VonFabian Hartmannschließen
Ein Produktionsfehler hat Coca-Cola in Österreich die Erzeugnisse zweier Monate Produktion gekostet. Das sorgt nun auch Verbraucher und Händler in Deutschland.
Wien/München – Ein minimaler Defekt oder Fehler kann in der industriellen Lebensmittelerzeugung dafür sorgen, dass ganze Produktionschargen aus dem Handel genommen werden müssen. Diese Erfahrung hat vor Kurzem auch Coca-Cola in Österreich gemacht. Infolge eines Defekts in einem Coca-Cola-Werk bestand die Gefahr, dass Metallteile oder Rückstände in Produkte gelangt sind.
Rund 26 Millionen Flaschen mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) zwischen 4. Februar 2025 und 12. April 2025 muss der Konzern vernichten, statt sie verkaufen zu können. Wie nun bekannt wurde, betrifft der massive Rückruf bei Coca-Cola Österreich inzwischen jedoch auch Deutschland: Denn auch hierzulande sollen Flaschen der fehlerhaften Charge in den Umlauf gebracht worden sein.
Coca-Cola-Rückruf in Österreich wegen Metallteilen – Flaschen offenbar auch in Deutschland im Umlauf
Grund für den Rückruf von riesigem Ausmaß bei Coca-Cola Österreich war der österreichischen Kronen-Zeitung zufolge der Einsatz eines defekten Siebs in einem Werk. Infolgedessen könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich Metallteile in Endprodukten der Chargen mit den jeweiligen MHD befinden. Die Coca-Cola HBC Austria GmbH schreib hierzu: „Wir raten vom Verzehr der potenziell betroffenen Produkte aufgrund eines möglichen Gesundheitsrisikos ab.“
Während in Österreich nun bereits seit letzter Woche die gesamte Coca-Cola-Produktion der letzten beiden Monate aus dem Verkehr gezogen und vernichtet wird, betrifft das Problem eventuell mit Metallteilen versetzter Coca-Cola inzwischen auch deutsche Händler und Verbraucher. So warnt auch lebensmittelwarnung.de vor den in Österreich hergestellten Coca-Cola-Limonaden mit MHD zwischen 4. Februar 2025 und 12. April 2025. Aktuellen Informationen zufolge seien diese nämlich auch in Deutschland in folgenden Bundesländern verkauft worden:
- Baden-Württemberg
- Bayern
- Brandenburg
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz
- Thüringen
Nach Rückruf bei Coca-Cola Österreich – so lässt sich deutsche Coca-Cola erkennen
Der für Deutschland verantwortliche Unternehmenspartner Coca-Cola Europacific Partners gibt in diesem Zusammenhang laut Westdeutscher Allgemeiner Zeitung bekannt: „Alle Produkte, die von Coca-Cola Europacific Partners für den deutschen Markt hergestellt werden, sind nicht betroffen.“
Daneben weist das Unternehmen darauf hin, dass Coca-Cola-Flaschen deutscher Herstellung leicht anhand zweier Charakteristika identifiziert werden können: „Erstens durch den Herstellernamen ‚Coca-Cola Europacific Partners Deutschland GmbH‘ auf der Rückseite der Flasche und zweitens durch das deutsche DPG-Pfandlogo, das sich direkt auf dem Etikett befindet“, so der deutsche Coca-Cola-Partner.
Der überwiegende Großteil der in Deutschland vertriebenen Coca-Cola-Produkte stamme auch aus deutschen Werken. „Es ist total unüblich, für deutschen Händler, aus Österreich zu importieren“, betonte eine Unternehmenssprecherin laut WAZ.
Diese Produkte werden von Coca Cola in Österreich konkret zurückgerufen
Zurückgerufen werden in Österreich nicht nur die Standard-Produktvarianten von Coca Cola, Fanta und Co., sondern auch die Light- und Zero-Alternativen der jeweiligen Getränke. So betrifft der Rückruf des Coca-Cola-Konzerns im Konkreten die folgenden Produktvarianten:
- Coca-Cola: Coca-Cola, Coca-Cola Zero, Coca-Cola Zero Lemon, Coca-Cola Zero Zucker Zero Koffein, Coca-Cola Light
- Fanta: Fanta Orange, Fanta Orange Zero, Fanta Lemon Zero, Fanta Exotic Zero
- Sprite: Sprite, Sprite Zero
- MezzoMix: MezzoMix
Konsumenten können ein oben angeführtes 0,5-Liter-Produkt gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons „in den Verkaufsstellen des Österreichischen Lebensmittel-Einzelhandels zurückgeben“, schreibt Coca-Cola Österreich in seiner Pressemitteilung auf der Website des Konzerns weiter. (fh)
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