VonChristoph Gschoßmannschließen
Viele haben einen, mache sogar mehrere: Streamingdienste, für die man monatlich bezahlt. Kunden von Disney+ sind derzeit zur Vorsicht aufgerufen.
München - 235 Millionen Abonnenten hatte Disney+ laut eigenen Angaben im November 2022 weltweit. Auch in Deutschland gibt es viele Fans der Inhalte von Disney, Marvel, Star Wars und Co. Doch wo eine große Kundenzahl herrscht, lauern oft auch Gefahren, und so auch in diesem Fall: Immer wieder versuchen Betrüger, sich mithilfe von Tricks Zugang zu den Usern zu verschaffen. Aktuell ist eine Phishing-Mail im Umlauf, die vorgibt, von Disney+ zu sein.
Phising-Mail zeigt sich im Disney-Layout
Betrüger versenden derzeit eine E-Mail, in der sie mithilfe eines Disney-Layouts vorgeben, für den Anbieter zu sprechen. Die Mail informiert Abonnenten über ein angebliches unlösbares Zahlungsproblem, was zur Folge habe, dass das Disney+-Konto storniert werde. Also „Lösung“ soll das Abo reaktiviert werden, mit einem bestimmten Link. Natürlich führt dieser aber nicht zu Disney. Die Verbraucher-Zentrale warnt davor, auf den beigefügten Link zu klicken und dort Daten einzugeben. Die Phishing-Mail sei bei genauerem Hinsehen als solche zu erkennen: Selbst die Anrede ist falsch geschrieben, dort steht „Halo“ statt „Hallo“. Die Mail ist zudem sehr vage gehalten. Man solle diese am besten sofort in den Spam-Ordner verschieben.
Auch bei Netflix gab es vor Kurzem Gefahr durch eine ähnliche Phishing-Mail mit dem Betreff „Netflix.DE: Sie haben eine Aktion zu vervollständigen“ und kam von dem Absender „Kundenservice“. Auch hier fischen die Betrüger nach Zahlungsinformationen, die der User auf einer nachgebauten Netflix-Seite eingeben soll. Auch hier ließ sich bei genauerem Hinsehen erkennen, dass es Ungereimtheiten gibt.
Disney+ „würde niemals aktiv nach personenbezogenen Informationen fragen“
Disney+ gibt auf seiner Hilfeseite an, dass der Service „niemals auf diese Art und Weise aktiv nach personenbezogenen Informationen fragen“ werde. Und weiter: „Wenn du eine E-Mail oder einen Telefonanruf von einer Organisation erhältst, die behauptet, Disney zu sein, und dich bittet, diese Art von personenbezogenen Informationen oder Disney+ Kontoangaben preiszugeben, antworte zu deiner Sicherheit nicht.“ Falls man doch den Link geklickt hat und Kreditkarteninformationen preisgegeben hat, empfiehlt es sich, die Karten umgehend sperren zu lassen – und Strafanzeige zu erstatten. Übrigens: Wer sich ein Premium-Abo bei Netflix leistet, wird künftig noch mehr für sein Geld bekommen. Der Streaming-Anbieter stattet das Abo mit weiteren Funktionen aus. (cgsc)
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