Neue Omikron-Variante

Corona-Variante Arcturus in Deutschland angekommen: Wer braucht jetzt eine Booster-Impfung?

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Die Corona-Variante Arcturus ist in Deutschland angekommen. Bisher wurden nur wenige Fälle bestätigt. Für wen lohnt sich jetzt eine Booster-Impfung?

München – Die Corona-Pandemie ist auch im Jahr 2023 noch nicht vorbei. Mittlerweile ist der Großteil der an Corona erkrankten Verbraucher mit Omikron-Untervarianten infiziert. Die Omikron-Rekombinante XBB .1 ist dabei vorherrschend – die Sublinie Arcturus ist mittlerweile in Deutschland angekommen.

Arcturus in Deutschland angekommen – Corona-Variante auf dem Vormarsch?

Weltweit gibt es eine steigende Anzahl an Corona-Fällen, bei denen die Infizierten an der Omikron-Variante XBB.1 erkranken. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben infolge einer Corona-Infektion noch immer 5000 bis 10.000 Menschen pro Woche. Die WHO beschäftigt sich aktuell unter anderem mit einer Omikron-Subvariante: XBB.1.16, auch Arcturus genannt.

Dr. Maria Van Kerkhove, technische Leiterin für Covid-19 bei der WHO, gibt an, dass die größte Unsicherheit mit Covid-19 nach wie vor die Anpassungsfähigkeit des Virus ist, sagte sie auf einer virtuellen Pressekonferenz der WHO.

Die Omikron-Subvariante Arcturus ist in Deutschland angekommen – das empfiehlt der RKI bezüglich Booster-Impfungen.

Arcturus ist laut Kerkhove bisher die am schnellsten übertragbare Variante des Coronavirus. Obwohl Arcturus nach aktuellem Stand nicht für schwerere Verläufe sorgt als seine Vorgänger, wird „die Variante von der WHO im Auge behalten.“

In Deutschland wurden bislang sieben Fälle nachgewiesen, laut einem Bericht der WHO ist sie weltweit bereits in 21 Ländern angekommen. „In Deutschland werden in den kommenden Wochen weiterhin steigende Anteile von XBB.1 Sublinien erwartet“, schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI). Sollten sich einige Verbraucher deshalb um eine erneute Booster-Impfung kümmern?

Wird dank Arcturus eine erneute Booster-Impfung gegen das Coronavirus empfohlen?

Wie das RKI auf Anfrage von Merkur.de von Ippen.Media angibt, „gibt es keine Impfstoffe oder Impfempfehlungen gegen die Variante.“ Das liegt vor allem daran, dass es sich bei Arcturus bislang um eine nur selten aufgetretene Variante handelt.

XBB.1-Varianten machen jedoch insgesamt schon 67 Prozent der Corona-Infektionen in Deutschland aus, wie das RKI in seinem Wochenbericht schreibt. Breitet sich Arcturus in den kommenden Wochen, wie vom RKI vermutet, weiterhin aus, könnte sich die Impfempfehlung ändern. Wie das RKI auf Anfrage schreibt, gelten auch weiterhin die Impfempfehlungen der STIKO.

Schwere Verläufe treffen meist Ungeimpfte: Nur 15,2 Prozent der Deutschen haben zweite Auffrischungsimpfung

Demnach kommen schwere Verläufe vor allem bei ungeimpften Verbrauchern vor. Um sich davor zu schützen, wird mindestens eine Erstimpfung sowie eine Auffrischungsimpfung empfohlen, zweifach geimpft sind aktuell rund 62,6 Prozent der Deutschen – der Impfstatus in Deutschland wird laufend vom Bundesministerium für Gesundheit aktualisiert.

Ein noch besserer Schutz tritt ein, wenn die zweite Auffrischungsimpfung erfolgt ist. Die haben aktuell rund 15,2 Prozent der Menschen in Deutschland. Besonders gefährdete Personen können sich nach Absprache mit ihrem Arzt auch ein viertes Mal impfen lassen. Sogar eine fünfte Impfung wird von der STIKO für Hochbetagte und Bewohner von Altenpflegeheimen empfohlen.

Rubriklistenbild: © Christian Ohde/Imago (Symbolbild)

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