Verborgene Schätze: Toyota enthüllt fünf geheime Automobil-Entwürfe
VonSimon Mones
schließen
Toyota hat ein spannendes Geheimnis gelüftet. Bisher unbekannte Autodesigns werden endlich gezeigt. Entdecken Sie die versteckten Konzepte der japanischen Marke.
Wenn eine der großen Automessen ansteht, haben die Hersteller in der Regel etwas ganz Besonderes in petto: Entweder Sie zeigen ein neues Auto oder geben mit einer neuen Studie einen Ausblick auf das, was uns in den kommenden Jahren erwartet. Doch nicht jeder Entwurf schafft es auf die Messen dieser Welt, wie fünf Entwürfe von Toyota.
Entworfen wurden die „Hidden Gems“, wie Toyota die Konzeptfahrzeuge nennt, von der CALTY Design Research-Einrichtung des Automobilherstellers in Kalifornien. Seither wurden sie gut versteckt. Bis jetzt: Die Japaner haben nämlich die Tür zu ihrem Tresor geöffnet und Bilder der fünf Studien veröffentlicht.
Future High Performance Concept: Toyota Studie kann Motor herausfahren
Die Zeitreise führt uns zurück bis in das Jahr 1989. Zu dieser Zeit „nahm das Calty-Team immer mehr Fahrt auf“, erklärt Toyota, die am meisten gesuchte Automarke. Es folgte eine radikale Designstudie auf die andere. Oftmals handelte es sich dabei um Sportwagen, so auch beim einzigartigen Future High Performance Concept.
Auf Knopfdruck ließ sich der mittig montierte Motor aus dem Fahrzeug herausfahren, was für einen Kühleffekt während der Fahrt sorgte. Doch damit nicht genug: „Die Windschutzscheibe auf der Fahrerseite des Zweipersonenfahrzeugs konnte beim Parken vollständig geschlossen werden“, erklärt Toyota. Warum man dieses schnittige Konzept aber so lange im Verborgenen hielt, verraten die Japaner nicht.
Noch vor dem Prius: EV-Konzept bleibt namenlos
Mit dem Prius war Toyota einst einer der Vorreiter auf dem Feld der Elektromobilität. Inzwischen sind andere Hersteller an den Japanern vorbeigezogen, die auch noch am Verbrenner festhalten. Dabei hatte CATLY schon vor dem Prius ein Elektroauto-Konzept erarbeitet.
Heraus kam ein leichtes Fahrzeug mit ausgezeichneten aerodynamischen Eigenschaften, das ein Maximum an Fahrleistung bietet. Der schnittige Zweitürer war laut Toyota ideal für kleine Familien. Gedacht war er vor allem für das Pendeln in der Stadt. Einen Namen bekam das Konzept jedoch leider nicht.
Scion NYC Concept: Kurioses Stadtauto mit Zaunsitzen
Im Jahr 2003 gründete Toyota die inzwischen eingestellte Marke Scion, ihre Zielgruppe waren vor allem junge Kunden. Für den Ableger ließen sich die CALTY-Designer im Jahr 2012 etwas sehr Besonderes einfallen: das Scion NYC Concept. Über die Optik lässt sich streiten, aber sie dürfte sicher nicht unschuldig daran sein, dass die Studie so lange geheimgehalten wurde.
Das Konzeptauto zeichnete sich vor allem durch seine besondere Sitzposition aus. Diese erklärt Toyota wie folgt: „Im NYC Concept lehnten sich die Beifahrer in einer einzigartigen halb sitzenden/stehenden Position an eine Stütze, so wie sie sich an eine Wand oder einen Zaun lehnen würden, sodass sie nicht richtig sitzen, sondern fast aufrecht stehen und ihre Hüften gegen die Stützen drücken.“ Dadurch war der Fahrer auf Augenhöhe mit den Fußgängern, was den Blickkontakt in der Nähe von Fußwegen verbesserte. Offenbar war der Scion auch ein Raumwunder, so soll bei umgeklappter Rückbank ein Fahrrad Platz gehabt haben.
Konzeptautos der Extreme: Zehn spektakuläre Einzelstücke, die nie in Serie gingen
Toyota X86D Concept: Heckpartie erinnert an einen Hot Rod
Auch das nächste Fahrzeug hat eine Beziehung zu der ehemaligen Tochtermarke. Der Scion FR-S (inzwischen Toyota GR86) inspirierte das CALTY-Team zu einer allradgetriebenen, viertürigen Shooting-Brake-Version des Sportwagens. Unter der Haube war der gleiche Vierzylinder verbaut.
Auffallend ist vor allem das Heck der 2012 entstanden Konzeptstudie, die den Namen X86D erhielt. Diese hat vom Profil und vom Heck aus betrachtet ein Hot-Rod-ähnliches Aussehen. Nicht weniger spannend geht es im Innenraum zu: Dieser wurde in Anlehnung an das Cockpit eines Rennautos auf den Fahrer ausgerichtet. Leider gibt es hiervon keine Bilder.
Toyota Baby Lunar Cruiser: SUV für Mond-Missionen
Eine kleine Ausnahme gibt es in dieser Liste dann aber doch. Der Toyota Baby Lunar Cruiser wurde der Öffentlichkeit vor einigen Monaten bereits gezeigt. In der Liste der Japaner kommt die Studie aber dennoch vor. Inspiriert wurde das SUV für das Jahr 2030 dabei vom größeren Lunar Crusier. Optisch erinnert der Baby Lunar Cruiser aber vor allem an den Land Cruiser FJ40. Es ist sozusagen die Mond-Version.
Und genau dafür ist er konzipiert. Der Baby Lunar Cruiser baut auf einer konzeptionellen Elektro-Plattform auf, bei der Motoren in den Rädern alle vier luftlosen Reifen antreiben. Gesteuert wird das Konzeptauto über einen Joystick im Innenraum. Zudem ist eine künstliche Intelligenz mit an Bord, die gefährliches Gelände erkennt, bevor der Fahrer es sieht.