Ratgeber

Dunkle Streifen auf dem Fingernagel – Welche Ursachen hinter den Verfärbungen stecken können

Wenn sich die Nägel verändern, kann das verschiedene Gründe haben. Ob es sich nun um einen kosmetischen Makel oder aber den Hinweis auf eine Erkrankung handelt, variiert von Fall zu Fall.

Wer sich schonmal den Daumen in der Türe eingeklemmt oder etwas Schweres unfreiwillig mit dem großen Zeh aufgefangen hat, kennt eine Verfärbung des Fuß- oder Fingernagels nur allzu gut. Wenn dieser aufgrund einer Quetschung blau oder gar schwarz anläuft, ist der Schreck oft groß. Doch abgesehen von einem unangenehmen Druck auf dem Nagel, der durch ein leichtes Anbohren beim Arzt gemindert werden kann, handelt es sich hier lediglich um eine kosmetische Unbequemlichkeit. Der dunkel verfärbte Teil des Nagels verschwindet nämlich erst mit dem natürlichen Herauswachsen des Nagels – und das kann schonmal ein paar Monate dauern.

Neben harmlosen Verfärbungen, wie dieser, gibt es allerdings auch ungewöhnliche Pigmentierungen auf den Nägeln. Diese können auf ernsthafte Krankheiten hinweisen. Deswegen sollten Sie bei besagten Ungewöhnlichkeiten auf den Nägeln unmittelbar Ihren Haus- beziehungsweise Hautarzt aufsuchen.

Schwarze Streifen auf den Nägeln

Bei braunen bis schwarzen Verfärbungen auf den Finger- und Fußnägeln handelt es sich in der Regel um Melanonychie. Diese Verfärbung kann den gesamten Nagel dunkel färben, aber auch als einzelner Streifen quer oder in Längsrichtung über den Nagel verlaufen. Nicht selten sind bei Auftreten dieser Verfärbung gleich mehrere Nägel betroffen. Laut derma-med.ch, gibt es zwei gängige Typen von Melanonychien.

Gepflegte Nägel bilden die Grundlage für ansehnliche Hände.

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  • Melanozytäre Aktivierung: Zum einen kann es sich bei dem dunklen Streifen auf Ihrem Nagel um eine sogenannte Melanozytäre Aktivierung handeln. Diese ist gesundheitlich völlig unbedenklich, denn es handelt sich lediglich um eine zunehmende Melaninproduktion im Nagel, währenddessen die Pigmentzellen unverändert bleiben. Mögliche Ursachen für diese Art der Verfärbung kann ein Vitamin- oder Mineralmangel sein. Aber auch die Einnahme bestimmter Medikamente oder ein Trauma des Nagels können verantwortlich sein.
  • Melanozytäre Hyperplasie: Diesem Melanonychien-Typ liegt eine Zunahme der Anzahl an Pigmentzellen im Nagel zugrunde. Dabei kann es sich, ähnlich wie bei Leberflecken auf der Haut, sowohl um eine gut-, als auch um eine bösartige Wucherung handeln. So kann sich eine solche Verfärbung unter anderem als schwarzer Hautkrebs bemerkbar machen.

Was ist eigentlich Melanin?

Melanin bezeichnet das farbgebende Pigment in Haut und Haaren. Es werden zwei Arten von Melanin unterschieden, eine verursacht eine braun-schwarze, die andere eine rötlich-gelbe Färbung, wie presse.uni-mainz.de informiert. Die bei jedem individuelle Zusammensetzung der beiden Arten bestimmt Ihre Haut- und Haar-, sowie die Augenfarbe.

Weiße Flecken auf den Nägeln

Auch weiße Flecken auf den Nägeln sind keine Seltenheit und können verschiedene Ursachen haben. Zum einen können sie das Ergebnis eines Nageltraumas sein, das beispielsweise durch Verletzungen oder viel Reibung entsteht. Auch eine Nagelpilzinfektion wäre möglich. Diese äußert sich häufig auch durch eine eher gelbliche Verfärbung des Nagels.

Wer diese weißen Flecken auf den Nägeln kennt, sollte nicht gleich vom Schlimmsten ausgehen. Denn bereits leichte Stöße, zum Beispiel im Rahmen einer kräftigen Maniküre, können die Nagelwurzel bereits beschädigen. Auch das Abkauen der Nägel kann die Wurzel verletzen, wie das Wissensportal GEO informiert.

Die richtige Pflege je nach Hauttyp: Wie Sie trockene, fettige oder sensible Haut am besten versorgen

Junge Frau am Strand
Vor allem junge Menschen kämpfen oft mit fettiger Haut. Pickel und Mitesser sind bei diesem Hauttyp häufig, weil die Talg-Überproduktion zu einer Verstopfung der Poren führt. „Für Sie ist wichtig, dass Ihre Pflegeprodukte nicht zu reichhaltig sind. Das bedeutet, Ihre Haut benötigt Feuchtigkeit, aber nicht noch mehr Fett“, so eine Information des Hautarztzentrums Kiel. Die morgendliche und abendliche Reinigung sei ebenfalls wichtig, um die Haut vom überschüssigen Talg zu befreien. Waschschaum und eine leichte Creme mit Salizylsäure sowie ein Gesichtswasser würden sich aufgrund der antibakteriellen und entfettenden Wirkung besonders anbieten bei fettiger Haut.  © Stephan Klapszus/Imago
Frau blickt in Spiegel
Sensible Haut erkennen Sie daran, dass Sie besonders empfindlich auf äußere Reize wie heiße und kalte Luft reagiert. Auch Kontakt mit Duft- und Konservierungsstoffen hat häufig Hautirritationen wie Rötung zur Folge. Aggressive Peelings, Seife und andere reizende Waschsubstanzen sollten nicht verwendet werden, informiert das Hautarztzentrum Kiel auf seiner Website. „Ihre Haut braucht eine Pflege, die viel Feuchtigkeit enthält, sie nicht beschwert und bestenfalls frei von Duft-, Konservierungs- und Farbstoffen ist“, heißt es weiter: „Eine leichte Tages- und Nachtpflege für empfindliche Haut reich völlig aus. Zum Reinigen sollten Sie ein mildes Waschgel ohne Peelingmaterialien verwenden“.  © Imago
Trockene Haut eincremen
In den meisten Fällen ist falsche Pflege die Ursache von zu trockener Haut. Wie die Krankenkasse AOK informiert, sollten Menschen mit trockener Haut auf langes, häufiges und heißes Duschen bzw. Baden verzichten, milde und rückfettende Reinigungsmittel verwenden und zu Feuchtigkeitscreme greifen. Trotz dieser Maßnahmen bleiben die Probleme bestehen? Dann könnte eine Hautkrankheit dahinter stecken, die behandelt werden muss.  © Imago
Frau trägt Lippenstift auf und schaut in den Spiegel
Trockene Wangen und zu Pickeln und Mitessern neigende T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) sind typische Merkmale der Mischhaut. Die Pflege dieser Haut sollte zweigeteilt werden: Die trockenen Stellen sollten nur mit Wasser oder sanften Reinigungsmitteln in Berührung kommen. Die fettigen Stellen können mit Substanzen gereinigt werden, die entfettend wirken, etwa Salizylsäure. „Sie können zudem zwei verschiedene Cremes verwenden: Eine für fettige Haut und eine für normale oder trockene Haut“, so eine Information des Hautarztzentrums Kiel.  © Aleksei Isachenko/Imago
Wegweiser zu einer Hautärztin in Luxemburg
Ihre Hautprobleme bleiben bestehen, obwohl Sie Ihre Pflegeroutine geändert haben? In dem Fall könnte es sein, dass Sie an einer Hautkrankheit leiden, die behandelt werden muss. Suchen Sie einen Hautarzt oder eine Hautärztin auf. Diese/r kann die richtige Diagnose stellen und je nach Befund die passende Therapie empfehlen.  © Sascha Steinach/Imago

Rote Flecken auf den Nägeln

Bei rötlich-braunen Nagelstreifen ist in der Regel keine weitere Behandlung erforderlich. Diese Splitterblutungen entstehen durch eine Schädigung der Kapillaren unter den Nägeln. Das passiert schnell, wenn Sie sich am Nagel verletzt haben. Die kleinen Blutspuren unter den Nägeln verschwinden wie bei einer Quetschung des Nagels einfach mit dem Nagelwachstum.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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