Zwei Methoden

Chili trocknen: Einfach an der Luft und schnell im Backofen haltbar machen

  • schließen

Mit einer reichen Chiliernte kommt man gut über den Winter, wenn man die Schoten trocknen lässt. Dies geht einfach an der Luft und schnell im Ofen.

Mit einem sonnigen Plätzchen und etwas Wasser wachsen Chilis nicht nur in ihrer Heimat Südamerika, sondern auch in unseren Breitengraden im Garten oder auf dem Balkon ganz prächtig. Und zwar so gut, dass meist man gar nicht so viel der frischen Chilis aufessen kann. Zum Glück lassen sich die scharfen Schoten ohne kompliziertes Zubehör und ohne Aromaverlust sehr gut haltbar machen, indem man sie trocknet.

Chilis trocknen: An der Luft und im Ofen haltbar machen

Ob man Chilis im Ofen oder an der Luft trocknet, hängt viel von der Sorte ab.

Um Chilischoten zu trocknen, bieten sich zwei Methoden sehr gut an: das einfache Trocknen an der Luft und das Dörren im Backofen. Die Variante an der Luft ist einfacher, aber es dauert etwas länger. Diese Methode ist gut für dünnhäutige Chilis wie Cayenne, Thai Dragon oder Tabasco geeignet, da deren Schoten weniger Feuchtigkeit enthalten und leichter trocknen. Dickfleischige Sorten schimmeln schneller, hier wäre die Trocknung im Ofen zu bevorzugen.

Für die Lufttrocknung werden die Chilischoten gewaschen, trocken getupft und auf einem Backpapier ausgebreitet. Dann stellt man sie warm, luftig und trocken auf: Am besten überdacht draußen, aber auch die Fensterbank ist möglich. Die Schoten ab und zu wenden. Nach etwa zwei Wochen sind sie fertig. Wichtig ist hierbei, dass man die Chilis flach ausbreitet und sich die Schoten nicht berühren. Eine Alternative dazu ist das Trocknen der Chilis an einer Schnur hängend.

Dickfleischige Chilis besser im Ofen trocknen

Schneller, wenn die Schoten des Gemüses zu dick oder die Witterung für das Lufttrocknen zu feucht ist, geht die Methode im Backofen – diese ist allerdings auch weniger energiesparend:

  • Die Chilis morgens waschen und trocken tupfen. Die Schoten längs halbieren und dabei den Stiel entfernen. Wer es lieber milder mag, kratzt die Kerne aus der Chili, die noch einmal einen besonderen Schärfekick geben.
  • Die Schoten mit der Haut nach unten so auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, dass sie sich nicht berühren.
  • Das Blech in den Ofen schieben und einen Holzlöffel in die Ofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Den Ofen auf 60 bis 70 Grad Celsius Umluft einstellen und die Chilis acht bis zehn Stunden trocknen, dabei die Schoten jede Stunde wenden. Dickfleischigere Sorten benötigen etwas länger.
  • Die Chilis herausnehmen und auskühlen lassen. Nach Belieben zu Pulver oder Flocken verarbeiten.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Achten Sie darauf, dass der Ofen nicht heißer wird als die angegebene Temperatur, da die Chilis sonst leicht verbrennen. Um dies zu kontrollieren, ist ein Backofenthermometer ideal.

Bei beiden Methoden können Sie prüfen, ob die Chilis fertig getrocknet sind, indem Sie einen Drucktest mit den Fingern machen. Knistern sie und zerbröseln sie leicht, sind sie fertig.

Andere Möglichkeiten, Chilis haltbar zu machen, sind das zum Beispiel das Einlegen in Essig oder Öl oder das Dörren.

10 Pflanzen, die Hitze ertragen – von Blumen bis Gemüse

Eine farbenfrohe Staude aus der Steppe: Das Mädchenauge ist sonnenverliebt.
Eine farbenfrohe Staude aus der Steppe: Das Mädchenauge ist sonnenverliebt. © McPHOTO/Imago
Das Eisenkraut (Verbene) reduziert mit kleinen Blättern die Verdunstung. Bei Schmetterlingen ist es sehr beliebt.
Das Eisenkraut (Verbene) reduziert mit kleinen Blättern die Verdunstung. Bei Schmetterlingen ist es sehr beliebt. © blickwinkel/Imago
Paprika- und Chilipflanzen stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und benötigen viel Wärme und Licht.
Paprika- und Chilipflanzen stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und benötigen viel Wärme und Licht. © Panthermedia/Imago
Die Blüten des Portulakröschens öffnen sich nur bei Sonnenschein, die fleischigen Blätter speichern Wasser für trockene Zeiten.
Die Blüten des Portulakröschens öffnen sich nur bei Sonnenschein, die fleischigen Blätter speichern Wasser für trockene Zeiten. © agefotostock/Imago
In der dicken Knolle kann der Schwarze Rettich Wasser speichern. Bei längerer Trockenheit wird er schärfer.
In der dicken Knolle kann der Schwarze Rettich Wasser speichern. Bei längerer Trockenheit wird er schärfer. © Panthermedia/Imago
Die tropische Kletterpflanze Dipladenie oder Mandevilla blüht in Weiß, Rosa und Rot. Auch auf dem Südbalkon kommt sie gut klar.
Die tropische Kletterpflanze Dipladenie oder Mandevilla blüht in Weiß, Rosa und Rot. Auch auf dem Südbalkon kommt sie gut klar. © Leemage/Imago
Natürlich muss auch die Aubergine gegossen werden, aber sie benötigte auch viel Wärme.
Natürlich muss auch die Aubergine gegossen werden, aber sie benötigte auch viel Wärme. © Addictive Stock/Imago
Der Steppen-Salbei übersteht, wie der Name vermuten lässt, lange Hitze- und Trockenperioden.
Der Steppen-Salbei übersteht, wie der Name vermuten lässt, lange Hitze- und Trockenperioden. © blickwinkel/Imago
Ein Präriepflanze für Balkon und Garten: Die Prachtkerze blüht bis zum ersten Frost.
Ein Präriepflanze für Balkon und Garten: Die Prachtkerze blüht bis zum ersten Frost. © CHROMORANGE/Imago
Person erntet Zwiebel
Die Zwiebel kommt auch mit wenig Wasser aus. Aber wenn sie mehr bekommt, werden die Knollen größer. © Shotshop/Imago

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago

Kommentare