VonSimon Monesschließen
Auf den Straßen von San Francisco werden seit Jahren Robotaxis erprobt. Eines blieb nun in nassem Beton stecken. Es war nicht der erste Zwischenfall in diesem Jahr.
Selbst nach umfangreichen Testphasen in den Straßen von San Francisco, stoßen autonome Fahrzeuge bisweilen auf unvorhergesehene Hindernisse. Ein Beispiel hierfür ist ein Robotaxi von Cruise, einer Tochtergesellschaft von General Motors, das am Dienstag in frischem Beton auf einer Baustelle feststeckte.
Cruise bestätigte gegenüber der Webseite SFGate, dass das Fahrzeug aus der Baustelle herausgezogen werden musste. Es scheint, dass die Software nicht in der Lage war, zwischen einer normalen Fahrbahn und nassem Beton zu unterscheiden. Ein Foto eines Augenzeugen auf SFGate zeigte ein Cruise-Fahrzeug, dessen Vorderrad tief im Beton versunken war. Ein Verkehrskegel war neben dem Fahrzeug zu sehen. Es war nicht sofort klar, wie gut die Baustelle gekennzeichnet war.
Probleme mit Robotaxis: San Francisco hält Technik nicht für zuverlässig genug
Erst vor kurzem erhielten Cruise und Waymo, eine Schwesterfirma von Google, die grundsätzliche Erlaubnis einer kalifornischen Regulierungsbehörde, fahrerlose Taxis rund um die Uhr im gesamten Stadtgebiet zu betreiben. Die Stadt und ihre Verkehrsbetriebe – die beide Anbieter 2022 ausbremsten – wehrten sich dagegen. Sie argumentierten, dass das autonome Fahren noch nicht zuverlässig genug sei und wiesen darauf hin, dass die Fahrzeuge immer wieder den Verkehr blockierten, aufgrund technischer Probleme. Und auch bei Autofahrern stößt die Technologie auf Ablehnung.
Am vergangenen Wochenende gab es erneut Schwierigkeiten: Wegen eines großen Musikfestivals blieben mehrere Cruise-Fahrzeuge stehen und behinderten den Verkehr. Cruise erklärte, dass das Mobilfunknetz in diesem Stadtteil aufgrund des Events überlastet war. Daher konnten die Fahrzeuge nicht per Funk umgeleitet werden. Im vergangenen Jahr blieb zudem ein Robotaxi mitten auf einer Kreuzung liegen und musste von einem Menschen „gerettet“ werden.
Robotaxis in San Francisco immer öfter ohne Sicherheitsfahrer unterwegs
Cruise und Waymo haben ihre autonomen Fahrzeuge schon seit Jahren in San Francisco im Einsatz – zunächst mit Sicherheitsfahrern, mittlerweile aber immer öfter ohne menschlichen Fahrer. Sie planen den Umstieg auf speziell für den Robotertaxi-Service entwickelte Fahrzeuge, die weder Lenkrad noch Pedale besitzen.
San Francisco dient als Testgebiet für das Robotertaxi-Geschäftsmodell nach massiven Investitionen in die Technologie. Die Fahrzeuge sind kostspielig. Daher müssen sie ständig in Betrieb sein und Geld einbringen.
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von dem Redakteur Simon Mones sorgfältig überprüft.
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