Gesunde Ernährung

Zwei Äpfel täglich halten den Arzt fern, zumindest in Hinblick auf den Cholesterinspiegel

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Erhöhte LDL-Cholesterinwerte schädigen das Herz. Bei extrem hohen Werten helfen nur noch Statine. Doch soweit müssen Sie es nicht kommen lassen: Äpfel sind wahre Cholesterinsenker.

„An apple a day keeps the doctor away“: Das englische Sprichwort hört man auch in Deutschland ab und zu. Doch kann eine Apfel-Mahlzeit täglich tatsächlich den Arzt auf Abstand halten? Nein, so einfach ist es nicht. Allerdings zählt ausgewogene Ernährung zu den besten Hebeln, um das eigene Krankheitsrisiko zu senken. So steigt bei ungesunder Ernährung das Risiko für Übergewicht – dem Hauptrisikofaktor für Diabetes. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall werden gefördert, wenn man ballaststoffarm und salzreich isst.

Ernährungsmediziner und auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen, täglich zu ballaststoffreichen Lebensmitteln zu greifen. Dazu zählen Vollkornbrot, Gemüse und Obst. Fertiggerichte mit vielen Zusatzstoffen sowie Süßigkeiten mit viel Industriezucker dagegen sollten der DGE zufolge eher selten auf dem Teller landen.

Acht Wochen lang zwei Äpfel täglich: Studie zeigt cholesterinsenkende Wirkung

Zu viel Obst sollte es jedoch nicht sein, um nicht zu viel Fruchtzucker zu sich zu nehmen. Eine Studie zeigt allerdings, dass zwei Äpfel täglich einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben.

Wer täglich einen Apfel isst, lebt gesünder – so eine alte Binsenweisheit.

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Wie das Team um Studienautor Athanasios Koutsos vom Institute for Cardiovascular and Metabolic Research an der Universität von Reading in England informiert, sollen die Inhaltsstoffe in Äpfeln cholesterinsenkend wirken. Die Forschenden hatten für ihre Untersuchung die Daten von 23 Frauen und 17 Männern miteinbezogen. Diese waren gesund, hatten nur leicht erhöhte Cholesterinspiegel. Acht Wochen lang aß eine Gruppe der Probanden zwei Äpfel täglich. Die andere Gruppe bekam einen Drink verabreicht, der genauso viel Energie liefert, aber nicht die identische Menge an Pflanzenstoffen.

Blutzucker senken: Zehn Lebensmittel, die Ihrem Zuckerhaushalt guttun

Zimt
Zimt reguliert den Blutzuckerspiegel, daher ist für Diabetiker die dauerhafte Einnahme von 1 Gramm Zimt pro Tag zu empfehlen. Das Gewürz regt den Glukose-Stoffwechsel an und wirkt auf den Körper ähnlich wie Insulin. © Harald A. Jahn /IMAGO
Ingwer
Auch Ingwer kann dabei helfen, den Blutzucker zu senken. Das funktioniert folgendermaßen: Der Hauptwirkstoff Gingerol weicht die Insuliresistenz der Zellen auf, sodass sie für das Insulin wieder sensibler werden. Dadurch kann der Blutzucker besser verwertet werden und sinkt somit. © Science Photo Library/IMAGO
Flohsamen in einem Säckchen, daneben liegt ein Löffel mit Flohsamen
Flohsamen helfen nicht nur bei Verstopfung oder Durchfall. Die kleinen braunen Samen können auch effektiv den Blutzucker senken.  © imageBROKER/J. Pfeiffer/IMAGO
Chillis in einer Schüssel
Wer es gerne scharf mag und beim Kochen auf Chillis setzt, der kann auch seinem Blutzucker damit etwas Gutes tun. Verantwortlich für den positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel ist der Scharfstoff Capsaicin. © CHROMORANGE / Cezary Wojtkowski/IMAGO
Kurkuma in einer Schüssel
Der Hauptwirkstoff von Kurkuma ist Curmin. Dabei handelt es sich um einen antioxidativen, entzündungshemmenden Stoffkomplex. Kurkuma wird vor allem in der asiatischen Küche verwendet. Sie ist bekannt dafür, dass sie das Risiko für Diabetes mindern kann. © Science Photo Library/IMAGO
Zwiebeln
Wer Zwiebeln in ausreichender Menge isst, kann sowohl den Cholesterinspiegel als auch den Blutzuckerspiegel senken.  © blickwinkel/IMAGO
Aufgeschnittene Grapefruit
Grapefruits enthalten Flavonoid Naringenin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff sorgt nicht nur für den leicht bitteren Geschmack der Frucht, sondern kann auch den Blutzucker auf ähnliche Art wie Insulin senken.  © Thomas Jäger/IMAGO
Heidelbeeren in einer Plastikschale
Heidelbeeren haben einen positiven Effekt auf den Insulinhaushalt. Sie senken den Blutzucker und erhöhen die Zuckeraufnahmen in den Zellen. So wirken sie antidiabetisch und helfen dabei, den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu bekommen. © Science Photo Library/IMAGO
Rosinen auf einem Keramik-Löffel
Rosinen sind nicht nur reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Polyphenolen und sehr ballaststoffreich: Die getrockneten Weintrauben sind für auch den Blutzuckerspiegel gesünder als beispielsweise eine Scheibe Weissbrot. Laut Wissenschaftlern der University of Kentucky kann der beliebte und nährstoffreiche Snack das Risiko für Diabetes reduzieren. © CSP_ildi/IMAGO
Walnüsse
Walnüsse enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren mit einem hohen Anteil an Omega-4-Fettsäuren, die für ihre blutzucker- und insulinsenkende Wirkung bekannt sind. Schon eine Handvoll (ca. 30 g) pro Tag kann Diabetes-Patienten helfen, ihren Blutzuckerspiegel konstant zu halten. © Danita Delimont/IMAGO

Pflanzenstoff in Äpfeln

Nach der Auswertung der Daten zogen die Wissenschaftler das Fazit: „Diese Daten unterstützen die positiven hypercholesterinämischen und vaskulären Effekte des täglichen Verzehrs von PA-reichen Äpfeln bei Personen mit leichtem Hypercholesterinspiegel“. Übersetzt heißt das soviel, dass die Studie zeigt, dass sich der Konsum von täglich zwei Äpfeln mit hohem Anteil des Pflanzenstoffs Proanthocyanidine cholesterinsenkend auswirkt. Auch die Blutgefäße profitieren, so die Forschenden. Die alte Apfelsorte Kanada-Reinette enthält verhältnismäßig viele Proanthocyanidine.

Warum sind erhöhte Cholesterinwerte gefährlich?

Dauerhaft zu hohe LDL-Cholesterinwerte fördern die Entstehung von Arterienverkalkung, auch Arteriosklerose genannt. Infolge verengen sich die Blutgefäße, was das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls immens erhöht.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Angel Santana Garcia/Imago

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