Fahrzeug-Sicherheit

Euro NCAP: Alle Crashtest-Klassensieger 2022 sind elektrisch – und keiner kommt aus Europa

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Die Organisation Euro NCAP überprüft mit Crashtests die Sicherheit von Fahrzeugen. Nun stehen die Klassensieger 2022 fest: Alle sind elektrisch und keiner kommt aus Europa.

Es ist noch nicht allzu lange her – da standen chinesische Autos vor allem für zwei Dinge: kurioses (oder kopiertes) Design und miserable Ergebnisse in Crashtests. Wunderbares Beispiel: Der Suda SA01, der vor etwa zwei Jahren katastrophal abschnitt. Wie schnell sich die Zeiten ändern können, zeigen nun die Klassensieger 2022 der Sicherheitsorganisation Euro NCAP: Gleich zwei chinesische Modelle sind unter den Top-Fahrzeugen. Mindestens genauso interessant: Alle Testsieger sind Elektroautos. Die Stromer überzeugten die Tester beim Insassenschutz für Erwachsene und Kinder, Fußgängerschutz und durch Sicherheitsassistenztechnologien.

Euro NCAP: Alle Crashtest-Klassensieger 2022 sind elektrisch – und keiner kommt aus Europa

Bei den Mittelklasse-Limousinen belegte der Hyundai Ioniq 6 den ersten Platz. Er erreichte bei Insassenschutz für Erwachsene eine Quote von 97 Prozent. Die NCAP-Prüfer loben zudem den sehr guten Kinder-Insassenschutz (87 %). Auch in den Kategorien Sicherheitssysteme (90 %) und Fußgängerschutz (66 %) schnitt er gut ab.

Unter den Klassenbesten der Sicherheitsorganisation Euro NCAP ist auch der chinesische Ora Funky Cat.

Euro NCAP: Tesla Model S bei den Business-Limousinen auf dem ersten Platz

Den ersten Platz der Business-Limousinen belegte das Tesla Model S mit 94 und 91 Prozent beim Insassenschutz (Erwachsene und Kinder). Die Quote von 98 Prozent bei der Ausstattung mit Sicherheitssystemen hat außer ihm kein anderes 2022 getestetes Fahrzeug erreicht. Auch bei der Fußsicherheit liegt das Tesla-Modell weit vorn (85 %). Auf fast identischem Niveau liegt ein weiteres Tesla-Modell, das Model Y. Das 4,75 Meter lange Fahrzeug belegte den ersten Rang bei den SUV („Small Off-Road“). Allerdings fiel das Model Y kürzlich in einem „Autopilot“-Test von TV-Journalisten komplett durch.

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

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Euro NCAP: Testsieger bei den großen SUV ist der Wey Coffee aus China

Auf Platz 1 bei den großen SUV („Large Off-Road“) hat sich der Wey Coffee 01 mit unter anderem mit sehr guten Quoten bei der Kindersicherheit (87 %) und Sicherheitssystemen (94 %) ausgezeichnet. Der ebenfalls aus China stammende Ora Funky Cat schaffte es auf den ersten Rang bei den Kompaktwagen. Er kam etwa beim Insassenschutz für Erwachsene auf eine Bewertung von 92 Prozent, beim Kinderschutz auf 83 Prozent. (Mit Material von SP-X)

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