert. Hierbei sollten Hobbygärtner Handschuhe tragen.
- Das Absprühen der Pflanze mit einem Hochdruckreiniger (plus anschließendes Aufsammeln und Vernichten der Raupen).
- Algenkalk eigenet sich ebenfalls zum Bekämpfen des Schädlings.
Dass auch Kaffeesatz gegen Buchsbaumzünsler helfen soll, ist dagegen nicht erwiesen.
Buchsbaumzünsler: Was Gärtner präventiv mit Algenkalk tun können
Ein natürliches Mittel, um einem Buchsbaumzünsler-Befall vorzubeugen, ist Kalk, genauer gesagt Algenkalk. Dabei bestäubt der Gärtner einmal jährlich (am besten im Frühjahr) die Pflanzen mit dem Kalk. Der Kalk mindert die Wahrscheinlichkeit eines Befalls, denn durch ihn werden die Blätter für den Schädling ungenießbar. Außerdem schadet der Kalk den Zähnen der Raupen, sodass weniger von ihnen überleben.
Damit sich erst gar keine Raupen aus den gelegten Eiern entwickeln können, soll Neemöl helfen: Dieses wird im März zusammen mit dem Gießwasser vorbeugend auf die Pflanze gesprüht.
Freund oder Feind? Schädliche und harmlose Raupen im heimischen Garten




Buchsbaumzünsler mit natürlichen Feinden und richtiger Pflege bekämpfen
Buchsbaumzünsler haben auch natürliche Feinde. In Deutschland sind das unter anderem:
- Spatzen
- Kohlmeisen
- Finken
- Wespen
Diese Arten haben die Raupen in den letzten Jahren als Futterquelle entdeckt – und bekämpfen diese auf natürliche Art und Weise. Den Garten einladend für Vögel einzurichten, kann also helfen, die Raupe in Schach zu halten.
Auch können starke, gesunde Pflanzen einen leichten Befall besser verkraften. Daher sollten Gärtner ihren Buchsbaum immer gut pflegen. Auch ein gezielter Rückschnitt kann die Zahl der Zünsler deutlich reduzieren. Da die Raupen des Buchsbaumzünslers auch auf anderen Pflanzen sitzen können, sollte beim Pflanzenkauf stets genau kontrolliert werden, dass sich keine Schädlinge auf den Pflanzen befinden.
