Bundesweite Aktion

Blitzermarathon 2023: Nicht alle Bundesländer nehmen teil – wo Autofahrer aufpassen müssen 

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Am Freitag steht der bundesweite Blitzermarathon an. In einigen Bundesländern sollten Autofahrer jedoch schon jetzt den Fuß vom Gas nehmen, wenn sie ein Bußgeld vermeiden wollen.

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind, sondern auch der Blitzermarathon. In ganz Deutschland werden dann mobile Blitzer aufgestellt. Geschenke werden dabei jedoch nicht verteilt, stattdessen hagelt es für die erwischten Raser Bußgelder und Punkte in Flensburg. Doch wann und wo müssen Autofahrer auf der Hut sein?

Blitzermarathon 2023: Wo Autofahrer aufpassen müssen 

In diesem Jahr steigt der Blitzermarathon im Rahmen der europäischen „Speedweek“ am Freitag, 21, April. Heißt: Nicht nur in Deutschland besteht in dieser Woche die Gefahr, von Radarfallen erwischt zu werden, wenn man zu schnell ist. Wie schon 2022 nehmen aber nur einige Bundesländer an der Aktion teil. Laut AutoBild sind das:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Brandenburg
  • Hamburg
  • Hessen
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein

Blitzermarathon 2023: Viele Bundesländer kontrollieren die ganze Woche

Besonders in Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein müssen Autofahrer dabei wachsam sein. In diesen Bundesländern kontrolliert die Polizei bereits ab Montag verstärkt – und das die gesamte Woche.

Beim Blitzermarathon macht die Polizei bundesweit Jagd auf Raser.

In den anderen teilnehmenden Bundesländern wird derweil nur am Freitag kontrolliert. Sicher fühlen sollten sich Autofahrer deswegen aber noch nicht. Alleine in Bayern sollen 1.800 Messstellen eingerichtet werden. 160 davon in der Landeshauptstadt München. Wo im Rahmen des Blitzermarathons kontrolliert wird, steht auf der Website des bayerischen Innenministeriums.

Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Streit um Tempolimit für Ortsdurchfahrt
Zum 9. November 2021 ist der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Wer innerorts 16 bis 20 Stundenkilometer zu schnell fährt und geblitzt wird, zahlt statt wie früher 35 nun 70 Euro. © Sebastian Gollnow/dpa
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder.
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder. © Uwe Anspach/dpa
 Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. M
Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. (Symbolbild) © Arne Dedert/dpa
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläuterte.
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläutert hatte. Dies gelte dann, wenn Radfahrer vorschriftswidrig auf einem Gehweg fahren.  © Paul Zinken/dpa
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen.
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen.
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen. (Archivbild/Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa
Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.
Wer keine Rettungsgasse bildet oder die sogar selbst zum schnelleren Vorankommen mit dem Auto nutzt, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.  © Patrick Seeger/dpa
Polizei-Kontrollaktion zu Drogen und Alkohol
Lkw-Fahrer, die gegen die neu eingeführte Pflicht verstoßen, mit dem Lastwagen beim Rechtsabbiegen innerorts nur mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren, werden mit 70 Euro zur Kasse gebeten. (Archivbild/Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa
Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.
Auto-Poser aufgepasst: Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.  © Patrick Pleul/dpa

Blitzermarathon 2023: Zweite Runde im August

Es ist zudem bereits die zehnte Auflage des Blitzermarathons, wie das europäische Verkehrspolizei-Netzwerk „Roadpol“ mitteilte. Das Datum für die nächste Auflage steht bereits fest: Vom 7. bis 13. August sind die mobilen Radarfallen im Rahmen der „Speedweek“ wieder im Dauereinsatz.

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2022 hatten 19 Länder in Europa an der Aktion teilgenommen und dabei 104.315 Raser erwischt. Am eiligsten hatte es ein deutscher Autofahrer. Mit 190 raste ein Mann in Bayern über eine Landstraße. Erlaubt waren 80 km/h. Ähnlich erschreckend: Ein anderer Fahrer fuhr mit Tempo 90 durch eine Ortschaft, in der nur 50 km/h erlaubt waren. Als Belohnung gab es Punkte und ein Fahrverbot.

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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