Wenn es im Bauch nicht rund läuft

Schilddrüse und Darmprobleme: Kleines Organ kann die Ursache für Verstopfung sein

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Darmprobleme äußern sich häufig durch Verstopfung oder Durchfall. Überprüfen Sie Ihre Schilddrüse, sollten die Beschwerden regelmäßig auftreten.

Der menschliche Darm mit Dick- und Dünndarm macht nach der Haut das zweitgrößtes Organ aus. Da wundert es nicht, wenn Menschen sich umfassend beeinträchtigt fühlen – körperlich und mental – sobald das „zweite Gehirn“ Darm nicht so funktioniert, wie es für ein allgemeines Wohlbefinden wichtig ist. Die Ursache der Darmprobleme liegt nicht immer automatisch in unseren Ernährungsgewohnheiten. Eine Fehlfunktion der Schilddrüse mit Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto können die Verdauung nachhaltig beeinflussen und erschweren.

Verstopfung: Schilddrüse kann Ursache für Darmprobleme sein

Verstopfung kann Betroffene schwer beeinträchtigen. (Symbolbild)

Was bedeutet es, wenn eine Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto vorliegen? Produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone – die zwei wichtigsten sind Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) – macht sich dies anhand verschiedener Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, depressiven Verstimmungen, Antriebslosigkeit, ungeklärter Gewichtszunahme, niedrigem Puls und eben auch Verstopfung bemerkbar. Hashimoto ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse, der eine Schilddrüsenunterfunktion vorangehen oder welche die Folge der fehlenden Hormone sein kann. Es gibt zwölf Hinweise und Fragen, die Sie sich selbst stellen können, die auf eine Erkrankung der Schilddrüse hinweisen.

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Aufgrund des Mangels an Schilddrüsenhormonen ist auch der Darm in Mitleidenschaft gezogen. Folge ist eine verlangsamte Verdauung, was zu Verstopfung führt. Wer regelmäßig Fisch isst, kann Symptome der Schilddrüsenunterfunktion reduzieren.

Joghurt, Haferflocken, Brokkoli, Blumenkohl: Welche zehn Hausmittel gegen Verstopfung helfen

Schale mit Haferflocken
Tun Sie Ihrem Darm gerne schon zum Frühstück etwas Gutes und beugen Verstopfung vor: Ideal ist hier eine Portion Haferflocken, da die darin enthaltenen Ballaststoffe die Verdauung anregen. Mittlerweile allseits beliebt als Haferschleim, sogenanntes Porridge, nur mit Wasser oder gemischt mit Wasser und Milch (Verhältnis 2:1) zubereitet, da Milch in zu großen Mengen wiederum Blähungen und Verstopfung hervorrufen kann. Was vielen auch schmeckt, sind Haferflocken mit... (Symbolbild) © Anna Bogush/Imago
Naturjoghurt mit Beeren und etwas Müsli in einem Glas.
...Naturjoghurt! Dieser ist ideal, um den Stoffwechsel anzuregen und wirkt wahre Wunder, wenn es um Verstopfungen geht. Gleichzeitig hilft natürlicher Joghurt mit seinen probiotischen Milchsäurebakterien, die Darmflora aufzubauen. Gerne auch mit frischen Blaubeeren kombinieren, diese helfen zusätzlich gegen Verstopfung und wirken leicht abführend. (Symbolbild) © Petra Schneider-Schmelzer/Imago
Ein Glas Apfelsaft ist gut für die Verdauung und hilft gegen Verstopfung.
Für eine gute Verdauung ist es immer wichtig, viel zu trinken, ca. zwei Liter pro Tag, allem voran Wasser. Um Verdauungsproblemen und Verstopfung vorzubeugen, kann ein leckerer Apfeldirektsaft den Darm ankurbeln – warum nicht gleich am Morgen mit einem Glas in den Tag starten! Im besten Fall erst nach vier bis fünf Schlucken warmem Wasser, das nach dem Aufstehen und auf leeren Magen getrunken wird, so wird der Stoffwechsel angekurbelt. (Symbolbild) © Andreas Berheide/Imago
Schüssel mit Löffel Leinsamen
Was nicht nur zusätzlich zum morgendlichen Haferflocken-Porridge schmeckt, sondern auch wunderbar gegen Verstopfung hilft, sind Leinsamen. Ca. zwei Esslöffel in den Haferschleim hinzugegeben, unterstützt es den Darm und die Verdauung und hält sogar noch lange satt! (Symbolbild) © LMykola/Imago
Brokkoli-Erbsen-Salat in einer Schüssel
Zeit für Mittagessen! Wie wäre es mal mit einem gedünsteten Brokkoli-Erbsen-Salat? Beides ist reich an Ballaststoffen und bringt die Verdauung auf Trab. Zudem ist grünes Gemüse reich an Antioxidantien, wodurch sogenannter oxidativer Stress im Körper reduziert wird. Guten Appetit mit viel Entspannung inklusive! (Symbolbild) © CSP_fanfo/Imago
Kirschen in der Schale
Als erfrischender Nachtisch zu Mittag kommen dann noch Kirschen auf den Tisch. Sie schmecken nicht nur lecker, sondern beugen auch Verstopfung vor, indem sie mit ihrem hohen Ballaststoffanteil die Verdauung anregen. Gleichzeitig haben Kirschen einen höheren Kaliumgehalt und wirken somit leicht entwässernd. Gerade an heißen Tagen eine echte Erleichterung, da es somit Beinschwellungen entgegenwirkt. (Symbolbild) © Martin Wagner/Imago
Eine Schale mit Pflaumen
Kleiner Zwischensnack gefällig? Dann dürfen es ruhig frische oder getrocknete Pflaumen sowie Pflaumensaft sein. Dieses Steinobst ist bekannt für seine abführende Wirkung. Frische Pflaumen wirken gleichzeitig noch harntreibend. (Symbolbild) © CHENG ZHI PENG/Imago
Flohsamen in der Schüssel
Ein Teelöffel Flohsamen zum Saft hinzugegeben oder mit Wasser vermischt, wird der Stoffwechsel zusätzlich in Schwung gebracht. Verstopfungen lösen sich, dem Darm geht es besser. (Symbolbild) © Birgit Reitz-Hofmann/Imago
Sauerkraut im Top
Für den Hunger zwischendurch bietet sich eine kleine Portion Sauerkraut, pur mit Kümmel oder in Form von Saft an. Es gibt Energie und hilft auch gegen Verstopfung und Verdauungsbeschwerden. (Symbolbild) © Dar1930/Imago
Blumenkohlsuppe
Zum Abendessen gibt es nun eine köstliche und leichte Blumenkohlsuppe, in Gemüsebrühe. Mit Stoffwechsel-anregender Paprika verfeinert, haben Verdauungsprobleme und Verstopfung keine Chance. (Symbolbild) © GoooDween123/Imago

Menschen, die nachweislich an einer Schilddrüsenfehlfunktion leiden, werden häufig mit Hormonen medikamentös eingestellt. Dadurch lassen sich die folgenden Symptome wie Verstopfung gut beheben. Vorsicht bei Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Schilddrüsenhormone, wenn Sie diese einnehmen.

Liegt keine Erkrankung der Schilddrüse vor als Ursache für die Verstopfung, sollten Sie sich mit Ihrem Arzt besprechen, um möglicherweise eine Darmuntersuchung einzuleiten und so andere Krankheiten wie Darmkrebs ausschließen zu können.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © AndreyPopov/Imago

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