Impfungen kombinieren: Welche Schutzimpfungen sind gleichzeitig möglich, von Grippe bis Corona?
VonJuliane Gutmann
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Eine Impfung veranlasst den Körper, Abwehrzellen gegen einen Krankheitserreger zu bilden. Viele Impfungen können gleichzeitig verabreicht werden.
Covid-19, Grippe oder Masern: Impfungen beugen Infektionskrankheiten vor. Sie stimulieren das Immunsystem, um eine Immunität gegenüber spezifischen Erregern zu entwickeln. Auf diese Weise sorgen sie dafür, dass die Bevölkerung vor Infektionswellen geschützt ist. Impfungen tragen so zur globalen Gesundheitssicherheit bei, indem sie die Ausbreitung von Krankheiten über Ländergrenzen hinweg eindämmen.
Außerdem reduziert eine Impfung das Risiko schwerer Krankheitsverläufe, wie das Robert Koch-Institut als biomedizinische Leitforschungseinrichtung der deutschen Bundesregierung informiert.
STIKO gibt Impfempfehlungen ab
Herdenimmunität entsteht, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen geimpft ist, was auch diejenigen schützt, die nicht geimpft werden können.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) entwickelt Impfempfehlungen für Deutschland. Bei Fragen rund um das Thema kann Ihnen Ihr behandelnder Arzt weiterhelfen. Eine Impfpflicht gibt es in Deutschland nicht, jedoch raten Gesundheitsbehörden, die offiziellen Impfempfehlungen wahrzunehmen.
Welche Impfungen darf man sich gleichzeitig geben lassen?
Einige Impfungen werden in Form von Kombinationsimpfungen angeboten. Wichtige Fakten rund um das Thema haben wir für Sie zusammengefasst:
Risikogruppen wie Ältere und Immunschwache sollten sich gegen Grippe impfen lassen, so die Empfehlung der STIKO.
Lebendimpfstoffe, die abgeschwächte Viren oder Bakterien enthalten, können gleichzeitig verabreicht werden. Dazu zählen etwa die Masern- und die Mumpsimpfung.
Werden die Lebendimpfstoffe nicht gleichzeitig verabreicht, ist in der Regel ein Mindestabstand von vier Wochen einzuhalten, heißt es weiter vonseiten der RKI.
Immunsystem stärken und so Grippe bis Corona vorbeugen – acht einfache Regeln
Bei der Anwendung von Totimpfstoffen brauchen keine Mindestabstände eingehalten werden – auch nicht zu Impfungen mit Lebendimpfstoffen. Allerdings empfiehlt das RKI im Fall von Impfreaktionen: Erst wenn die Symptome abgeklungen sind, sollte eine erneute Impfung erfolgen.
Grippe und Covid-19 gleichzeitig impfen lassen? Kein Problem, allerdings sollte die Injektion nicht an derselben Stelle erfolgen, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Zu Impfstoffen mit Nicht-Totimpfstoffen sollte weiterhin ein Mindestabstand zur Corona-Impfung von 14 Tagen eingehalten werden, laut STIKO.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Juliane Gutmann sorgfältig überprüft.