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Im Sommer und im Winter wechseln Hunde und Katzen ihr Fell. Das sollten Herrchen und Frauchen jetzt beachten und so helfen sie ihren Haustieren dabei.
Wenn Katzen oder Hunde zwischen Sommer- und Winterfell wechseln, bemerken Haustierbesitzer das meist an den deutlichen Spuren auf dem Sofa oder anderen Liegeflächen. Die Tiere hinterlassen dann aber nicht nur Fellreste, wenn sie nach dem Liegen aufstehen, sondern auch, wenn sie irgendwo langgehen oder sich an den Beinen von Herrchen oder Frauchen reiben.
Jetzt liegt es am Haustierbesitzer, das Tier bei seinem Fellwechsel ein wenig zu unterstützen, um die Fellwechselzeit zu verkürzen und angenehmer zu machen.
Vom Sommer- zum Winterfell: So lange dauert der Fellwechsel bei Hunden und Katzen
Der Fellwechsel bei Hunden und Katzen – und ebenso auch bei vielen anderen Säugetieren – geschieht zweimal im Jahr. Im Frühjahr wechseln auch die Haustiere vom Winterfell auf das Sommerfell und im Herbst wieder zurück zum Winterfell. Die Zeit des Fellwechsel bei Hunden und Katzen dauert je nach Rasse und den äußeren Umständen unterschiedlich lang.
Laut Tierklinik-oberhaching.de kann der Vorgang aber bis zu sechs bis acht Wochen Zeit in Anspruch nehmen. Im Frühjahr fällt er außerdem extremer aus als im Winter, weil vielen Rassen für die kalte Jahreszeit eine wärmende Unterwolle wächst, die sich nun wieder vom Körper löst.
Tag- und Nacht-Zeiten: So funktioniert der Fellwechsel bei Hunden und Katzen
Ausgelöst wird der Fellwechsel laut Online-apotheke-cz.de von der Anzahl der Tag-Nacht-Stunden, die sich auf die Produktion des Schlafhormons Melatonin auswirken. Werden die Tage kürzer, produziert der Körper des Tieres mehr Melatonin und weiß somit auch, dass es wieder Zeit für das wärmere Fell ist. Im Sommer, wenn die Tage länger werden, wird weniger Melatonin produziert, was dazu führt, dass sich das leichtere Sommerfell bildet, das den Tieren in der warmen Jahreszeit bei der Temperaturregulierung hilft.
Der Fellwechsel kann durch Wetter und Licht beeinflusst werden. Tiere, die nur im Haus gehalten werden, in dem kontrollierte Licht- und Temperaturverhältnisse herrschen, bekommen kein ganz so dickes Winterfell wie Freigänger-Katzen oder Hofhunde. Auch ein sehr warmer Winter oder ein kalter Sommer können den Fellwechsel beeinflussen und zum Beispiel verlangsamen.
Fell pflegen: So unterstützen Besitzer ihre Haustiere äußerlich beim Fellwechsel
Der Fellwechsel ist also ein Wetter- und Umgebungsbedingter Vorgang der Natur, trotzdem kann der Mensch dabei ein wenig helfen. Wenn Hund oder Katze gerade im Fellwechsel sind, können Herrchen und Frauchen das Fell zum Beispiel mit einer speziellen Fellbürste pflegen. Das hat gleich zwei Vorteile: Erstens finden die meisten Tiere diese Massage recht angenehm und zweites verlieren die Tiere viel von ihrem Fell an einer Stelle und die Besitzer müssen nicht ständig hinter ihnen hersaugen.
Am besten eigenen sich für Katzen spezielle Katzenbürsten, die es im Tierbedarfsladen zu kaufen gibt. Metallborsten sorgen dafür, dass lose Haare gut herausgebürstet werden können und noch festsitzende Haare gelockert werden. Wer mag, kann danach noch eine Bürste mit weichen Borsten benutzen, um das Fell glänzend zu kämmen und den Stubentiger etwas zu verwöhnen. Dabei sollte man darauf achten, niemals gegen den Fellstrich zu kämmen und nicht zu stark zu drücken.
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Bei Hunden mit besonders dickem Fell kann man auch Unterwolle-Kämme verwenden, um diese zu entfernen. Generell eignet sich für langhaarige Hunde und Katzen ein Kamm, um Verknotungen oder Verfilzungen vor dem Bürsten zu entwirren.
Nahrungsergänzungsmittel: Hund und Katze können mit diesen Mitteln leichter das Fell wechseln
Nahrungsergänzungsmittel können laut der Nachrichten-Webseite Nau.ch zusätzlich beim Fellwechsel unterstützen, indem sie Fell und Haut des Tieres von innen heraus pflegen. Omega-3-Fettsäuren sind dabei ein wichtiger Bestandteil, ebenso wie Biotin (Vitamin B7), das auch beim Menschen das Haarwachstum anregt, oder Zink, Vitamin E und ausreichend Proteine.
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Die Stoffe beschleunigen den Fellwechsel, unterstützen die Haut und wirken teilweise sogar entzündungshemmend, was von Vorteil sein kann, wenn der Fellwechsel mit Juckreiz oder sogar offenen Hautstellen einhergeht. Diese Nährstoffe sind zum Beispiel in Fischöl enthalten oder in zahlreichen Präparaten, die es beim Tierarzt oder im Tierbedarfshandel zu kaufen gibt.