VonAdrian Kilbschließen
Manche Euro- und Cent-Münzen sind mehr wert als ihr Nennwert. Seltene Exemplare können Tausende Euro einbringen. Woran die Geldstücke zu erkennen sind.
Wer bestimmte Euro-Münzen oder Cent-Stücke leichtfertig ausgibt, dem kann ein kleines Vermögen durch die Lappen gehen. Manche Geldstücke sind nämlich deutlich wertvoller als ihr geprägter Wert, der sogenannte Nennwert. Auf den ersten Blick ist oft nicht genau erkennbar, dass es sich um ein seltenes Fundstück handelt. Dabei lassen sich mit so einer Münze teilweise mehrere Tausend Euro erzielen.
Von Cent- bis Euro-Münze – Liste zeigt die wertvollsten Geldstücke
Ob 1-Cent-Münzen oder 2-Euro-Geldstücke: Die Münzen können eine beachtliche Summe wert sein. Eine Übersicht über die wertvollsten Geldstücke:
- 2-Euro-Gedenkmünze aus dem Jahr 2024 mit einem Motiv aus Mecklenburg-Vorpommern mit einem „D“ als Länderkennung für „Deutschland“. Sie wird im Netz für bis zu 18.000 Euro angeboten.
- 2-Euro-Gedenkmünze der Hamburger Elbphilharmonie. Stolze 2.500 Euro soll eine Fehlprägung der Münze wert sein, sagt ein Münzhändler, der die Münze online inseriert.
- Münzen, bei der die Sterne am äußeren Rand nicht in die richtige Richtung zeigen. Normalerweise zeigen zwei der fünf Sternzacken jeweils nach außen. Sie bringen bis zu 2.500 Euro ein.
- Münzen mit sogenannten „Zainenden“. Darunter werden falsch ausgestanzte Geldstücke bezeichnet, die dadurch nicht mehr kreisrund sind. Sie bringen bis zu 100 Euro ein.
- 5-Cent-Münze von 2019, bei der auch der äußere Rand der Münde (Rille) geprägt wurde. Sie ist bis zu 100 Euro wert.
Gedenkmünzen und Fehlprägungen: Übersicht zeigt wertvollste Geldstücke
- Münzen mit einem „Spiegelei“, „bei denen das Innere der Münze etwas höher als der äußere Ring ist und somit wie das Eigelb über dem Eiweiß herausragt“. Besonders bei bestimmten 2-Euro-Fällen ist das der Fall.
- Münzen, bei denen die Randinschriften nicht mit den Symbolen auf dem Geldstück übereinstimmen, also die Randinschrift eines Landes mit den Symbolen eines anderen kombiniert wurde. Ein Beispiel dafür ist die 1-Cent-Münze aus Italien mit „Turiner Mole Antonelliana“ statt „Castel de Monte“ auf der Rückseite. Dieses Motiv ist normalerweise auf der Rückseite einer 2-Cent-Münze zu finden. Bei einer Versteigerung brachte die Münze 6.600 Euro ein.
- Sondermünzen aus einem der Zwergstaaten wie San Marino, dem Vatikan, Andorra, San Marino oder Monaco, vor allem die 50-Münzen, sind bis zu 70 Euro wert.
- Münzen ab 2008, welche noch die alte EU-Landkarte (ohne Osterweiterung) abgedruckt haben. Sie können bis zu 100 Euro einbringen.
- 20-Cent-Münze aus dem Jahr 2002 aus Italien, die versehentlich ohne die charakteristische Riffel am Rand hergestellt wurde. Der Sammler-Preis für die Münze liegt bei rund 38 Euro.
- 20-Cent-Münze aus Deutschland aus dem Jahr 2002, die irrtümlicherweise auf einem 10-Cent-Rohling geprägt wurde – und damit zu klein ist. Der Preis liege laut einem Münz-Experten bei rund 165 Euro.
- 5-Cent-Münze aus den Jahren 2007 und 2019, die versehentlich auf einem 2-Cent-Rohling geprägt und bei auch der äußere Rand (Rille) mitgeprägt wurde
Käufer von wertvollen Geldmünzen aufgepasst: Das sollten sie tun, um sicherzugehen
Ob eine Geldmünze wirklich das wert ist, was sie verspricht, ist für den Laien oftmals nicht erkennbar. Bei Angeboten im vier- bis fünfstelligen Bereich sollten unerfahrene Käufer sich lieber an Experten wenden und den wirklichen Wert schätzen lassen. So kann ein Käufer davor bewahrt werden, auf unseriöse Angebote hereinzufallen.
Wer selbst mit einem seltenen Geldstück viel Geld machen will, sollte ebenfalls vorher Münzprofis hinzuziehen. Dr. Matthias Ohm, Vorsitzender des württembergischen Vereins für Münzkunde, gibt gegenüber echo24.de wichtige Tipps für Verkäufer von seltenen Münzen.
Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

