Beliebte Kübelpflanze

Dipladenia richtig pflegen: Zu viel Wasser verzeiht Ihnen die blühfreudige Pflanze nicht

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Ihren kräftig leuchtenden Blüten hat es die Dipladenia zu verdanken, dass sie zu den beliebtesten Kübelpflanzen gemausert hat. Wir zeigen, was bei ihrer Pflege zu beachten ist.

Dipladenien (Mandevilla) sind blühfreudige Klettersträucher, die ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern in Brasilien und Bolivien stammen. Hierzulande haben sie sich zu beliebten Kübelpflanzen und Gartensträucher entwickelt, die sowohl im Garten, als auch auf der Terrasse oder dem Balkon prächtig gedeihen. Die heutigen Dipladenien sind Hybriden unterschiedlicher Mandevilla-Arten und gehören zur Familie der Hundsgiftgewächse.

Zu den wichtigsten Sorten gehören:

  • Mandevilla sanderi (Mandeville, Dipladenia): weiße, rosafarbene, rote oder gelbe Blüten, glatte, dicke und immergrüne Blätter
  • Mandevilla laxa (Chilenischer Jasmin): weiße, duftende Blüten, weiche, sommergrüne Blätter
  • Sundaville Red: oft tiefrote Blütenblättern, kleinlaubig, liebt Hitze, verträgt Trockenheit
Die Dipladenia liebt einen warmen Standort, ob im Garten oder auf dem Balkon.

Welcher Standort und Rankhilfe für die Dipladenia?

Die Dipladenia gehört zu den mehrjährigen Pflanzen, wenn sie gut überwintert wird. Der Halbstrauch verträgt nämlich keine Fröste und Temperaturen unter 5 Grad (bis auf den Chilenischen Jasmin). Als Tropenpflanze lieben Dipladenien viel Licht und Wärme, gerne auch vollsonnig an der Südseite. Im Halbschatten gedeihen die Pflanzen zwar auch, sind aber deutlich weniger blühfreudig.

Bei guter Pflege und dem richtigen Standort wachsen die Kletterpflanzen recht zügig und können meterlange Triebe entwickeln. Die Triebe werden am besten S-Förmig um die Rankhilfe gelegt, welche entweder direkt im Kübel oder außerhalb, etwa an einer Wand, befestigt wird. Die einfachste Rankhilfe für Dipladenien besteht aus drei Bambusstäben, die pyramidenförmig in den Topf gesteckt und oben zusammengebunden werden.

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Dipladenia wie oft gießen?

Dipladenien legen in ihren dicken Blättern ein Wasserreservoir an, weshalb es in der Regel reicht, die Blumen einmal wöchentlich zu gießen. Staunässe verträgt der Halbstrauch allerdings gar nicht – dann faulen die Wurzeln. Nach der Blüte und im Winter brauchen die Blumen weniger Wasser.

Wie und wann die Dipladenia schneiden?

Für eine regelmäßige Blüte und gute Verzweigung muss die Dipladenia nicht zwingend geschnitten werden. Zu lang gewordene Triebe der Mandevilla, die sich nicht mehr an der Rankhilfe aufleiten lassen, dürfen Sie im Sommer aber ruhig kürzen. Zu groß gewordene Exemplare sollten Sie erst vor dem Überwintern im Herbst schneiden, da die Pflanze an den Neuaustrieben zu blühen beginnt. Ein starker Rückschnitt im Spätwinter regt den Neuaustrieb an.

Zimmerpflanzen für Anfänger: Zehn Exemplare, die wirklich pflegeleicht sind

Ein Mann nimmt eine Glücksfeder aus dem Wasserbad
Wenn der Name mal kein Omen ist: Die Glücksfeder benötigt nicht viel Licht und nur selten Wasser. © Westend61/Imago
Ein Glücksbambus von oben fotografiert
Der Glücksbambus ist so pflegeleicht, dass er nicht einmal Erde benötigt – Wasser reicht auch. © agefotostock/Imago
Ein Elefantenfuß steht vor einer Gardine.
Der dicke Stamm des Elefantenfußes speichert Wasser – daher bloß nicht zu viel gießen. Nur ein sonniges Plätzchen wäre schön. © agefotostock/Imago
Eine Frau macht draußen ein Selfie mit sich und einem Bogenhanf im Arm
Der Klassiker unter den Pflegeleichten: Der Bogenhanf sieht schick aus und kann im Sommer sogar draußen stehen. © Westend61/Imago
Eine Yuccapalme vor einem Sofa mit Kissen
Die Yuccapalme oder Palmlilie mag keine nassen Füße, ist sonst aber sehr robust. © agefotostock/Imago
Eine hängende Grünlilie mit Ablegern
Selbst wenn die Grünlilie eingehen sollte, hat man ruckzuck neue Ableger gemacht. © Leemage/Imago
Eine Hand streicht über ein Monsterablatt
Auch große Zimmerpflanzen wie das Fensterblatt (Monstera) können sehr pflegeleicht sein. © Cavan Images/Imago
Ein üppig weiß blühender Osterkaktus
Und er blüht, blüht, blüht. Aber dafür sollte man den Osterkaktus im Winter in Ruhe lassen. © Panthermedia/Imago
Eine Frau pflanzt ein Einblatt ein
Heller oder schattiger Standort: egal. Aber ein regelmäßiges Besprühen des Einblatts mit kalkarmen Wasser wäre schön. © Westend61/Imago
Ein kleiner Geldbaum in Nahaufnahme
Als Sukkulente benötigt der Geldbaum kaum Wasser. Aber dafür etwas mehr Licht. © agefotostock/Imago

Dipladenia während Wachstumsphase düngen

Dipladenien im Kübel müssen nicht jedes Jahr umgetopft werden, daher sollten sie regelmäßig gedüngt werden. Am besten eignet sich dafür die Wachstums- und Blütezeit bis September. Verwenden Sie einen flüssigen Kübelpflanzendünger.

Rubriklistenbild: © artush/Imago

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