Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Hohe Cholesterinwerte lassen sich im Gesicht erkennen – an Hautveränderungen

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Hohe Cholesterinwerte verursachen zunächst keine Schmerzen. Hautveränderungen im Gesicht können allerdings ein erstes Anzeichen dafür sein.

Um manche Krankheiten zu erkennen, benötigt man nicht unbedingt immer einen Bluttest: So ist Alzheimer beispielsweise an den Augen erkennbar – lange bevor die Symptome der häufigsten Demenzform auftreten. Auch erste Anzeichen für erhöhte Cholesterinwerte lassen sich im Gesicht ablesen, wo sie als Hautveränderungen auftauchen.

Hohe Cholesterinwerte im Gesicht erkennbar: Hautveränderung als Warnzeichen

Hohe Cholesterinwerte lassen sich an Hautveränderungen im Gesicht ablesen.

Bei Cholesterin handelt es sich um einen Rohstoff, den der menschliche Körper benötigt. Als wichtiger Baustein der Zellmembran ist er beteiligt an der Bildung von bestimmten Hormonen. Jede Zelle braucht deshalb Cholesterin. Zum größten Teil wird der Bedarf an Cholesterin vom Körper selbst gedeckt. Über die Nahrung wird schließlich der kleinere Teil aufgenommen. Dabei wird es aus der Leber über das Blut in die Zellen transportiert. Liegt jedoch ein Überschuss an Cholesterin in Blut und Gefäßwand vor, kann es zu ernsthaften Gesundheitsschäden durch Gefäßverkalkungen führen. So steigt unter anderem das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt.

Bei den Gefäßerkrankungen spielen die sogenannten Low-Density-Lipoproteine (LDL) eine wichtige Roll. Im Gegensatz zu den High-Density-Lipoproteine (HDL) werden sie als „schlechtes Cholesterin“ bezeichnet, da ein hoher Spiegel an LDL-Cholesterin laut der Forschung in einen direkten Bezug mit dem Herzinfarktrisiko und der Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen gebracht werden konnte. Allerdings werden zu hohe LDL-Cholesterin-Werte von Betroffenen häufig sehr lange nicht bemerkt, da sie keine Schmerzen oder Beschwerden bereiten. Ein erstes Anzeichen können allerdings in manchen Fällen Hautveränderungen sein. Die gelblichen, manchmal pickelähnlichen Fettablagerungen treten dabei an Armen und Beinen oder dem Gesäß auf. Auch an den Augenlidern können die sogenannten Xanthome erscheinen, wodurch sich erhöhte Cholesterin-Werte bisweilen auch im Gesicht ablesen lassen.

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Erhöhte Cholesterinwerte: Ursache in erblicher Veranlagung und ungesundem Lebensstil

Besteht bereits über Jahre hinweg ein Cholesterin-Überschuss, dann können durch die verengten Blutgefäße weitere Symptome und typische Anzeichen auftreten. Dazu zählen beispielsweise Atemnot, Engegefühl in der Brust, Schwindel, Sehstörungen, Bewusstseinsstörungen oder Schmerzen in den Beinen. In diesen Fällen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Eine erbliche Veranlagung sowie ein ungesunder Lebensstil können die Ursache für erhöhte Cholesterinwerte sein. Mithilfe einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sowie ausreichend Bewegung kann dem Leiden deshalb vorgebeugt werden. Allerdings können zum Beispiel auch Leber- oder Nierenerkrankungen, ein Gallengangverschluss oder eine Schilddrüsenunterfunktion erhöhte Cholesterinwerte verursachen.

Cholesterin einfach nur mit Ernährung senken: Zehn Lebensmittel, die helfen können

Zwei Senioren walken auf einer Wiese.
Bewegung und Sport hilft bei vielen Erkrankungen, so auch bei einem zu hohen Cholesterinwert. Dabei hat vor allem täglicher Ausdauersport wie Walken Einfluss auf die Cholesterinwerte. © Westend61/Imago
Zigarettenkippe entsorgen, provisorischer Abfallbehälter vor einem Café.
Klar ist außerdem: Rauchen schadet dem gesamten Körper und ist ein entscheidender Faktor bei zu hohen Cholesterinwerten. Wer es schafft, aufzuhören, wird belohnt! © Wolfgang Maria Weber/Imago
Brauner Zucker auf einem Löffel
Der Verzicht auf Zucker kann zur schnellen Verbesserung des Blutbildes führen. Speisezucker sollten Betroffene deswegen lieber meiden. © Markus Mainka/Imago
Burgerpatties liegen auf einem Grill.
Ebenfalls sinnvoll bei zu hohen Cholesterinwerten ist der Verzicht auf Fleisch. Ein hoher Fleischkonsum befeuert Herz-Kreislaufprobleme – dabei kann es ebenfalls zu Ablagerungen in den Blutgefäßen kommen. © Panthermedia/Imago
Grüne Avocados liegen auf einem Haufen.
Kommen wir nun endlich zu den Dingen, die unbedingt erlaubt sind: Avocados enthalten viele gesunde Fette und lässt sich zu vielen leckeren Gerichten zubereiten. Guacamole ist nur ein Beispiel dafür. © BreakingTheWalls/Imago
Frische Walnüsse auf einem Tisch.
Walnüsse enthalten wie Avocados viele gesunde Fette. Es lohnt sich, jeden Tag eine Handvoll der Nüsse zu essen. © Ruediger Rebmann/Imago
Ein Paar kocht mit Olivenöl in einer Küche.
Beim Öl zum Kochen und Anbraten sollte es Olivenöl sein. Es kann im Gegensatz zu Sonnenblumenöl recht heiß werden, ohne ungesunde Stoffe zu bilden. © Juan Alberto Ruiz/Imago
Eine Schüssel mit Heidelbeeren auf einem Tisch.
Heidelbeeren sollten ebenfalls immer im Kühlschrank vorhanden sein. Die in den Beeren enthaltenen Anthocyane führen zu einer vermehrten Cholesterinausscheidung. © hitdelight/Imago
Eine Frau schneidet rote Zwiebeln.
Beim Kochen sollten öfters mal rote Zwiebeln zum Einsatz kommen, denn sie enthalten wie Heidelbeeren Anthocyane. © Boomeart/Imago
Zubereitetes Tofu auf einem Brettchen.
Ein leckerer Fleischersatz, der zudem noch eine positive Auswirkung auf den Cholesterinwert hat, ist Tofu. Wer regelmäßig Sojaprodukte isst, senkt damit seinen Cholesterinspiegel. © Mykola/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Shingo Tosha/AFLO/IMAGO

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