Schutz vor Nervenkrankheit

Demenz: Impfung kann Risiko für Erkrankung senken

  • schließen

Es gibt Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Herpes-Viren und Demenz. Laut einer Studie soll eine Gürtelrose-Impfung daher vor der Nervenkrankheit schützen.

Immer mehr Menschen erkranken im Alter an Demenz. In Deutschland leben aktuell schätzungsweise rund 1,8 Millionen Menschen mit der Nervenkrankheit. Die genaue Ursache von Demenz ist allerdings bislang nicht abschließend geklärt. Dadurch gibt es kaum Möglichkeiten, um sich vor der unheilbaren Erkrankung zu schützen. In einer sogenannten Preprint-Studie – bei der es sich um eine wissenschaftliche Vorab-Publikation handelt, die zwar der Öffentlichkeit bereits zur Verfügung steht, jedoch noch nicht von Fachkollegen begutachtet wurde – untersuchten Wissenschaftler nun allerdings den Zusammenhang von Demenz und einer Gürtelrose-Impfung. Dabei zeigen die Ergebnisse, dass die Impfung offenbar eine schützende Wirkung haben kann.

Gürtelrose-Impfung kann das Demenz-Risiko laut einer Studie drastisch senken

In Deutschland leiden aktuell schätzungsweise 1,8 Millionen Menschen an einer Demenz-Erkrankung – Tendenz steigend. Eine Gürtelrose-Impfung könnte möglicherweise davor schützen.

Da es immer mehr Hinweise darauf gibt, dass Herpes-Viren eine Demenz begünstigen können, untersuchten Forscher der Stanford University und der Universitäten Heidelberg, Mainz und Wien, ob ein Zusammenhang zwischen einer Gürtelrose-Impfung und der Nervenkrankheit besteht. Gürtelrose (Herpes Zoster) wird durch das Windpocken-Virus ausgelöst. Patienten leiden meist unter Juckreiz, Hautrötungen und Bläschen, wobei eine Erkrankung meist nach ein paar Wochen von selbst abheilt. Da Gürtelrose jedoch zu chronischen Nervenschmerzen führen kann, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) vor allem älteren Menschen eine Impfung – die eben auch vor einer Demenz-Erkrankung schützen soll.

Für ihre Untersuchung werteten die Forscher Daten über Impfungen, Arztbesuche und Sterbeurkunden von Personen aus Wales aus. Dort wurde die Berechtigung für eine Gürtelrose-Impfung vom Geburtsdatum abhängig gemacht: Impfberechtigt waren nur Menschen, die nach dem 2. September 1933 geboren wurden. Die Analyse der Daten von fast 290.000 Personen ergab dabei, dass eine Gürtelrose-Impfung die Wahrscheinlichkeit einer Demenzdiagnose um 19,9 Prozent in den folgenden sieben Jahren verringerte. Zudem zeigten weitere Ergebnisse, dass die Schutzwirkung bei Frauen deutlich höher war als bei Männern.

Noch mehr spannende Gesundheitsthemen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Demenz-Risiko reduzieren: Für wen eine Gürtelrose-Impfung sinnvoll ist

Mehrere Studien deuten daraufhin, dass ein Zusammenhang zwischen Herpes-Viren und Alzheimer bestehen könnte. Treten das Herpes-Simplex-Virus und das Varicella-Zoster-Virus gemeinsam auf, dann kann die Kombination aus beiden laut einer Studie die Bildung der für Alzheimer typischen Protein-Plaques anstoßen. Da Menschen ab 60 Jahren aufgrund eines schwächer werdenden Immunsystems besonders gefährdet sind, empfiehlt die STIKO diesen eine Gürtelrose-Impfung sowie allen Personen ab 50 Jahren, deren Immunsystem durch Krankheit, nach einer Knochenmark- oder Organtransplantation geschwächt oder durch Therapie unterdrückt ist. Außerdem sollten sich Personen ab 50 Jahren mit einem schweren Grundleiden zum Beispiel der Lunge, der Nieren oder des Darmes impfen lassen.

Demenz vorbeugen: Zehn Lebensmittel, die dem Gehirn schaden

Weingläser
Ein Glas Alkohol hin und wieder ist zwar in Ordnung. Wer allerdings übermäßig viel davon konsumiert, gefährdet damit sein Gehirn und erhöht daher das Risiko für eine Demenz-Erkrankung. Alkohol wirkt neurotoxisch. Dadurch schädigt er die Gehirnzellen unmittelbar.  © Cavan Images/IMAGO
Käse
Auch Käse kann die Blutgefäße im Gehirn schädigen, da er viele gesättigte Fettsäuren enthält. Um einer Demenz vorzubeugen, empfiehlt es sich deshalb, nur selten davon zu essen oder ganz darauf zu verzichten. © Gerard Lacz/IMAGO
Butter
Genauso wie Käse sind auch Butter und Margarine reich an gesättigten Fettsäuren. Beide Streichfette enthalten außerdem einen hohen Anteil an Transfetten. Sie verstopfen die Arterien und können das Gehirn schrumpfen lassen. Ein regelmäßiger Verzehr empfiehlt sich deshalb nicht, wenn man seiner Hirngesundheit etwas Gutes tun und sich vor einer Demenz-Erkrankung schützen möchte.  © Eivaisla/IMAGO
Chips
Hochgradig verarbeitete Lebensmittel enthalten nicht nur viel Salz und Zucker, sondern ebenfalls einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren. Der übermäßige Verzehr von zum Beispiel Chips, Fertiggerichten und Weißbrot kann somit die Arterien des Gehirns verstopfen und dadurch das Hirngewebe unmittelbar schädigen. Zum Schutz vor Demenz sollten Sie deshalb lieber die Finger davon lassen und stattdessen auf gesunde Alternativen setzen. © Liangliang/IMAGO
Softdrinks
Softdrinks enthalten viel Zucker. Um das Gehirn gesund zu halten, sollte man deshalb auf zuckerhaltige Getränke besser verzichten. Denn Zucker verursacht Entzündungen und neuronale Schäden. Dadurch kann das Risiko für eine Demenz steigen. © Markus Mainka/Imago
Mortadella
Verarbeitetes Fleisch enthält viel Salz, Konservierungsstoffe und gesättigte Fettsäuren. Mortadella, Blutwurst, Speck, Blutwurst, Würstchen und Salami begünstigen deshalb Entzündungen und schädigen Blutgefäße im Gehirn und fördern eine Demenz-Erkrankung. © Westend61/IMAGO
Fleisch
Rotes Fleisch ist ebenfalls voll von gesättigten Fettsäuren. Auch wenn Rindfleisch oder Wild zwar weniger entzündungsfördernd sind als Wurstwaren, schaden sie dennoch den Gefäßen und Zellen. Dadurch erhöht sich das Risiko für eine Demenz. © Edwin Remsberg/IMAGO
Frittiertes
Auch in frittierten Lebensmitteln befindet sich ein hoher Anteil an Transfetten. Diese können das Hirnvolumen reduzieren und dabei zu einem kognitiven Verfall beitragen. Die Gefahr besteht, dass Menschen bei einem hohen Konsum auch ein höheres Risiko haben, eine Demenz zu entwickeln.  © Cavan Images/IMAGO
Burger
In Fast Food sind ebenfalls Transfette enthalten, die dem Gehirn schaden können. Wer sich vor Demenz schützen möchte, sollte diese Speisen deshalb nicht auf seinen Speiseplan setzen. © Vasily Pindyurin/IMAGO
Süßigkeiten
Süßigkeiten und Gebäck haben viel Zucker, der sich negativ auf die Hirngesundheit auswirkt. Er verursacht Entzündungen und kann zu einem Burn-out im Gehirn führen. Möchten Sie sich vor Demenz schützen, dann sollten Sie auch diese Lebensmittel nur in Maßen verzehren. © ratmaner/IMAGO

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © imageBROKER/Oleksandr Latkun/IMAGO

Kommentare