Große Unterschiede

Elektroauto aufladen: Wie viel einmal Volltanken kostet

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Wer sich ein E-Auto zulegen will, fragt sich zumeist: Was kostet das Aufladen des Akkus? Wir haben einige Beispiele ausgerechnet.

Wer über viele Jahre einen Verbrenner gefahren ist, für den gehörten bislang die großen Preistafeln an den Tankstellen zum Alltag. Bis in die 1990er-Jahre wurden die Ziffern teils sogar noch von Hand umgehängt. Längst werden die Spritpreise elektronisch angezeigt – geht ja auch gar nicht mehr anders, ändern sie sich doch gefühlt inzwischen im Minutentakt. Beim Elektroauto ist alles anders: Große Preisschilder gibt es an den Ladeparks nicht, stattdessen können die Stromer-Fahrer entsprechende Apps nutzen. Und im Gegensatz zum Verbrenner kann man den Stromer auch zu Hause betanken – wenn man eine Wallbox installiert hat. Doch für viele ist noch immer schwer einzuschätzen: Was kostetet denn eigentlich eine Ladung Strom?

Die Preise für das Laden von Elektroautos unterscheiden sich teils stark. (Symbolbild)

Elektroauto laden: So viel kostet einmal „auftanken“

Die Antwort lautet leider: Kommt darauf an. Die wichtigsten Größen in der Gleichung sind natürlich der Strompreis sowie der Verbrauch des Fahrzeugs und die Größe (Kapazität) der Batterie. Wie bei Verbrennern unterscheiden sich auch die Verbrauchswerte von Stromern stark: Sparsame Fahrzeuge brauchen etwa zwischen 15 und 20 kW auf 100 Kilometer, leistungsstärkere Modelle genehmigen sich auch schon mal mehr als 30 kWh auf 100 Kilometer. Die gleiche Strecke kann einen E-Autofahrer je nach Fahrzeug also die Hälfte beziehungsweise das Doppelte kosten.

Elektroauto laden: Deutliche Unterschiede bei den Akku-Größen

Auch beim Akku gibt es große Unterschiede: Kleinere Elektrofahrzeuge sind zumeist mit Akkus zwischen 30 und 65 kWh unterwegs. Große Stromer dagegen haben Batterien mit bis zu 100 kWh Kapazität oder sogar noch etwas mehr verbaut. Dementsprechend ist eine volle Ladung für ein großes Elektroauto logischerweise teurer als bei einem Kleinwagen mit Mini-Akku.

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Aber auch die Strompreise an den Ladesäulen unterscheiden sich teils deutlich. Außerdem spielt hier zumeist die Wahl der Ladekarte eine Rolle. Relativ günstig ist es aktuell (Stand Anfang September 2022) beispielsweise an den Säulen auf den Parkplätzen von Lidl und Kaufland: Hier kostet eine Kilowattstunde Wechselstrom (AC) 29 Cent. Wessen Stromer also 20 kWh auf 100 Kilometer verbraucht, zahlt für diese Menge Strom 5,80 Euro. 50 kWh würden hier mit 14,50 Euro zu Buche schlagen. Allerdings dauert eine Strombetankung mit langsamem Wechselstrom relativ lange.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Elektroauto laden: Schnelleres Laden kostet in der Regel mehr

Wer ein größeres E-Auto fährt – und nicht stundenlang warten will, bis sein Fahrzeug voll geladen ist – für den ist ohnehin nur ein Schnelllader mit Gleichstrom (DC) eine Option. Die flottere Strombetankung ist aber zumeist auch teurer als die an Wechselstrom-Ladern: Hier kann die Kilowattstunde auch mal mehr als 70 Cent kosten – allerdings kommt es hier stark auf die Ladekarte beziehungsweise den entsprechenden Rahmentarif an. Wer eine höhere Grundgebühr zahlt, der tankt in der Regel günstiger. Bei einem Strompreis von 0,75 Euro würden 20 kWh beispielsweise 15 Euro kosten, 50 kWh 37,50 Euro und eine Vollladung von 90 kWh 67,50 Euro.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Panthermedia

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