Limitierte Diagnose

„Wird leider von den Herstellern zum Teil beschränkt“: ADAC beklagt fehlenden Daten-Zugriff bei Pannen-Autos

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Bei einer Auto-Panne hilft oft der ADAC. Doch manchmal ist die Diagnose schwierig: Laut dem Automobilclub liegt das auch daran, dass Hersteller teils den Daten-Zugriff beschränken.

Zumindest gefühlt, streikt das Auto immer genau dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Passiert die Panne auf einer viel befahrenen Straße, hat immer zunächst die Sicherheit Vorrang: Schon vor dem Aussteigen sollten die Insassen Warnwesten anlegen, anschließend sollte das Warndreieck aufgestellt werden. Dann gilt es, Hilfe zu organisieren. In vielen Fällen wird ein Automobilclub angerufen – beispielsweise der ADAC. Doch die „gelben Engel“ können offensichtlich nicht immer so gut helfen, wie es vielleicht möglich wäre.

„Statt analoger Tankuhren gibt es heute viel Technik mit Elektronik, die störanfällig ist“

In diesem Jahr feiert der ADAC das 70-jährige Bestehen der Straßenwacht. Zu diesem Anlass hat der Leiter der Pannenhilfe, Thomas Reynartz, in einem Interview zurückgeblickt und auch die aktuelle Situation der „gelben Engel“ beleuchtet. Wie er erklärt, könne man nicht sagen, dass die Fahrzeuge durchgängig technisch besser und insgesamt weniger pannenanfällig geworden seien. „Statt analoger Tankuhren gibt es heute viel Technik mit Elektronik, die störanfällig ist“, so Reynartz. Auf die Frage, ob die Helfer des Automobilclubs manchmal an ihre Grenzen stoßen würden, weil die Autos immer komplizierter werden würden, antwortet er: „Ganz klar. Das liegt auch daran, dass die Hersteller uns nicht die Möglichkeit geben, alles zu tun, was nötig wäre.“ Speziell, wenn es um Fahrzeugdaten gehe, die man für die Diagnose von Fehlern benötige.

Der Leiter der ADAC-Pannenhilfe beklagt, dass viele Hersteller den Zugriff auf die Fahrzeugdaten einschränken. (Symbolbild)

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Laut dem Leiter der ADAC-Pannenhilfe ist das Auslesen von Fehlercodes teils gar nicht möglich

Um eine Fehlerdiagnose machen zu können, müsse man auf viele Daten zugreifen. Doch man habe eben nicht auf alle Daten Zugriff. „Das wird leider von den Herstellern zum Teil beschränkt.“ Bei neuen Fahrzeuge ließen manche Hersteller die ADAC-Helfer gar nicht auf ihre Daten zugreifen. „Da können wir keine Fehlercodes auslesen, da das Diagnosegerät sagt, dass es keinen Datenzugriff hat.“ Möglicherweise werde der Zugriff teils blockiert, um das Auto schützen, sagt Reynartz. Oder aber auch, um erst selbst einmal festzustellen, welche Fehler auftreten. Damit versuchen die Hersteller laut dem Leiter der Pannenhilfe auch, die Autobesitzer in ihre eigenen Werkstätten zu lotsen.

Die zehn hässlichsten Autos aller Zeiten: Design-Sünden der Hersteller

Die erste Generation der Mercedes A-Klasse.
Platz 10: Mercedes-Benz A-Klasse. Die ersten Generationen der A-Klasse waren alles andere als eine Schönheit. Seit 2012 kann sich der Kompaktwagen jedoch sehen lassen. Dennoch fliegt die A-Klasse bald aus dem Programm. © Mercedes-Benz AG
Audi A2
Platz 9: Audi A2. Natürlich darf auch der A2 in diesem Ranking nicht fehlen. Hier ging der Nutzen klar vor Design. Mit einem cw-Wert von 0,252 kann der Kompaktwagen locker mit modernen Stromern mithalten. Und auch sonst war der Audi A2 seiner Zeit weit voraus. Vermutlich etwas zu weit, denn 2005 wurde die Produktion nach sechs Jahren eingestellt. Inzwischen genießt der Ingolstädter einen Kult-Status. © Heritage Images/Imago
Ein Chrysler PT Cruiser von 2009 auf der San Diego International Auto Show
Platz 8: Chrysler PT Cruiser. Den Kompatkwagen gab es alternativ auch als Cabrio. Optisch erinnert der PT Cruiser durch seine lange Motorhaube etwas an die Autos der 20er oder 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. 2010 war nach zehn Jahren Bauzeit und einem Facelift dann Schluss. © UPI Photo/Imago
Ford Edsel Villager
Platz 7: Ford Edsel Villager. Ende der 1950er-Jahre führte die Ford Motor Company die Tochtermarke Edsel ein. Ab 1958 ging diese unter anderem mit dem Villager auf Kundenfang. Wirklich beliebt waren die Marke und ihre Modelle damals jedoch nicht. Das lag aber viel mehr an dem ungewöhnlich hohen ovalen Kühlergrill, der so manchen Kritiker an einen Toilettensitz erinnerte. Nach drei Jahren war dann Schluss mit Edsel und dem Villager. Für Ford ein teurer Flop, der fast für den Ruin des US-Autogiganten gesorgt hätte. © Chromorange/Imago
Ein Alfa Romeo SZ.
Platz 6: Alfa Romeo SZ. Nicht schön, dafür aber teuer. Der Alfa Romeo SZ kostete Anfang der 1990er-Jahre sagenhafte 100.000 DM (ca. 51.129 Euro). Der Sportwagen war zudem auf 1.000 Exemplare limitiert. Ob die Italiener wussten, dass der Sportwagen nicht besonders gelungen ist? © Alfa Romeo
Pontiac Aztek
Platz 5: Pontiac Aztek. Von 2001 bis 2005 baute Pontiac diese „Schönheit“. Der Crossover-SUV verkaufte sich immerhin rund 1115.000 Mal. Zu besonderem Ruhm kam der Aztek zudem durch die TV-Serie „Breaking Bad“, in der er von der Hauptfigur Walter White gefahren wird. Allerdings wird der SUV in jeder Episode beschädigt. © Daniel Lippitt/AFP
SsangYong Rodius
Platz 4: SsangYong Rodius. Für einen Platz auf dem Podium hat es für den Koreaner nicht ganz gereicht. Gleiches gilt aber auch für ein eigenständiges Design. Der Kühler erinnert etwas an den PT Cruiser, das Heck hingegen hat man sich bei Mercedes geborgt. Eine Idee, die man womöglich erst hatte, als das Auto schon fertig war, denn es wirkt wie nachträglich aufgesetzt. Trotzdem wurde der Van in zwei Generationen von 2004 bis 2019 gebaut. © SsangYong
Nissan S-Cargo
Platz 3: Nissan S-Cargo. Was aussieht wie ein Modellauto für Kinder, wurde von Nissan tatsächlich von 1989 bis 1992 gebaut. Warum genau wissen wohl nur die Designer und Manager des asiatischen Autobauers. © Nissan
Ein Commuter Tango T600.
Platz 2: Nein, das ist keine optische Täuschung. Der Tang T600 von Commuter Cars ist in der Tat nur 99 Zentimeter breit. Was bei der Parkplatzsuche helfen mag, wirkt optisch, als hätte man einen Smart zu heiß gewaschen oder einen Minivan aus der Schrottpresse gerettet. Doch das Design ist nicht das einzige Problem des Tango T600. Für das kleine Elektroauto werden schwindelerregende 121.000 US-Dollar fällig. Dafür bekommt man aber auch 600 kW Leistung.  © Commuter Cars
Fiat Multipla
Platz 1: Fiat Multiple. Der Sieg geht ganz klar an den Italiener. Zwar versuchte Fiat das Modell mit einem Facelift zu retten, doch wirklich schöner wurde der Van dadurch nicht. 2010 wurde der Multipla nach elf Jahren wieder eingestellt. Bleibt die Frage: Wie konnte dieses Design jemals auf die Straße kommen? © Fiat

Auch Reparaturen an modernen Autos werden immer teuer. Das hat zum einen mit immer aufwendigerer Technik zu tun, aber auch mit gestiegenen Stundensätzen in Kfz-Werkstätten. Die Auto-Versicherer rechnen auch in diesem Jahr deshalb mit einem Milliardenverlust – aus diesem Grund dürften die Beiträge für die Kfz-Versicherung bald wieder steigen.

Rubriklistenbild: © Rolf Kremming/Imago

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