VonJoana Lückschließen
Malven sind mit ihren filigranen Blüten nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch noch hilfreich. Denn aus ihnen kann man einen kostbaren Tee zubereiten.
Mehr als 100 Arten von Malven gibt es. Am beliebtesten sind die Gemüsemalve (Malva verticillata), Wegmalve (Malva neglecta), Rosenmalve (Malva alcea), Wilde Malve (Malva sylvestris), Moschusmalve (Malva moschata) und die Becher-Malve (Lavatera). Letztere wird auch oft als Buschmalve bezeichnet und eignet sich hervorragend für den Anbau im Kübel. Die Wilde Malve hingegen ergibt einen entzündungshemmenden Tee.
Malve im Topf anbauen und eigenen Tee ernten
Die Malve ist nicht nur hübsch und pflegeleicht, auch für Bienen ist sie dank ihres Nektars sehr wertvoll. Im Rahmen eines insektenfreundlichen Gartens steht sie neben Lavendel, Flieder, Jasmin oder Wildrosen somit ganz oben auf der Liste.
Zehn Zimmerpflanzen für sonnige Standorte




Beachten Sie in puncto Standort folgendes bei Malven:
- Ob im Kübel oder im Beet: Malven bevorzugen sonnige Standorte, kommen aber auch mit Halbschatten klar.
- Da die langen Stängel etwas empfindlich sind, ist ein windgeschützter Platz von Vorteil.
- Auch die Wilde Malve und die Moschusmalve eignen sich gut für ein Dasein im Kübel, da sie mit einer Größe von 50 bis 100 Zentimetern eher kompakt bleiben.
- Eine Rankhilfe kann bei allen Malvenarten sinnvoll sein.
- Beachten Sie, dass Malven in Kübeln gepflanzt werden sollten, welcher ein Fassungsvermögen von 30 bis 40 Litern aufweist und der wegen der Pfahlwurzeln mindestens 60 Zentimeter tief sein sowie über ausreichend Drainage verfügen sollte.
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Wer möchte, kann Malven zudem für Tee ernten. Dieser ist wirkungsvoll bei Husten, Schleim und Halsschmerzen. Dafür ernten Sie die Blüten und Blätter der Wilden Malve und übergießen diese mit heißem, besser aber noch mit kaltem Wasser, denn die Inhaltsstoffe sind lichtempfindlich. Nach einer Ziehzeit von ein paar Stunden kann man den Tee leicht erhitzen und dann trinken.
Bei Topfpflanzen sollten Sie zu viel oder zu wenig Drainage generell vermeiden sowie darauf achten, dass Sie nicht die falschen Pflanzen kombinieren. Die Malve verträgt sich beispielsweise sehr gut mit Lupinen, Salbei oder Männertreu.
Rubriklistenbild: © A. Held/Imago

