Interpretationssache

Hat Ihre Calathea hängende oder gelbe Blätter? Fünf Pflegefehler, die Sie vermeiden sollten

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Die Calathea ist mit ihrer raffinierten Blattzeichnung eine sehr dekorative Zimmerpflanze. Allerdings stellt sie dafür ein paar Ansprüche an ihre Pflege.

Über 300 Arten zählen zur Gattung der Calathea, die auch Korbmarante genannt wird. Entsprechend vielfältig sind auch die Blattzeichnungen der Pflanze, die sie zu einer besonders wirkungsvollen Zimmerpflanze machen. Doch die Blätter sind auch ein Aushängeschild für Pflegefehler. Hängen sie herunter oder verfärben sich braun oder gelb, ist es höchste Zeit, zu handeln.

Calathea pflegen: Blätter deuten auf falsche Behandlung hin

Als Regenwaldpflanze benötigt die Calathea (Calathea orbifolia) ausreichend Luftfeuchtigkeit.

Die Calathea stammt ursprünglich aus den Regenwäldern Brasiliens, daher kommt sie mit eher schattigen Plätzen gut zurecht und fühlt sie sich mit einer hohen Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 Prozent besonders wohl. Das macht das Badezimmer zu einem idealen Standort. Ob sich die Pflanze in Ihren vier Wänden wohlfühlt, können Sie meist gut an den Blättern erkennen:

Eingerollte oder braune Blätter sowie vertrocknete Blattspitzen sind ein Zeichen für eine zu geringe Luftfeuchtigkeit oder zu wenig Wasser. Herabhängende Blätter deuten laut dem Portal Feey auf einen zu kalten oder zu sonnigen Standort, Zugluft oder Wurzelfäule hin. Wenn die Blätter verblassen, haben sie vermutlich zu viel Sonne bekommen. Bei gelben Blättern hat man zu viel gedüngt.

Typische Pflegefehler von Gießen bis Zugluft

Folgende Fehler sollte man bei der Pflege vermeiden:

  1. Trockene Heizungsluft: Das mag die Calathea gar nicht. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, sollte man die Pflanze regelmäßig mit kalkarmem Wasser besprühen oder eine Schüssel mit Wasser in die Nähe stellen.
  2. Falsches Gießen: Von Frühjahr bis Herbst gießt man ein bis zweimal in der Woche mit zimmerwarmem Wasser, im Winter etwa alle zwei Wochen. Staunässe sollte man vermeiden, sonst droht Wurzelfäule.
  3. Zugluft: Sie schwächt die Pflanze und ist eine Einladung für Schädlinge wie Spinnmilben.
  4. Überdüngung: Die Calathea benötigt nur sehr wenig Dünger. Wenn man von April bis Oktober einmal im Monat düngt, ist das ausreichend.
  5. Zu kalter Standort: 20 bis 25 Grad Celsius Raumtemperatur sind ideal, kalte Füße sollte die Pflanze nicht bekommen.

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Haben Sie bei der Pflege alles richtig gemacht, dankt es die Pflanze mit einem allabendlichen „Gebet“: Wie das Portal Mein schöner Garten erklärt, klappt die Calanthea dann ihre Blätter zusammen und entfaltet sie morgens wieder. Sie wird deswegen auch Prayer Plant genannt.

Zimmerpflanzen für den Schatten: Die 10 schönsten

Nahaufnahme von einem Gummibaum samt Blüte.
Hat ein Gummibaum buntes Laub, benötigt er weniger Licht als ein grüner Gummibaum. © Imago
Ein Mann hält einen Bogenhanf in einem Stofftopf.
Bogenhanf bevorzugt weniger helle Plätze in der Wohnung. © Eva Blanco/Imago
Nahaufnahme von einem Schwertfarn.
Der perfekte Standort für Farne sind Nordfenster.  © Mint Images/Imago
Eine Grünlilie vor einer Holzwand.
Zu viel Sonne führt bei der Grünlilie zu verbrannten Blättern. © Teresinagoia/Imago
Eine Calathea „Goldstar“ in einer Wohnung.
Direkte Sonneneinstrahlung führt bei der Calathea zu Verbennungen.  © GWI/Floramedia/Imago
Eine Monstera vor einem dunklen Vorhang.
Das Fensterblatt (Monstera) benötigt nur mindestens 500 Lux. © Julie Berthelemy/Imago
Das Blatt einer weißen Friedenslilie.
Die Friedenslilie (Spathiphyllum) braucht relativ viel Wasser und dafür nur wenig Sonne. © CSP_iperl/Imago
Verschiedene Kakteen auf einem Tablett.
Die Kakteensorten Mammillaria oder Cephalocereus können auch mit wenig Licht zurechtkommen. Anders sieht es bei den meisten anderen Kakteen aus: Sie brauchen mindestens fünf Stunden direkte Sonneneinstrahlung. © Nalinratana Phiyanalinmat/Imago
Nahaufnahme eines Bubikopfes.
Direkte Sonne mag der Bubikopf (Soleirolia soleirolii) nicht. Auch auf zu viel Wärme reagiert das hübsche Gewächs empfindlich. © Pablo Galán Cela/Imago
Ein Drachenbaum vor einer weißen Wand.
Drachenbäume sind der Klassiker unter den Zimmerpflanzen, da sie mit wenig Wasser und relativ wenig Licht auskommen. Ganz dunkel sollten sie jedoch nicht stehen. Praktisch: Drachenbäume reinigen die Luft. © McPhoto/Imago

Sind die Blätter gut gepflegt, ist die Pflanze mit ihrer großen Blattoberfläche außerdem ein guter Luftreiniger.

Rubriklistenbild: © Addictive Stock/Imago

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