Spaziergang kann helfen

Bei Völlegefühl kein Alkohol: Finger weg vom Verdauungsschnaps

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Menschen, die zu viel gegessen haben, leiden häufig danach unter einem unangenehmen Völlegefühl. Dieses sollte nicht mit Alkohol gemindert werden.

Wer sich den Bauch bei einem Fünf-Gänge-Menü, einem Geburtstag oder an Weihnachten mit Köstlichkeiten voll schlägt, der leidet nicht selten kurz danach unter einem unangenehmen Völlegefühl. Im Zustand des Esskomas will man sich am liebsten nur noch in die Waagrechte auf Sofa oder Bett begeben.

Denn der Magen ist nach einer übermäßigen Nahrungsaufnahme regelrecht überfüllt und macht träge und müde. Dies zeigt sich dann eben in einem subjektiven Gefühl von „Vollsein“. Meist bietet ein Gastgeber dann eine Runde Verdauungsschnaps an. Um sich von dem Völlegefühl zu erholen, sollten Sie diesen jedoch besser dankend ablehnen.

Bei Völlegefühl kein Alkohol: Finger weg vom Verdauungsschnaps

Bei Völlegefühl nach einem üppigen Essen kann ein Verdauungsspaziergang helfen.

Völlegefühl kann verschiedene Ursachen haben. Neben einer ungünstigen Ernährung können auch Unverträglichkeiten, Magen-Darm-Probleme, Antibiotika oder hormonelle Störungen das unangenehme Gefühl auslösen. Hier finden Sie eine Liste möglicher Ursachen im Überblick:

  • Unverträglichkeiten: Laktoseintoleranz, Fructoseunverträglichkeit, Glutenintoleranz oder Zöliakie
  • Magen-Darm-Erkrankungen: Reizdarm oder Reizmagen, Darminfektion oder bakterielle Fehlansiedlung
  • Antibiotikatherapie
  • Hormone
  • Ernährung: Übermäßige oder ungünstige Nahrungsaufnahme

Tritt das Völlegefühl direkt nach der Nahrungsaufnahme auf, dann liegt der Verdacht nahe, dass das Essen der Auslöser ist. Das kann passieren, wenn man entweder zu viel isst oder aber vor allem sehr fettige Speisen zu sich nimmt. Es empfiehlt sich daher, auf Pommes & Co. zu verzichten oder den Verzehr zumindest zu reduzieren und sich fettarm zu ernähren.

Allerdings gibt es auch gesunde Speisen, die zu verstärkter Gasbildung führen und somit im Bauch ein Spannungsgefühl erzeugen können. Dazu zählen beispielsweise manche Kohlsorten, Hülsenfrüchte wie Bohnen und Kichererbsen sowie Zwiebel, Lauch und Knoblauch. Daneben können auch Unverträglichkeiten gegen bestimmte Lebensmittel verantwortlich sein.

Völlegefühl: Was tun bei unangenehmem Völlegefühl? Tipps und Hausmittel

Damit Ihr Verdauungssystem grundsätzlich entlastet und langfristig gestärkt wird, gibt es einige Tipps und Hausmittel, die Sie selbst anwenden können. So können Sie beispielsweise Ihre Verdauung mit Ballaststoffen in Schwung bringen.

Denn neben anderen gesundheitsfördernden Funktionen profitiert vor allem die Verdauung von einer ballaststoffreichen Ernährung, da die Verdauung bei Völlegefühl verlangsamt ist. Ballaststoffe beschleunigen sie wieder, indem sie Wasser binden und den Magen- und Darminhalt dadurch vergrößern. Deshalb sollten Sie zusätzlich auch viel Wasser trinken. Gleichzeitig wird auch eine gesunde Darmflora gefördert.

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Völlegefühl: Verdauung anregen durch Kräuter und Spaziergang

Neben Ballaststoffen helfen auch manche Kräuter, wenn sich der Magen voll anfühlt. Anis, Kümmel, Fenchel, Melisse, Pfefferminze und Koriander enthalten alle ätherische Öle und Scharfstoffe, die die Verdauung anregen. Sie kommen in Speisen und Tees vor und beruhigen den Magen auch bei Völlegefühl, Übelkeit oder Blähungen.

Zusätzlich kann ein klassischer Verdauungsspaziergang helfen. Denn durch langes Sitzen wird der Darm träge, bei Bewegung wird die Verdauung hingegen angeregt. Wer es sich einrichten kann, der kann Problemen mit dem Darm und Magen bereits vorbeugen, indem er täglich spazieren geht. Ansonsten hilft es auch, direkt nach einem schweren Essen einmal um den Block zu gehen.

Gesunde Verdauung: Finger weg von Alkohol und Stress vermeiden

Wenn Sie Ihrem Darm etwas Gutes tun wollen, dann achten Sie darauf, dass Sie Stress vermeiden – insbesondere auch während des Essens. Nehmen sich ausreichend Zeit für die Nahrungsaufnahme. Essen Sie bewusst und langsam und am besten nicht im Stehen. Das führt meist dazu, dass wir die Lebensmittel nicht richtig kauen und zu viel essen. Gleichzeitig werden Stresshormone ausgeschüttet.

Auch ein weit verbreitetes Ritual ist keine gute Idee, um den Magen zum Verdauen anzuregen: das Trinken von Verdauungsschnaps. Möglicherweise kann er das Völlegefühl kurzzeitig lindern, auf die Verdauung wirkt gerade hochprozentiger Alkohol jedoch kontraproduktiv, da er zur Entspannung der Muskulatur im Magen führt. Das hat zur Folge, dass die Verdauung sich verlangsamt und der Magen länger braucht, um sich zu leeren. Lassen Sie das nächste Mal nach einem üppigen Mahl also besser die Finger davon.

Völlegefühl: Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Wenn ein Völlegefühl jedoch nicht auf die Nahrungsaufnahme zurückzuführen ist und es womöglich ohne ersichtlichen Grund oder in Verbindung mit Bauchkrämpfen, Durchfall oder Erbrechen auftritt, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Dann kann die Ursache nämlich eine Magen-Darm-Erkrankung sein, die dementsprechend behandelt werden muss.

Joghurt, Haferflocken, Brokkoli, Blumenkohl: Welche zehn Hausmittel gegen Verstopfung helfen

Schale mit Haferflocken
Tun Sie Ihrem Darm gerne schon zum Frühstück etwas Gutes und beugen Verstopfung vor: Ideal ist hier eine Portion Haferflocken, da die darin enthaltenen Ballaststoffe die Verdauung anregen. Mittlerweile allseits beliebt als Haferschleim, sogenanntes Porridge, nur mit Wasser oder gemischt mit Wasser und Milch (Verhältnis 2:1) zubereitet, da Milch in zu großen Mengen wiederum Blähungen und Verstopfung hervorrufen kann. Was vielen auch schmeckt, sind Haferflocken mit... (Symbolbild) © Anna Bogush/Imago
Naturjoghurt mit Beeren und etwas Müsli in einem Glas.
...Naturjoghurt! Dieser ist ideal, um den Stoffwechsel anzuregen und wirkt wahre Wunder, wenn es um Verstopfungen geht. Gleichzeitig hilft natürlicher Joghurt mit seinen probiotischen Milchsäurebakterien, die Darmflora aufzubauen. Gerne auch mit frischen Blaubeeren kombinieren, diese helfen zusätzlich gegen Verstopfung und wirken leicht abführend. (Symbolbild) © Petra Schneider-Schmelzer/Imago
Ein Glas Apfelsaft ist gut für die Verdauung und hilft gegen Verstopfung.
Für eine gute Verdauung ist es immer wichtig, viel zu trinken, ca. zwei Liter pro Tag, allem voran Wasser. Um Verdauungsproblemen und Verstopfung vorzubeugen, kann ein leckerer Apfeldirektsaft den Darm ankurbeln – warum nicht gleich am Morgen mit einem Glas in den Tag starten! Im besten Fall erst nach vier bis fünf Schlucken warmem Wasser, das nach dem Aufstehen und auf leeren Magen getrunken wird, so wird der Stoffwechsel angekurbelt. (Symbolbild) © Andreas Berheide/Imago
Schüssel mit Löffel Leinsamen
Was nicht nur zusätzlich zum morgendlichen Haferflocken-Porridge schmeckt, sondern auch wunderbar gegen Verstopfung hilft, sind Leinsamen. Ca. zwei Esslöffel in den Haferschleim hinzugegeben, unterstützt es den Darm und die Verdauung und hält sogar noch lange satt! (Symbolbild) © LMykola/Imago
Brokkoli-Erbsen-Salat in einer Schüssel
Zeit für Mittagessen! Wie wäre es mal mit einem gedünsteten Brokkoli-Erbsen-Salat? Beides ist reich an Ballaststoffen und bringt die Verdauung auf Trab. Zudem ist grünes Gemüse reich an Antioxidantien, wodurch sogenannter oxidativer Stress im Körper reduziert wird. Guten Appetit mit viel Entspannung inklusive! (Symbolbild) © CSP_fanfo/Imago
Kirschen in der Schale
Als erfrischender Nachtisch zu Mittag kommen dann noch Kirschen auf den Tisch. Sie schmecken nicht nur lecker, sondern beugen auch Verstopfung vor, indem sie mit ihrem hohen Ballaststoffanteil die Verdauung anregen. Gleichzeitig haben Kirschen einen höheren Kaliumgehalt und wirken somit leicht entwässernd. Gerade an heißen Tagen eine echte Erleichterung, da es somit Beinschwellungen entgegenwirkt. (Symbolbild) © Martin Wagner/Imago
Eine Schale mit Pflaumen
Kleiner Zwischensnack gefällig? Dann dürfen es ruhig frische oder getrocknete Pflaumen sowie Pflaumensaft sein. Dieses Steinobst ist bekannt für seine abführende Wirkung. Frische Pflaumen wirken gleichzeitig noch harntreibend. (Symbolbild) © CHENG ZHI PENG/Imago
Flohsamen in der Schüssel
Ein Teelöffel Flohsamen zum Saft hinzugegeben oder mit Wasser vermischt, wird der Stoffwechsel zusätzlich in Schwung gebracht. Verstopfungen lösen sich, dem Darm geht es besser. (Symbolbild) © Birgit Reitz-Hofmann/Imago
Sauerkraut im Top
Für den Hunger zwischendurch bietet sich eine kleine Portion Sauerkraut, pur mit Kümmel oder in Form von Saft an. Es gibt Energie und hilft auch gegen Verstopfung und Verdauungsbeschwerden. (Symbolbild) © Dar1930/Imago
Blumenkohlsuppe
Zum Abendessen gibt es nun eine köstliche und leichte Blumenkohlsuppe, in Gemüsebrühe. Mit Stoffwechsel-anregender Paprika verfeinert, haben Verdauungsprobleme und Verstopfung keine Chance. (Symbolbild) © GoooDween123/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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