Gefahr von falschen Ergebnissen

Corona-Test richtig lagern: Vor allem im Sommer wichtig

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Liegt ein Corona-Schnelltests in der prallen Sonne, können Testergebnisse falsch sein. Achten Sie deshalb gerade im Sommer auf die richtige Lagerung.

München – Seit dem 1. Juli 2022 sind Corona-Bürgertests nicht mehr kostenlos. Zwar betrifft dies nicht alle Personengruppen, dafür aber die meisten. Anstatt also einfach mal zu einer Schnelltest-Station zu gehen, testen sich voraussichtlich wieder viele Menschen zu Hause.

Damit man dafür nicht jedes Mal zur Apotheke rennen muss, um einen neuen Test zu kaufen, schafft sich der ein oder andere vermutlich einen kleinen Vorrat an. Gerade bei sommerlichen Temperaturen sollten Sie jedoch darauf achten, wie Sie die Tests in der Wohnung oder im Haus am besten lagern. Sonst kann es schnell zu falschen Testergebnissen kommen.

Corona-Test richtig lagern: Vor allem im Sommer wichtig

Corona-Bürgertests sind seit 1. Juli 2022 kostenpflichtig. Bei der Lagerung von Schnelltests in der Wohnung, sollten Sie jedoch auf die Temperaturen achten. (Symbolbild)

„Voraussetzung für eine sachgerechte Anwendung von Antigentests ist die korrekte Lagerung und die Durchführung bei Raumtemperatur“, heißt es auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums (BMG). Nur so kann man von einer gleichbleibend hohen Leistung in Bezug auf die Sensitivität und Sensibilität ausgehen. Das bedeutet, dass Antigen-Schnelltests weder hohe noch niedrige Temperaturen gut vertragen. Passiert es Ihnen beispielsweise, dass Sie die Tests nach dem Einkauf auf der Fensterbank in der prallen Sonne liegen lassen und dort vergessen, dann sollten Sie vorsichtig sein.

Denn bei über 30 Grad steigt laut dem BMG das Risiko für falsch-negative Testergebnisse, da die Test-Sensitivität beeinträchtigt ist: „Besonders kritisch sind zu hohe Temperaturen zu beurteilen. Diese führen zu vermehrt falsch-negativen Resultaten.“ Die Test-Kits im Sommer im Kühlschrank zu lagern, ist jedoch eine ebenso schlechte Idee. Nach Angaben des BMG kann dies dazu führen, dass die Tests falsch-positive Ergebnisse anzeigen, denn niedrige Temperaturen begrenzen die Spezifität.

Gleichzeitig sind auch häufige Temperaturschwankungen nicht ideal für die Lagerung der Tests. Dadurch kann beispielsweise Wasser in der Testkartusche kondensieren. Dies kann die Testleistung wiederum erheblich einschränken. Für nicht defekte Test-Kits gibt es wiederum einen Trick, mit dem man das positive oder negative Ergebnis leicht ablesen kann.

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Corona-Test: Wie lagere ich ihn am besten zu Hause?

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16)
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © dpa
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Auslöser der Tuberkulose sind Bakterien (Mycobacterium tuberculosis)
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

Wenn Sie das Risiko von falschen Testergebnissen nicht eingehen wollen, dann sollten Sie die Schnelltests zu Hause laut der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zwischen 15 und 30 Grad Temperatur lagern. So lautet in der Regel auch die Empfehlung der Hersteller, auf die auch das BGM hinweist und die im Einzelfall auch abweichen kann. Beachten Sie deshalb die Angaben des Herstellers in der Gebrauchsanweisung des jeweiligen Tests und vermeiden Sie den Fehler, die Verpackung des Corona-Schnelltests Hitze oder Kälte auszusetzen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Anke Scheibe/IMAGO

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