Doppelspritze

Impfungen kombinieren: Welche Schutzimpfungen sind gleichzeitig möglich, von Grippe bis Corona?

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Eine Impfung veranlasst den Körper, Abwehrzellen gegen einen Krankheitserreger zu bilden. Viele Impfungen können gleichzeitig verabreicht werden.

Covid-19, Grippe oder Masern: Impfungen beugen Infektionskrankheiten vor. Sie stimulieren das Immunsystem, um eine Immunität gegenüber spezifischen Erregern zu entwickeln. Auf diese Weise sorgen sie dafür, dass die Bevölkerung vor Infektionswellen geschützt ist. Impfungen tragen so zur globalen Gesundheitssicherheit bei, indem sie die Ausbreitung von Krankheiten über Ländergrenzen hinweg eindämmen.

Außerdem reduziert eine Impfung das Risiko schwerer Krankheitsverläufe, wie das Robert Koch-Institut als biomedizinische Leitforschungseinrichtung der deutschen Bundesregierung informiert.

STIKO gibt Impfempfehlungen ab

Herdenimmunität entsteht, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen geimpft ist, was auch diejenigen schützt, die nicht geimpft werden können.

Auch in Hinblick auf die Corona-Impfung gibt es aktuelle Impfempfehlungen vonseiten der STIKO.

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Die Ständige Impfkommission (STIKO) entwickelt Impfempfehlungen für Deutschland. Bei Fragen rund um das Thema kann Ihnen Ihr behandelnder Arzt weiterhelfen. Eine Impfpflicht gibt es in Deutschland nicht, jedoch raten Gesundheitsbehörden, die offiziellen Impfempfehlungen wahrzunehmen.

Welche Impfungen darf man sich gleichzeitig geben lassen?

Einige Impfungen werden in Form von Kombinationsimpfungen angeboten. Wichtige Fakten rund um das Thema haben wir für Sie zusammengefasst:

  • Risikogruppen wie Ältere und Immunschwache sollten sich gegen Grippe impfen lassen, so die Empfehlung der STIKO.
  • Lebendimpfstoffe, die abgeschwächte Viren oder Bakterien enthalten, können gleichzeitig verabreicht werden. Dazu zählen etwa die Masern- und die Mumpsimpfung.
  • Werden die Lebendimpfstoffe nicht gleichzeitig verabreicht, ist in der Regel ein Mindestabstand von vier Wochen einzuhalten, heißt es weiter vonseiten der RKI.

Immunsystem stärken und so Grippe bis Corona vorbeugen – acht einfache Regeln

Frau hält Glas Wasser in der Hand.
Wer ausreichend trinkt, hält die Schleimhäute in Mund und Rachen feucht. Das ist wichtig, weil diese die erste Schutzbarriere des Körpers gegen Viren und Bakterien darstellen. Trocknen die Schleimhäute aus, können Viren leichter andocken und sich einen Weg in den Körper bahnen. Auch das Lutschen von Bonbons hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten.  © Tanya Yatsenko/Imago
Korb voll mit Gemüse und Obst
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse sorgt dafür, dass dem Körper wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zugeführt werden. Es wird vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen einem gesunden Darm und einem gesunden Immunsystem besteht, denn ein Großteil der Antikörper produzierenden Zellen befinden sich im Darm, informiert das Portal München Klinik, der Gesundheitsversorger der Stadt München. © Oleksandr Latkun/Imago
Frau krault im Schwimmbad
Auch Bewegung macht uns weniger anfällig für Krankheitserreger. Mitverantwortlich ist die antientzündliche Wirkung von Sport und Bewegung auf unseren Körper. Davon profitiert auch unser Immunsystem, so Professor Karten Krüger von der Justus-Liebig-Universität in Giessen im Interview mit der Krankenkasse BKK Provita. Sein Forschungsgebiet: Die Wirkung von Bewegung auf unser Immunsystem. Ihm zufolge wird man seltener krank und übersteht eine Erkrankung besser, wenn man sich regelmäßig bewegt, gut schläft, sich ausgewogen ernährt und ein gutes Stressmanagement pflegt.  © Imago
Hand, die Weinglas und Zigarette hält
Inhaltsstoffe in Zigarettenrauch und Alkohol blockieren die körpereigene Abwehr und machen uns so anfälliger für Krankheiten. Nach einer durchzechten Nacht kann das Immunsystem Studien zufolge sogar bis zu 24 Stunden lang nicht wie gewohnt arbeiten, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auch Rauchen fördert wie Alkohol Entzündungsprozesse im Körper, was eine erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsinfekte zur Folge haben kann. Zudem trocknet Zigarettenrauch die Schleimhäute aus, was deren Abwehrkraft abschwächt.  © macondo/Imago
Frau öffnet das Fenster zum Lüften
Vor allem im Herbst und im Winter sollten Sie regelmäßig lüften. Denn trockene Heizungsluft trocknet die Schleimhäute in Mund und Nase aus. Diese stellen die erste Barriere für Viren und Bakterien dar. Im ausgetrockneten Zustand sind die Schleimhäute weniger widerstandsfähig. © Roman Möbius/Imago
Wanderweg im Bergischen Land nahe der Müngstener Brücke
Bewegung an der frischen Luft stärkt unsere Atemwege. Auch das Immunsystem profitiert, weil über die Haut durch Kontakt mit Sonnenlicht Vitamin D produziert wird. „Es ist wissenschaftlich unstrittig, dass eine ausreichende Vitamin D-Versorgung zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Auch zeigen Studien, dass Menschen mit einer unzureichenden Vitamin D-Versorgung ein erhöhtes Risiko für akute Atemwegsinfekte aufweisen und von der Gabe von Vitamin D-Präparaten profitieren können“, heißt es in einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung.  © Olaf Döring/Imago
Gestresste Frau im Büro
Stress ist ein wahrer Immunkiller. Durch die Ausschüttung von Stresshormonen verlieren die Immunzellen die Fähigkeit, sich zu vermehren, um Krankheitserreger abzutöten. Auch die Menge an Antikörpern in unserem Speichel verringert sich, so eine Information des Universitätsspitals Zürich.  © Joseffson/Imago
Frau schaltet den Wecker aus
Ausreichend Schlaf zählt zu den Grundpfeilern eines intakten Immunsystems. Wissenschaftler der Universität Tübingen und der Universität Lübeck konnten dem ärztlichen Journal zufolge zeigen, dass bereits nach drei Stunden ohne Schlaf die Funktion der T-Zellen beeinträchtigt war. „T-Zellen zirkulieren ständig im Blutkreislauf und suchen nach Erregern. Die Adhäsion (Anmerkung der Redaktion: bedeutet so viel wie „Haftkraft“) an andere Zellen erlaubt ihnen dabei, im Körper zu wandern und beispielsweise an infizierte Zellen anzudocken, um sie anschließend zu beseitigen“, sagt Erstautor Stoyan Dimitrov.  © Oleksandr Latkun/Imago
  • Bei der Anwendung von Totimpfstoffen brauchen keine Mindestabstände eingehalten werden – auch nicht zu Impfungen mit Lebendimpfstoffen. Allerdings empfiehlt das RKI im Fall von Impfreaktionen: Erst wenn die Symptome abgeklungen sind, sollte eine erneute Impfung erfolgen.
  • Grippe und Covid-19 gleichzeitig impfen lassen? Kein Problem, allerdings sollte die Injektion nicht an derselben Stelle erfolgen, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • Zu Impfstoffen mit Nicht-Totimpfstoffen sollte weiterhin ein Mindestabstand zur Corona-Impfung von 14 Tagen eingehalten werden, laut STIKO.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Juliane Gutmann sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Michael Bihlmayer/Imago

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